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In Sachen Geländewagen
kann man den Briten kaum etwas vormachen. Noch heute gilt der
Landrover Defender als der Geländewagen schlechthin, der
Range-Rover als Inbegriff des Edel-Offroaders. Mit dem Discovery
schuf Landrover in den 90er Jahren einen kleinen Bruder des Range
Rover - nicht ganz so edel, aber dafür ein robuster und
vollwertiger Offroader. Nach einem feinen Facelift kommt im Herbst
2004 nun der erste komplett neu entwickelte Nachfolger auf den
Markt.
Optisch wurde der neue
Discovery dem grossen Bruder Range-Rover angeglichen. Das Design
ist futuristisch, edel und eigentlich viel zu schade fürs
Gelände. Der neue Discovery hat sich dem Markt angepasst
- und zielt auf Kunden eines VW Touareg, Mercedes ML oder BMW
X5. Vom Geländewagen zum SUV? Ähnlich wie der Touareg
kommt der neue Discovery mit Einzelradaufhängung und höhenverstellbarer
Luftfederung - und vielen elektronischen Spielereien.

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Eine dieser Spielereien
ist das neuentwickelte "Terrain Response"-Antriebssystem.
Diese Neuentwicklung, die kürzlich erstmals in der Studie
"Range Stormer" zu sehen war, optimiert Fahrverhalten
bzw. Komfort und stellt ein Maximum an Traktion sicher. Mit Hilfe
eines Drehschalters am Armaturenbrett kann der Fahrer aus fünf
verschiedenen Einstellungen wählen: Zur Verfügung stehen
ein "Normal"-Programm für den Strassenbetrieb,
"Gras/Schnee" für glatte bzw. rutschige Strassen-
oder Geländeverhältnisse, "Schlamm", "Sand"
und "Felsen". "Terrain Response" stellt auf
dem gewählten Untergrund automatisch entsprechend die verschiedenen
elektronischen Steuerungen und mechanischen Traktionshilfen des
Fahrzeugs ein - zum Beispiel auch das Fahrzeugniveau oder Motor-
und Getriebekennfelder.

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Intelligente Systeme wie
die elektronische Traktionskontrolle, die dynamische Stabilitätskontrolle
DSC oder die mehrfach prämierte Bergabfahrkontrolle HDC
sollen jederzeit optimale Bodenhaftung und umfassende Sicherheit
garantieren. Dazu kommt ein aufwändiges Bremssystem mit
gross dimensionierten Scheiben rundum.
Eine
weitere Innovation ist die von Landrover entwickelte "Integrated
Body-Frame"-Architektur (Integrierte Karosserie-Chassis-Konstruktion).
Sie verbindet die Komfort- und Dynamikeigenschaften eines Monocoque
mit der Robustheit und Geländetauglichkeit eines SUV-Chassis.

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Unter der Haube arbeiten
wahlweise ein 2,7 Liter V6 Turbodiesel oder 4,4 Liter V8 Benziner.
Wobei der Turbodiesel nach Erwartung von Landrover europaweit
das Gros der Verkäufe bilden dürfte. Der 2,7 Liter
V6 Turbodiesel, der in ähnlicher Form kürzlich im neuen
Jaguar S-Type seinen Einstand gab, leistet mit Hilfe modernster
Common-Rail-Einspritzung und Turboaufladung 140 kW/190 PS und
erzeugt ein maximales Drehmoment von 440 Nm bereits bei 1.900
Umdrehungen. Zu den technischen Merkmalen des 24-Ventilers gehören
unter anderem vier oben liegende Nockenwellen und ein Turbolader
mit variabler Geometrie.
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Darüber hinaus hat
Land Rover das Triebwerk mit Blick auf die besonderen Anforderungen
im Geländeeinsatz modifiziert. So besitzt die Ölwanne
etwa Ölaufnahmepunkte für steile Neigungswinkel, während
die vordere Kurbelwellendichtung aus einem Schmutz und Wasser
abweisenden Spezialmaterial besteht. Der V6-Turbodiesel wurde
zudem durch einen Aluleiterrahmen am Kurbelgehäuseboden
versteift.

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Als Alternative hält
Landrover ein kultiviertes 4,4 Liter V8 Benzinertriebwerk bereit.
Dieses Leichtmetallaggregat verfügt unter anderem über
32 Ventile und eine variable Nockenwellensteuerung, wodurch eine
Leistung von 220 kW (295 PS) und ein maximales Drehmoment von
425 Nm möglich werden.
Während
der V8-Benziner mit einer elektronisch gesteuerten Sechsgang-Automatik
von ZF kombiniert ist, besteht bei der TDV6-Variante des neuen
Land Rover Discovery die Wahl zwischen automatischem und manuellem
Getriebe mit jeweils sechs Gängen. Die Motorkraft des neuen
Discovery geht permanent an alle vier Räder. Für besonders
schwieriges Terrain stehen eine Geländeuntersetzung sowie
Sperren für das mittlere und hintere Differenzial zur Verfügung.

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Der fünf- bzw. siebensitzige
Innenraum des neuen Discovery ist nobel ausgestattet und geräumig.
Der Fahrer sitzt auf einer "Command"-Position, die
Passagiere im Fond sitzen höher als auf den vorderen Plätzen
und dadurch mit hervorragender Sicht. Die Sitze der optionalen
dritten Reihe sind für Mitfahrer geeignet, die dem 95-Prozent-Normmass
eines Erwachsenen entsprechen. Breite, weit öffnende Türen
sowie eine clever ausgelegte Bestuhlung vereinfachen Ein- und
Ausstieg. Für noch mehr Flexibilität lassen sich die
Sitze der zweiten und dritten Reihe komplett umlegen, wodurch
eine grosse und völlig ebene Ladefläche entsteht.
Zu den weiteren Ausstattungsdetails
zählen hochwertige Audioanlagen und modernste Navigationssysteme
für den Strassen- und Offroadeinsatz. Als Premium-Option
ist das Harman/Kardon Logic 7-Digital-Surround-Hi-Fi-System erhältlich,
das mit Hilfe eines LCD-Touchscreens oder per Sprachsteuerung
bedient wird.

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Alles in allem wird der
neue Landrover Discovery ein Mix zwischen modernem SUV für
den Boulevard und bewährtem, technisch ausgeklügelten
Offroader fürs Gelände. Das Zeitalter der einfachen
Robustheit hat der neue Discovery jedoch endgültig überschritten
- wer selbst Hand anlegen will, dürfte mit normalem Werkzeug
und bisherigen Landrover-Kenntnissen nicht mehr weit kommen.
Seine deutsche Markteinführung
ist für den Herbst 2004 geplant. Die Preise stehen derzeit
noch nicht fest, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben.
Landrover im Internet: [ LINK ]
Infos
& Preise (als PDF): [ DOWNLOAD ]
Text:
H. Schekahn, Fotos: Landrover

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