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Nach Santa Fe und Terracan hat Hyundai mit dem kleinen Bruder "Tucson", gemeinsam geplant und produziert mit der Firmentochter Kia, nun einen dritten Kraxler im Programm und weitet seine Modellpalette somit auf 13 Fahrzeuge aus. Mit dem Tucson will Hyundai zugleich seinen Anspruch, einer der führenden Anbieter im Segment der so genannten Sports Utility Vehicle (SUV) zu sein, ausbauen. Rund 10.000 Einheiten hofft Hyundai pro Jahr abzusetzen.

Obwohl er aussieht wie eine Geländewagen ist der Tucson eigentlich nur ein höher gelegter Kombi - und das soll er auch sein. Nach dem Terracan mit Leiterrahmen, Starrachse und Getriebereduktion für hartes Gelände sowie dem Santa Fee als klassischem SUV von Schlage eines Mercedes ML oder BMW X5 fehlte den Koreanern noch ein drittes Nischenmodell, um gegen Offroad-Look-a-likes wie dem BMW X3 anzutreten. So basiert der Tucson auf der Mittelklasselimousine Elantra und ist bewusst für junge, überwiegend in der Stadt lebende Menschen mit festen Strassen konzipiert - kann aber auch mal einen Feld- oder Waldweg meistern.









So überrascht es nicht, das der Tucson normalerweise nur mit Frontantrieb unterwegs ist. Lediglich bei Traktionsproblemen schaltet das sogenannte "Interactive Torque-Management" den Allradantrieb automatisch hinzu und verteilt die Antriebskraft je nach Anforderung über die entsprechenden Räder. Ein manueller Eingriff auf das System ist nur bedingt möglich: Per Druckschalter am Armaturenbrett kann lediglich bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h ein vollständiger Kraftschluss zu den Hinterrädern hergestellt werden. Für Kunden, die ganz auf den Allrad verzichten wollen, wird der Tucson auch in einer zweiradangetriebenen Variante angeboten.

Sparsamste Möglichkeit ist jedoch der 2-Liter Diesel mit 83 kW/113 PS, der wahlweise mit Allrad oder Zweiradantrieb erhältlich ist und bis zu 162 km/h Spitze leistet. Gegenüber 8 Litern








Für einen dennoch bulligen Auftritt des Tucson sorgt insbesondere die Frontgestaltung, die eine deutliche Ähnlichkeit zum grösseren Bruder Santa Fe aufweist. Dennoch wirkt der Tucson eigenständig: Die Frontpartie prägen grosse Scheinwerfer mit Klarglasoptik, hoch angesetzte vordere Kotflügel sowie zwei deutlich hervorgehobene Kanten auf der Motorhaube. Im unteren Bereich der Frontpartie dominiert ein wuchtiger und in Wagenfarbe lackierter Stossfänger den optischen Eindruck. An der von drei Fenstern geprägten Seitenpartie des Tucson schliessen sich üppige Seitenschweller an, die vor allem im Bereich der Radhäuser kräftig ausgeprägt sind. Im Heckbereich münden die Schweller im hinteren Stossfänger, der zur leichteren Beladung im mittleren Bereich abgesenkt wurde.

Zahlreiche weitere Details verleihen dem Tucson ein hohes Mass an Alltagstauglichkeit: Vier weit öffnende Türen und eine grosse Heckklappe erleichtern Zutritt und Zuladung, zwei grosse Rückspiegel sorgen für viel Übersicht nach hinten. Das Heckfenster kann separat geöffnet werden. Mit einer Länge von 4,33 Metern und einer Breite von nur 1,80 Metern ist der Tucson auch für enge Strassen gut geeignet.








Insgesamt drei Motoren, zwei Benziner und ein Diesel, stehen zur Wahl. Die Einstiegsversion hat vier Zylinder, eine Leistung von 104 kW/141 PS und beschleunigt den Tucson mit Zweiradantrieb in 10,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Mit Allrad sind es nur sechs km/h weniger und in der Beschleunigung macht sich der Vierradantrieb mit lediglich 1,2 Sekunden mehr bemerkbar.







Schneller unterwegs ist man mit dem 2,7 Liter Sechszylinder. Dieser leistet 129 kW/175 PS und erzeugt ein maximales Drehmoment von 241 Newtonmetern bei 4.000 Touren. Ausschliesslich mit Allrad angeboten liegt die Höchstgeschwindigkeit ebenfalls bei 180 km/h, lediglich in der Beschleunigung von 0 auf 100 legt

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der Sechszylinder rund eine Sekunde zu.

Durchschnittsverbrauch beim Vierzylinder begnügt sich der zweiradangetriebene Diesel mit 7,1 Litern Sprit, ausserstädtisch soll der Verbrauch bei nur 5,9 Litern Diesel liegen. Obwohl Deutschland und Europa bekanntlich Dieselländern sind, setzt Hyundai überwiegend auf den Vierzylinder-Benziner, von dem man sich einen Tucson-Marktanteil von rund 50








Prozent erhofft, während man den Diesel mit 34 Prozent einschätzt.

Verkaufsfördernd fällt die umfangreiche Serienausstattung aus: Elektrisch verstellbare und in Wagenfarbe lackierte Aussenspiegel, getönte Scheiben, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber rundum, höhen- und neigungsverstellbarer Fahrersitz, Drehzahlmesser, Getränkedosenhalter vorne und hinten, zwei Kartenleselampen, Radiovorbereitung mit sechs Lautsprechern inklusive zwei Höchtönern, Servolenkung, Türeinstiegsleuchten und 12-Volt-Steckdosen in Mittelkonsole und Gepäckraum sind bei allen Modellen ab Werk an Bord.

Die Varianten mit Allradantrieb verfügen zusätzlich über beheizbare Aussenspiegel, Bordcomputer mit Anzeigen für Durchschnittsverbrauch, Reichweite und Tageskilometerzähler, über eine Gepäckraummatte und Klimaanlage inklusive Pollenfilter. Das Spitzenmodell, der Tucson 2.7 V6 GLS, ist darüber hinaus ab Werk mit Vierstufen-Automatikgetriebe, einer dunkel abgetönten Verglasung ab der B-Säule, Klimaautomatik und einer Geschwindigkeitsregelanlage ausgestattet.













Ebenso solide wie sein optischer Auftritt zeigt sich der Tucson bei der Crashsicherheit: Neben exakt definierten Knautschzonen sorgen stabile Querstreben in der Dachpartie und ein Seitenaufprallschutz in allen Türen für mehr Stabilität. Fahrer und Beifahrer schützen bei einem Frontaufprall gross dimensionierte Frontairbags mit sanftem Druckaufbau zur Vermeidung von Gesichtsverletzungen, in den Sitzlehner der Vordersitze verbergen sich Seitenairbags, zwischen der A- und C-Säule sind Windowairbags untergebracht.

Dazu gibt es höhenverstellbare Dreipunktgurte mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne sowie Dreipunktgurte auf allen hinteren Plätzen. Sitze mit integrierten Stützrampen verhindern das Durchrutschen der Insassen unter den Gurten. Ausserdem serienmässig an Bord: Isofix-Kindersitzbefestigung auf den äusseren Sitzplätzen im Fond, dritte Bremsleuchte, seitliche Blinkleuchten, Nebelscheinwerfer sowie eine Aussentemperaturanzeige beim 2.7 V6. Zum Schutz gegen Diebstahl bringen alle Modelle ab Werk eine elektronische Wegfahrsperre und eine Alarmanlage mit.







Zu den zahlreichen aktiven Sicherheitselementen zählen beim jüngsten Hyundai-Modell ein elektronisch gesteuertes Vier-Kanal-Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung, gross dimensionierte Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) sowie bei den Versionen mit Allradantrieb eine Traktionskontrolle. Für alle 4WD-Modelle ist darüber hinaus ab Dezember 2004 auf Wunsch ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) verfügbar.

Aujf hohem Niveau befindet sich auch der Korrosionsschutz: Mehr als 75 Prozent der Karosserie bestehen aus verzinkten Blechen, lediglich weite Teile der kaum rostgefährdeten Dachpartie verzichten auf die spezielle Vorsorge. Der Rostschutz wird komplettiert durch eine spezielle Mehrschichtlackierung und eine exakte Versiegelung aller Hohlräume durch Wachs. Die vorderen Radhäuser sind gegen Steinschlag mit Kunststoff-Schalen geschützt, eine Schutzplatte sichert darüber hinaus den Unterboden, Schmutzfänger vorne und hinten halten die Karosserie auf losem Untergrund sauber. Zum Verkaufsstart wird der Tucson in Deutschland wahlweise in vier Farben angeboten: Neben Solid Black zählen dazu zwei Metallic- und eine Mineraleffekt-Lackierung.

Ausschlaggebenstes Kaufargument für den Tucson dürfte jedoch sein Anschaffungspreis sein, der mit 18.390 Euro für den zweiradangetriebenen Vierzylinder beginnt und mit 25.890 Euro für den 2,7 Liter Sechszylinder endet. Die Dieselmodelle sind zwischen 21.290 Euro und 24.290 Euro zu haben, alle Modelle stehen seit September bei den Hyundai-Händlern.

Hyundai im Internet: [ LINK ]

Text: H. Schekahn, Fotos: Hyundai










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