Etappe 1 - Lissabon (Portugal) - Portimão (Portugal)

6. Januar 2007

Liaison: 115 km Prüfung: 120 km Liaison: 260 km
Gesamt: 495 km
Zum zweiten Mal in Folge startet die Dakar in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Als grösste Stadt Portugals mit dem wichtigsten Hafen, dem Regierungssitz, den obersten Staats- und Regierungsbehörden sowie sieben Universitäten ist Lissabon das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.

Der Dakar-Tross stösst bereits auf der ersten Etappe in Europa auf Sand - ohne dabei an einen Strand zu fahren. Zwischen Lissabon und Portimao geht es durch Pinien- und Korkwälder, bei der Geschick und Traktion gefragt sind.


Etappe 2 - Portimão (Portugal) - Malaga (Spanien)

7. Januar 2007

Liaison: 15 km Prüfung: 60 km Liaison: 425 km
Gesamt: 500 km
Die zweite Etappe der Dakar verbindet die Touristen-Ziele Portimão an der portugiesischen Algarve und Malaga, mit 500.000 Einwohnern die sechstgrösste Stadt Spaniens. Malaga ist die Hauptstadt der Costa del Sol, die mit ihrem ganzjährig milden Klima eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel darstellt.

Auf dem Weg nach Malaga erwartet die Fahrer eine mörderische Streckenführung, ein extrem steiniger Boden und viel Schotter - diese Passage kommt einer WRC-Strecke gleich. Zudem ist das Wetter in dieser Jahreszeit oft regnerisch - bereits hier könnten also erste Ausfälle drohen. Im Anschluss an die letzte Etappe in Europa geht es in einer Überführung ins spanische Malage, von wo aus die Teilnehmer und Serviceteams per Schiff direkt nach Afrika übersetzen.


Etappe 3 - Nador (Marokko) - Er Rachidia (Marokko)

8. Januar 2007

Liaison: 205 km Prüfung: 252 km Liaison: 192 km
Gesamt: 649 km
In Nador erreicht die Rally Afrika. Die Stadt, nur 15 Kilometer von der spanischen Enklave Melilla entfernt, hat rund 300.000 Einwohner. Der Flughafen von Nador wird aus Europa von einigen Billig-Airlines angeflogen. In Er Rachidia, einem Ort mit vielen alten Lehmbauten, leben rund 45.000 Menschen.

Die erste Etappe auf afrikanischem Boden wartet mit einer kniffligen Streckenführung auf. Der erste Teil ist aufgrund seiner vielen Richtungswechsel vor allem für die Beifahrer anspruchsvoll, im Anschluss wechselt die Strecke zwischen schnell zu fahrenden steinigen Pisten und anspruchsvollem Gelände.


Etappe 4 - Er Rachidia (Marokko) - Ouarzazate (Marokko)

9. Januar 2007

Liaison: 96 km Prüfung: 405 km Liaison: 178 km
Gesamt: 679 km
Ouarzazate, gegründet 1928 von der französischen Kolonialverwaltung, ist eine Provinzhauptstadt im Süden Marokkos. Auf Grund ihrer Lage zwischen der Hohen Atlas- und der Antiatlas-Gebirgskette ist sie ein Touristenzentrum. In Ouarzazate befinden sich Filmstudios, in denen Monumentalverfilmungen, darunter "Gladiator" und "Die Bibel – Josef" produziert wurden.

Zum ersten mal treffen die Teilnehmer der Dakar auf Dünen im Wechsel mit schnell zu fahrenden und teils trickigen Passagen. Das einzige grosse Dünengebiet Marokkos ist nicht besonders schwer, dürfte aber vor allem für die Teilnehmer im hinteren Feld durch den dann immer stärker zerfahreneren Sand schwierig werden. Eine nette erste Abwechslung, treffen die Teilnehmer doch erst in Mauretanien wieder auf Dünengebiete.


Etappe 5 - Ouarzazate (Marokko) - Tan Tan (Marokko)

10. Januar 2007

Liaison: 170 km Prüfung: 325 km Liaison: 280 km
Gesamt: 775 km
Die 60.000 Einwohner zählende Stadt Tan Tan liegt 27 km von der Küste des Atlantiks entfernt. Der Ort an den Ufern des nur zeitweise Wasser führenden Flusses Oued Khil war in der spanischen Kolonialzeit ein Posten des spanischen Militärs und wurde 1958 an Marokko übergeben.

Es geht durch das Atlas-Gebirge. Dakar-Routiniers haben die Strecke von Ouarzazate nach Tan Tan bereits drei Mal absolviert - doch noch niemals in dieser Variante. Wegen des schwierigen Terrains müssen die Trucks eine andere, kürzere Strecke nehmen. Die Mondlandschaft mit steilen Anstiegen sind eine echte Strapaze für Mensch und Maschine.


Etappe 6 - Tan Tan (Marokko) - Zouérat (Mauretanien)

11. Januar 2007

Liaison: 414 km Prüfung: 394 km Liaison: 9 km
Gesamt: 817 km
Im Wüstenort Zouérat wird seit den 60er Jahren Eisenerz abgebaut. In der Region leben deshalb auch viele Gastarbeiter aus noch ärmeren afrikanischen Ländern. In Zouérat startet eine 600 Kilometer lange Eisenbahn-Strecke nach Nouadhibou. Die Züge mit bis zu 250 Waggons können bis zu 2,5 Kilometer lang sein.

Der Weg nach Zouerat ist die längste Etappe der Dakar 2007 - am Ende des Tages werden die Teilnehmer fast 1.000 km mehr auf dem Zähler haben. In einer Überführung geht es an die Grenze Mauretaniens, von wo aus die eigentliche Etappe startet. An diesem Tag ist das Tempo hoch - aber die Ansprüche an die Navigation sind enorm hoch.


Etappe 7 - Zouérat (Mauretanien) - Atâr (Mauretanien)

12. Januar 2007

Liaison: 4 km Prüfung: 542 km Liaison: 34 km
Gesamt: 580 km
Atâr ist eine der grössten Siedlungen im Norden Mauretaniens. Starke Regenfälle und Fluten zerstörten in den frühen 90er Jahren die traditionelle Architektur der im 17. Jahrhundert gegründeten Stadt. Atâr, früher Durchgangsstation für Karawanen, ist heute Marktzentrum für die Nomaden im weiteren Umkreis.

Eine Etappe, die das Klassement erneut komplett durcheinander würfeln kann. Über 542 Wertungskilometer müssen die Teilnehmer endlose Dünengebiete, alte Kamelpfade und viele harte Offroad-Passagen bewältigen. Vom Anspruch her eine der härtesten Etappen - hier zählt neben einer guten Navigation vor allem fahrerisches Können.


Ruhetag in Atar

13. Januar 2007

Am 13. Januar pausiert die Rally mit einem Ruhetag in Atar - für viele Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Knapp 4.200 Kilometer sind es von hier aus noch nach Dakar.


Etappe 8 - Atâr (Mauretanien) - Tichit (Mauretanien)

14. Januar 2007

Liaison: 35 km Prüfung: 589 km Liaison: 2 km
Gesamt: 626 km
Tichit ist eine kleine Oasen-Siedlung in der Region Tagant am Fusse des Tagant-Plateaus im östlichen Mauretanien. Vor der Stadt erstreckt sind eine topfebene Wüste. Tichit wurde etwa 1150 gegründet. Die Haupterwerbsquelle ist der Dattelanbau. Der Ort ist seit 1996 zusammen mit Ouadane, Chinguetti und Oualata eine Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes.

Diese Wertungsprüfung hat verschiedene Gesichter. Der Weg nach Tichit ist relativ gut markiert und zu Beginn des Tages können die Fahrer auf Schotterstrecken richtig Gas geben. Im Anschluss wechselt die Strecke in sandige Dünenpassagen, bevor es schnell - aber ermüdend weiter in Richtung Oase Tichit geht.


Etappe 9 - Tichit (Mauretanien) - Néma (Mauretanien)

15. Januar 2007

Liaison: 0 km Prüfung: 494 km Liaison: 3 km
Gesamt: 497 km
Néma liegt im Südosten des westafrikanischen Staates Mauretanien. Der Ort mit 15.000 Einwohnern befindet sich unweit der Grenze zum Nachbarstaat Mali und ist die Hauptstadt der Verwaltungseinheit Hodh Ech Chargui. Bereits in der Vergangenheit steuerte die Rally mehrfach Néma an.

Diese Wertungsprüfung ist ein Klassiker der Dakar und wurde noch einmal neu abgefahren und verbessert. Landschaftliche Markierungen sind hier rar, so das der Navigator in grossen Teilen wieder die Haupt-Verantwortung übernimmt. Das Ziel Néma dürften aufgrund des Schwierigkeitsgrades jedoch die wenigsten Teilnehmer bei Tageslicht erreichen.


Etappe 10 - Néma (Mauretanien) - Néma (Mauretanien)

16. Januar 2007

Liaison: 10 km Prüfung: 366 km Liaison: 24 km
Gesamt: 400 km
Ursprünglich sollten die Teilnehmer an diesem Tag eine neue, längere Route in Richtung Timbuktu in Mali in Angriff nehmen, diese wurde jedoch von der Organisation abgesagt. So bleibt den Teilnehmern als Ersatz der bekannte Rundkurs um Néma - also ein etwas ruhigerer Tag für Fahrer, Beifahrer, Maschine und Servicecrews.


Etappe 11 - Néma (Mauretanien) - Ayoun (Mauretanien)

17. Januar 2007

Gesamtlänge: 280 km
Ursprünglich war diese Etappe als Rückweg aus dem Malischen Timbuktu gedacht. Nachdem die Strecke Ende Dezember 2006 abgesagt wurde, wird nur eine Überführung nach Ayoun gefahren - ein ruhiger Tag also für die Teilnehmer und Teammitglieder.


Etappe 12 - Ayoun (Mauretanien) - Kayes (Mali)

18. Januar 2007

Liaison: 110 km Prüfung: 257 km Liaison: 117 km
Gesamt: 484 km
Kayes ist eine Stadt im westlichen Mali mit 97.000 Einwohnern und Hauptstadt der gleichnamigen Region. Kayes liegt am Senegal-Fluss und war früher die Hauptstadt der Kolonie Französisch-Sudan. Zwölf Kilometer von Kayes entfernt befindet sich das 1855 erbaute Medina-Fort.

Ursprünglich war Néma als Startort vorgesehen, durch die Verschiebungen auf den beiden Etappen zuvor wartet nun eine verkürzte Strecke auf die Fahrer. Von der Wüste geht es in die Savanne und sogar ein paar Kilometer Wald stehen auf dem Programm.


Etappe 13 - Kayes (Mali) - Tambacounda (Senegal)

19. Januar 2007

Liaison: 180 km Prüfung: 260 km Liaison: 18 km
Gesamt: 458 km
Tambacounda liegt nördlich des Flusses Gambia im Zentrum Senegals. Die Stadt erlebte einen Aufschwung durch die einzige Eisenbahn-Verbindung des Senegal, die von der Hauptstadt Dakar auf dem Weg nach Bamako (Mali) durch Tambacounda führt. Südlich der Stadt ist der Niokolo-Koba Nationalpark gelegen.

Drift-Experten dürften auf dieser Etappe richtig Spass haben: Der Boden besteht grösstenteils aus Laterit, einem sehr mineralhaltigen verwitterten Gestein, das in etwa die Grösse von Schotter hat. Affenbrotbäume säumen diese Highspeed-Etappe, bei der vor allem wieder einmal der Fahrer gefragt ist.


Etappe 14 - Tambacounda (Senegal) - Dakar (Senegal)

20. Januar 2007

Liaison: 124 km Prüfung: 225 km Liaison: 227 km
Gesamt: 576 km
Dakar, die Hauptstadt Senegals, wurde durch ihre Position am westlichen Rand Afrikas zum Ausgangspunkt für transatlantischen und europäischen Handel. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden über Dakar Sklaven nach Nord- und Südamerika sowie Europa verschifft. Die vorgelagerte Insel Gorée (heute Weltkulturerbe) war das Zentrum im Sklavenhandel.

Auch wenn es endlich gen Zielort Dakar geht - das vergangene Jahr hat bewiesen, das hier immer noch alles offen ein kann. Es geht durch Wälder, Steppen und Dörfer - dabei gibt es immer noch zahlreiche Möglichkeiten, sein Auto zu zerstören oder sich ordentlich zu verfahren.


Etappe 15 - Dakar (Senegal) - Dakar (Senegal)

21. Januar 2007

Liaison: 52 km Prüfung: 0 km Liaison: 41 km
Gesamt: 93 km
Der Lac Rose, das traditionelle Ziel der Dakar, ist ein Salzsee 30 km nordöstlich von Dakar. Wegen seiner durch Cyanobakterien verursachten, einzigartigen rosaroten Färbung hat der Lac Rose seinen Namen erhalten. Die UNESCO hat den See zum Weltkulturerbe deklariert. Der See ist vom Meer nur durch eine Düne getrennt.

Eigentlich sollte die letzte Etappe um den Lac Rose als eine besondere Challenge gefahren werden - doch die Veranstalter haben beschlossen, die letzte Etappe um den rosa See wieder traditionell in Wertung zu fahren. Es geht dabei durch Strandähnlichen Sand - wenn nichts wirklich Grosses mehr passiert, dürfte hier bereits alles in trockenen Tüchern sein. Ende, Finito, vorbei - wenn der letzte Teilnehmer die kurze Etappe beendet hat ist die Dakar 2007 offiziell beendet.