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Der japanische Autohersteller Mazda ist in Europa zwar für seine Zuverlässigkeit, nicht aber gerade ein hohes Offroad-Engagement bekannt. Und dennoch bietet auch die Ford-Tochter etwas fürs Gelände: Neben dem Pickup bietet Mazda seit 2000 seinen SUV Tribute an, der - wie auch der Pickup - auf einem Ford-Modell basiert.

Zum Genfer Automobilsalon 2004 haben die Japaner nun einen überarbeiteten Tribute vorgestellt: Das Facelift beinhaltet u.A. ein verfeinertes Karosseriedesign im neuen Mazda-Stil, einen überarbeiteten Innenraum, einen neuen 2,3-Liter-Motor, eine optimierte Allradtechnik und eine verbesserte Sicherheitsausrüstung.

Die Frontschürze des Tribute ist nun in Wagenfarbe lackiert, weist eine glattere Oberfläche auf und integriert die ver-kleinerten Nebelscheinwerfer stärker. Neu gestaltete Hauptscheinwerfer sollen ein Image von Robustheit und Kraft unterstreichen.









Mit dem selben Ziel wurde die Silhouette überarbeitet. Neue 16-Zoll-Leichtmetall-felgen im Fünf-Speichen-Design, ausgeprägtere Seitenverkleidungen und Kotflügelaufsätze, sowie der geglättete Übergang zwischen hinteren Kotflü-gelaufsätzen und der Heckschütze verleihen dem SUV eine Seitenlinie fast wie eine PKW. Bestandteil des Facelifts sind auch neue Rückleuchten, die übereinander angeordneten Lampen sind nun mit rotem Klarglas abgedeckt. Dazu gibt es vier neue Karosseriefarben, die Anzahl der Modelle mit in Wagenfarbe lackierten Stossfängern / Seitenver-kleidungen wurde ebenfalls auf vier erhöht.

Der Innenraum des 2004er Tribute wurde komplett überarbeitet und wirkt hochwertiger. In der neu gestalteten Instrumententafel glänzen jetzt vier Rundanzeigen in silberner Einfassung, die Schalter in der Mittelkonsole wurden in Design und Haptik verbessert. Auch die Bedienelemente der Klimaanlage finden jetzt in der Mittelkonsole Platz.

Die Konsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz wurde vergrössert und kann nun bis zu 17 CDs aufnehmen. Im vorderen Bereich erweitert eine kleine Ablage den Stauraum, einer der Cup-Holder wurde vergrössert und mit einer Gummifassung versehen. Auch den Passagieren auf den hinteren Sitzen stehen jetzt Becherhalter zur Verfügung. Der Schalthebel des Automatikgetriebes - bisher als Lenkradhebel ausgeführt – ist jetzt ebenfalls in der Bodenkonsole untergebracht. Ergänzt werden die Veränderungen im Innenraum durch neue Polsterstoffe, elegante Lederbezüge sind als Option erhältlich.








Die Verwendung von speziellem Isola-tionsmaterial reduziert Wind-, Strassen- und Antriebsgeräusche noch besser. Ihren Beitrag dazu leistet neben den dickeren Schallschutzschichten in den Bereichen Armaturentafel, Seitenverkleidungen und Heckklappe auch die aerodynamische Optimierung der Karosserie (z. B. Aussenspiegel und B-Säulen-Verkleidung).

Eine Reihe von Verbesserungen gibt es auch im Antriebsstrang und Fahrwerk. Der bisherige Zweiliter-Motor wird durch einen 2,3-Liter-Vierzylinder ersetzt, der 110 kW (150 PS) leistet. Der neue Motor zeichnet sich durch hervorragende Laufkultur und Geräuscharmut aus und ist mit zwei obenliegenden Nockenwellen, vier Ventilen pro Zylinder und variabler Luftansaug-steuerung (Variable Intake System, VIS) ausgestattet. VIS regelt die Länge des Saugrohrkanals, wodurch drehzahlab-hängig die Zylinderfüllung optimiert wird. Dadurch wird in allen Belastungsbereichen der Drehmomentverlauf verbessert. Der 2,3-Liter-Vierzylinder liefert ein maximales Drehmoment von 200 Nm bei 4000

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Touren und beschleunigt den grossen Mazda auf bis zu 171 km/h.

Positiv für die Geldbörse: Ein Edelstahl-Auspuffkrümmer und ein elektronisch überwachtes Rückführungssystem für Benzindämpfe reduzieren den Verbrauch, der überarbeitete Katalysator erreicht schneller seine Betriebstemperatur und arbeitet dadurch effektiver.








Das 2,3-Liter-Triebwerk ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Der Schalthebel ist – im Vergleich zum bishe-rigen Mazda Tribute – griffgünstiger etwas höher in der Mittelkonsole angeordnet.

Als Alternative bietet Mazda weiterhin einen Dreiliter-Sechszylinder, der 149 kW (203 PS) leistet. Das drehmomentstarke und besonders laufruhige Triebwerk ist nach Euro III/D4 eingestuft und wird ausschliesslich mit einer Viergang-Auto-matik angeboten.

Zentrales Element des Allradantriebs ist das Active Torque Control Coupling (ATCC), eine elektromagnetische Steuerung der Drehmomentverteilung. ATCC arbeitet vollkommen selbständig, eine Steuerelektronik überwacht permanent Raddrehzahlen und Gaspedal-stellung. Bei Bedarf wird überschüssiges Drehmoment an die Hinterräder weitergeleitet - die Reaktionsgeschwin-digkeit des Systems verhindert so durchdrehende Räder auf rutschigem Untergrund und soll für stets optimale Traktion sorgen.







An der Vorderachse kommen McPherson-Federbeineinheiten mit Querlenkern in L-Form zum Einsatz. Verstärkte Aufhän-gungspunkte sorgen für hohe Stabilität und sicheres Fahrverhalten. Anschlags-dämpfer aus Polyurethan absorbieren auch extreme Belastungen effektiv.

Auch hinten sind die Räder einzeln aufge-hängt und durch Quer- und Längslenker an doppelt wirkenden Teleskopstoss-dämpfern geführt. Die Anordnung der Federn zwischen Längslenker und Karosserie gewährleistet grosse Federwege im Offroad-Einsatz, führt aber gleichzeitig das Rad präzise auf festem Untergrund, unabhängig vom Beladungs-zustand. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist der geringe Platzbedarf. Dadurch kann das Ersatzrad unter dem Fahrzeugboden befestigt werden – es stört weder die Sicht nach hinten noch beeinträchtigt es das moderne Gesamtbild des Mazda Tribute.

Die exakt arbeitende Zahnstangenlenkung mit drehzahlabhängiger Servo-Unterstützung arbeitet in allen Situationen zielgenau. Lenkgetriebe und Übersetzung sind präzise abgestimmt, um on- und off-road jederzeit guten Kontakt zur Fahrbahn zu vermitteln. Spezielle Lager reduzieren zudem die Vibrationen.

In der neuen Modellgeneration arbeiten serienmässig Scheibenbremsen an allen vier Rädern (Durchmesser 303 mm vorne, 302 mm hinten). Die Standfestigkeit der Bremsen wurde durch neue Bremskolben und –leitungen verbessert, die überdies die Service-Intervalle verlängern und dadurch die Betriebskosten senken. Neu ist auch das Anti-Blockier-System (ABS) mit mechanischem Bremsassistenten in allen Modellvarianten.

Verbesserungen betreffen auch die passive Sicherheit. Zweistufen-Airbags für Fahrer und Beifahrer sind nun serien-mässig an Bord, der Beifahrer-Airbag ist mit einer Sitzbelegungserkennung gekoppelt. Die bisherigen Seitenairbags wurden durch serienmässige Kopf-Schulter-Airbags ersetzt. Der Mittelsitz in der hinteren Reihe verfügt nun ebenfalls über einen Dreipunkt-Gurt. Zusätzlich wurde die Rückenlehne verstärkt und besser im Fahrzeugboden und den Seitenwänden verankert, um das Eindringen von Gepäck im Falle eines Frontalaufpralls wirksam zu verhindern.

Ob sich auch die Preise für den Mazda Tribute mit dem Facelift verändert haben, ist derzeit noch nicht bekannt. Eine Liste mit technische Daten können Sie unten downloaden.

Mazda im Internet: [ MAZDA.DE ]
Technische Daten (PDF): [ DOWNLOAD ]
Preisliste (als PDF): In Kürze

Text: H. Schekahn, Fotos: Mazda










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