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Dakar 2006: Ellen Lohr schafft es Gesamt auf Position 33




"Heute ging es nur darum, durchzukommen, das Auto heile zu lassen und die Position zu halten", bilanzierte Ellen Lohr am Nachmittag der fünften Etappe der Dakar-Rallye. "Die Prüfung war so steinig und hart, das ging brutal aufs Material. Aber ausser einem Reifenschaden kurz vor Ende der Sonderprüfung ist nichts passiert." Dabei machte die Deutsche nach dem grossen Tabellensprung vom gestrigen Tag (von 67 auf 39) auch bei der fünften Etappe erneut Plätze gut. Als 31. der 350 Kilometer langen Sonderprüfung werden Ellen Lohr und Detlef Ruf im M-Klasse-Prototypen nun auf Rang 33 der Gesamtwertung geführt. Auch die Unimog-Besatzung hat im Truck-Wettbewerb bereits am gestrigen Tag einen grossen Sprung nach vorne gemacht.

Die fünfte Etappe von der marokkanischen Wüstenstadt Quarzazate nach Tan Tan zählte mit insgesamt 819 Kilometern zu den drei längsten der Dakar 2006. Ellen Lohr und Detlef Ruf waren - nach einer kalten Nacht im Biwak - morgens um 6.00 Uhr aufgebrochen und erreichten den Serviceplatz in Tan Tan am späten Nachmittag.

Zur nächsten Station bricht der Rally-Tross noch früher auf: Bereits um 3.19 Uhr, also mitten in der Nacht von 4. auf 5. Januar, starten die Autos zur sechsten Etappe, die zunächst über 336 Kilometer von Marokko nach Mauretanien führt. Dort beginnt dann um halb zehn die Sonderprüfung - und die ist 444 Kilometer lang und führt tief in die Sahara. Anders als sonst wird die Serviceflotte von Mercedes-Benz - und alle anderen Serviceautos auch - erst nach den Wettbewerbsautos das nächste Biwak im mauretanischen Zouerat erreichen.

Ellen Lohr: "Morgen wird ein ganz entscheidender Tag, an dem man viel gewinnen und alles verlieren kann. Er beginnt nochmals mit steinigem Untergrund, dann folgen Sand und eine etwa 60 Kilometer lange Dünenstrecke. Auf dieser Route haben sich vor zwei Jahren sehr viele Teilnehmer verfahren oder sind im Sand stecken geblieben. Am Ende kommt Kamelgras. Das sind bewachsene Erdhügel, die harmlos aussehen; aber manchmal so hart sind, dass man sich leicht das Auto beschädigen kann. Die Prüfung bietet also schlicht alles. Ich hoffe, dass man dort auch überholen und ein gutes Rennen fahren kann, ohne wieder ewig in den Staubwolken von Vorausfahrenden fest zu hängen. Es wird in jedem Fall ein unglaublich spannender Tag morgen - und ein anstrengender, wenn man mitten in der Nacht aufbrechen muss, um dann erstmal über 300 Kilometer bis zum Sonderprüfungsstart in tiefer Nacht zurückzulegen. Aber Detlef und ich fühlen uns topfit."

Artikel vom 04.01.2006, Autor: Dakar-Live-Team/Lohr PR


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