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Die Geschichte der Dakar



In den späten 70er Jahren wurden mehrere Abenteuerrallys im Nordwesten Afrikas abgehalten. An einer dieser Veranstaltungen, der "Abidjan-Nice Rally", nahm der Franzose Thierry Sabine 1977 teil und verunglückte dabei mit dem Motorrad. Tagelang sass er in den Dünen fest, schaffte es nach langer Zeit dann aber irgendwie wieder zurück nach Frankreich.

Danach liess ihn die Idee, eine eigene Marathonrally mit professioneller Organisation zu schaffen, nicht mehr los. Die Rally sollte in Europa starten und in Afrika enden - daraus entstand 1978 die "Rally Paris-Dakar", die am 26. Dezember in Paris startete. Sie




führte quer durch Algerien, Niger und Mali, um am 14 Januar schliesslich in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zu enden. Von 170 Teilnehmern - darunter 90 Motorräder - schafften es gerade einmal 74 bis ins Ziel.

Damals gab es noch keine Fahrzeugklassen - und so konnte nahezu jedes Fahrzeug an der Rally teilnehmen. Und so kam es, das neben Offroadern vor allem zweiradangetriebene und historische PKW das Feld dominierten. Die Rally galt weniger einer Motorsportveranstaltung und eher einer Abenteuertour.




Die Rally wurde zur Bühne ehemaliger Formel 1 Fahrer, vieler Prominenter oder Mitgliedern diverser Adelsfamilien. 1981 schliesslich wurde die Paris-Dakar - die damals ausschliesslich von Paris über Algier nach Dakar führte - von der FIA-Vorgängerorganisation FISA zertifiziert und zu einer "echten" Motorsportveranstaltung. Im Zuge dessen kamen auch die ersten Werksteams zur Paris-Dakar.

1986 wurde im doppelten Sinne ein besonderes Jahr für die Dakar: Mit 15.000 Kilometern Strecke war die achte Ausgabe der Dakar die bis heute Längste. Zudem wurde das Jahr durch einen Unfall überschattet, der die Zukunft der Veranstaltung extrem verändern sollte. Gründer und Veranstalter Thierry Sabine stürzte mit einem Organisations-Hubschrauber ab und kam dabei ums Leben. Sabines Veranstalter-Firma TSO (Thierry Sabine Organisation) beschloss, die Paris-Dakar weiterzuführen. Die Geschäfte übernahm zunächst Thierrys Vater, Gilbert Sabine - im eigentlichen Leben ein Zahnarzt.

Gilbert Sabine führte die Geschicke bis 1993 und verkaufte die Paris-Dakar schliesslich an die französische Amaury Sport Organisation, Veranstalter der "Tour de France" und Herausgeber der grössten Sportzeitung "L´Equipe". 1995 startete die Paris-Dakar erstmals nicht mehr in Paris, sondern im spanischen Granada. Abweichende Startorte folgten, so das die Rally bald darauf ihren urprünglichen Namen verlor und fortan nur noch "Dakar" genannt wurde.

Bis heute wechselt die Dakar ständig den Startort. So begann die Dakar 2003 in Marseille, die Dakar 2004 in Clermont-Ferrand (beide Frankreich), 2005 ging es mit Barcelona wieder nach Spanien.


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