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Der Mitsubishi L200 möchte
weiterhin das bleiben, was er in Deutschland ist: Der "Golf
unter den Pickups", ein Bestseller. Immerhin konnten die
Japaner hierzulande bisher fast 42.000 der Lastesel auf vier
Rädern verkaufen, der neue soll es immerhin auf runde 4.000
Einheiten pro Jahr bringen. Gelingen soll dies vor allem über
ein frisches Design und zahlreiche Varianten. SUT - "Sports
Utility Truck" nennen die Japaner ihre Kreation neumodisch.
Seit dem 25. März 2006 steht der L200 zu Preisen ab 21.990
Euro bei den Händlern.
Für
den "Startpreis" erhalten Kunden die Einzelkabine mit
zwei Sitzplätzen und einer Ladefläche von 2,20 Metern
Länge - somit dürfte der L200 wieder vor allem als
Nutzfahrzeug zum Einsatz kommen. Zusätzlich bietet Mitsubishi
mit dem "Club Cab" eine Variante, die zwei vollwertige
Sitzplätze und zwei Notsitze offeriert und in Verbindung
mit der besseren Ausstattung "Invite" mindestens 24.690
Euro kostet. Fünf vollwertige Sitzplätze in der Doppelkabine
schlagen mit mindestens 26.190 Euro zu Buche. Immer an Bord:
Der Allradantrieb "Super Select", zwei Airbags, eine
fernbedienbare Zentralverriegelung und ein 2,5-Liter Turbodiesel
mit Common-Rail-Technik, der 100 kW/136 PS und 314 Newtonmeter
Drehmoment mobilisiert. Eine stärkere Variante mit 123 kW/167
PS und 402 Nm folgt im Sommer 2006.

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Entgegen dem Hauptkonkurrenten
Nissan Navara verändert sich der neue L200 in der Länge
und Breite kaum: Er ist nach wie vor rund fünf Meter lang,
der Radstand beträgt drei Meter. Es ist viel mehr das gewagte,
sportliche Design, das neue Kunden locken soll. Und das ist durchaus
gelungen. Die Optik wurde dem "Familiengesicht" angepasst,
die Runden wurden ganz gemäss dem Dakar-Vorbild "Pajero
Evolution" sportlicher gezeichnet.

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Innen erinnert wenig an
ein Nutzfahrzeug, die Instrumente wurden familienintern beim
Renault Grandis entliehen. Kritik verdient allerdings die Sitzposition,
die wegen des flachen Gestühls wenig Unterstützung
für lange Beine bringt. Ansonsten fährt sich der Zweitonner
fast wie ein Pkw. Der Platz für die Passagiere ist merklich
gewachsen, auch wenn das zu
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Lasten der Ladefläche
geht. An den Blattfedern hinten hat Mitsubishi festgehalten,
der Komfort ist trotzdem ordentlich.
Die
Fahrleistungen sind mit einer Höchstgeschwindigkeit von
167 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 14,6
Sekunden recht flott und Mitsubishi zufolge die besten in dieser
Klasse. Der kleinste Wendekreis in diesem

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Segment von 11,8 Metern
lässt Parkhäuser ihren Schrecken verlieren. Dass der
L200 längst nicht nur ein Lastesel sein soll, zeigt auf
die Ausstattungsliste.
Bei der
Linie "Invite" ist unter anderem eine Klimaanlage mit
an Bord, die Topvariante "Intense" offeriert zusätzlich
Annehmlichkeiten wie 17-Zoll-Leichtme-tallfelgen, ESP und Traktionskontrolle,
elektrische Fensterheber, ein CD-Radio mit MP3-Player, reichlich
Chrom oder eine elektrisch versenkbare Heckscheibe. So ausgestattet
kostet das Fahrzeug 28.990 Euro. Auf Wusch ist reichlich Zubehör
lieferbar, unter anderem verschiedene Hardtops, Schienensysteme
oder Auffahrrampen. Durch zusätzliche Pakete lässt
sich der L200 zum rollenden Luxus-Laster aufrüsten. Eine
Automatik ist für 1.450 Euro Aufpreis im Programm.

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Als Transporter behielt
der neue Pickup seine Qualitäten. 1.000 Kilo Nutzlast sind
möglich, bis zu 2,7 Tonnen Anhängelast sind ordentlich.
Die Wartungsintervalle wurden deutlich verlängert (jetzt
20.000 Kilometer), die Garantie gegen Durchrostung beträgt
jetzt zwölf statt vorher bescheidene sechs Jahre. Ab Sommer
2006 ist ein Russpartikelfilter für etwa 650 Euro erhältlich.

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Das Alles soll Kunden locken,
die neben dem Nutzwert auch immer die Kosten im Blick haben.
Derzeit ist allerdings nur die Einzelkabine als Lkw eingestuft,
die anderen Karosserievarianten werden als Pkw besteuert und
sind deshalb nicht billig. Trotzdem hoffen die Japaner auf einen
Trend bei den Pickups in Deutschland.
Mitsubishi
im Internet: [ LINK
]
Text: St. Bähnisch, H.
Schekahn Fotos: Mitsubishi Motors

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