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Dakar 2006: Carlos Sainz: Dankeschön für die gute Arbeit




Die engen Passagen der heutigen Strecke sollten fast alle VW-Fahrer heute zu spüren bekommen - und im Anschluss den Mechanikern ein wenig Mehr-Arbeit bescheren. Aber die Technik hielt, und das ist das Wichtigste. "Wir haben uns vorne links eine Felge zerstört" berichtet Franzose Bruno Saby, heute Letzter der Volkswagen-Truppe. "Leider bekam ich sie nicht auf Anhieb ab und habe schliesslich sogar Steine zu Hilfe genommen, um sie zu lösen. Dadurch haben wir auf einer ohnehin anspruchsvollen Etappe viel Zeit verloren."

Gerummst hat es heute auch bei Jutta Kleinschmidt, Giniel de Villiers und Mark Miller, wenn auch unterschiedlich stark. "Die Navigation war heute sehr schwierig, wir haben etwa fünf Mal richtig gesucht, weil das Roadbook sehr ungenau war. Mit dem Heck habe ich ein Hindernis leicht berührt und dabei einen Teil der Verkleidung abgerissen - aber die Technik blieb intakt" berichtet Kleinschmidt am Abend. Mark Miller fuhr sich nur einen Aussenspiegel ab, Giniel de Villiers landete hingegen im Graben: "Das war ärgerlich, aber zum Glück ist dabei nichts weiter passiert. Die Strecken sind jetzt viel enger, und man muss über die gesamte Distanz sehr konzentriert fahren" berichtet der Süd-Afikaner.

Gross war die Freude heute bei dem Spanier Carlos Sainz, der erneut einen Etappensieg für das VW-Team erringen konnte: "Ein riesiges Dankeschön an die Mechaniker, die in der vergangenen Nacht den Motor revidiert haben, der am Tag zuvor zu heiss geworden war. Der Tagessieg ist mein Dankeschön für die gute Arbeit, denn der Race Touareg lief erneut wie eine Eins."

Auf dem 333 Kilometer langen Teilstück von Kiffa nach Kayes setzte sich der Spanier mit über vier Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Nani Roma (Mitsubishi) durch. Mit dem vierten Etappensieg hat Volkswagen in der Statistik mit Mitsubishi gleichgezogen. Giniel de Villiers wahrte als bester Volkswagen Pilot nach 6155 gefahrenen Kilometern den dritten Gesamtrang und liegt nun 23.13 Minuten hinter dem zweitplazierten Luc Alphand, der durch einen Ausritt 35 Minuten einbüsste. Jutta Kleinschmidt belegt weiterhin Platz fünf, Mark Miller ist Sechster.

Motorsport-Direktor Kris Nissen ist entsprechend auch wieder gut gelaunt: "Das war ein guter Tag für Volkswagen. Carlos hat den vierten Etappensieg eingefahren und damit einmal mehr das Potenzial des Race Touareg 2 gezeigt. Giniel de Villiers behauptet sich auf Platz drei. Dahinter bleibt es spannend. Am Race Touareg von Carlos Sainz wurde nach der neunten Etappe der Motor revidiert. Wegen eines Lüfterdefektes war der Motor überhitzt - das hat Carlos zudem den möglichen Etappensieg gekostet."

Artikel vom 10.01.2006, Autor: Dakar-Live-Team/hs


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