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 24H GORM Schwerin: Teamreport Walcher "Lief alles andere als geschmiert".
Teamreport Walcher Racing (Porsche Cayenne - von Markus Walcher Selten war die Vorbereitung auf ein Rennen so entspannt: Seit März hatten wir Zeit, unser Fahrzeug für den Einsatz beim 24-Stunden-Rennen vorzubereiten, da wir seither keine Veranstaltung mehr gefahren sind.
Und trotzdem, der Fehlerteufel kannte keine Gnade: Während unsere Bremsleuchten auf dem Weg zur technischen Abnahme noch brav ihren Dienst verrichteten, quittierten sie diesen pünktlich zur Kontrolle. Schon während der Abnahme kam so ein wenig Hektik auf und wir mussten binnen drei Stunden einen neuen Bremslichtschalter besorgen, da unser Versprechen, während des Rennens nicht zu bremsen, durch die Kommissare nicht so glaubhaft entgegengenommen wurde.
Kaum zurück von der Einführungsrunde trieb uns ein Knarzen des linken vorderen Federbeines Sorgenfalten auf die Stirn. Ein Federteller war in falscher Richtung verbaut. Wir mussten also das Federbein ausbauen, zerlegen, und richtig herum wieder zusammenbauen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir allerdings noch der festen Überzeugung, wir würden nur vorschrauben, um dafür während des Rennens das Werkzeug ruhen zu lassen.
Der Prolog verlief nach so viel geleisteter Arbeit unspektakulär und der Freitag Abend hielt keine weiteren Strapazen für uns bereit.
Am Samstag wurde dann nach einem Showstart im Herzen Schwerins pünktlich um 14:00 Uhr die 24-Stunden-Hetzjagd auf dem 17 Kilometer langen Schweriner Offroad-Runkurs gestartet. Unsere erste, zweistündige Fahrerschicht verlief erneut ohne Zwischenfälle, anschliessend wurde das Fahrzeug in der Box kurz gecheckt und die Besatzung gewechselt.
Nach weiteren drei Stunden brachte dann allerdings ein Leck im Kühler unseren guten Vorsatz, ohne Reparaturen durchzufahren, zum Platzen. Nach einer einstündigen Reparatur ging es zurück auf die Strecke, wo sich die Sichtbedingungen durch viel Staub und die tiefstehende Sonne gravierend verschlechtert hatten.
Bereits eine Runde später wurde uns diese Schwierigkeit dann zum Verhängnis: Geblendet von der Sonne übersahen wir eine tiefe Welle auf der Strecke, schlugen mit der Front ein und zerstörten uns durch den heftigen Aufprall Teile der Ölführung.
Wie schon gesagt, es lief alles andere als geschmiert. Die einen drehten ihre Runden, wir mal wieder die Schraubenschlüssel! Insgesamt sechs Stunden und eine gehörige Portion Improvisationstalent kosteten uns die aufwändigen Arbeiten, die wir wohl ohne die tatkräftige Mithilfe von Lee Amthor und dem GORM-Servicemobil kaum geschafft hätten. Hierfür nochmals besten Dank!
Um vier Uhr morgens konnten wir unsere Fahrt, sichtlich geplättet durch die Reparaturen, fortsetzen, während die zweite Fahrerschicht sich ein paar Stunden im Zelt erholen konnte. Anschliessend wurde wieder durchgetauscht. Wir waren so fertig, dass wir in unseren Zelten sofort tief einschliefen, obwohl diese nur wenige Meter neben der extrem lauten Rennstrecke platziert waren.
Dennoch konnten wir am Sonntag Nachmittag um 14:00 Uhr die Ziellinie auf dem 6. Platz von 9 Teilnehmern in unserer Klasse überqueren um dann erneut festzustellen: Egal, wie gross die Strapazen waren, es war mal wieder ein geiles Wochenende.
An dieser Stelle möchten wir auch nochmal allen an der Organisation beteiligten unseren Dank aussprechen, Ihr habt grossartiges geleistet, es war eine absolut gelungene Veranstaltung!
2011/08/26 | 18:04 CET | ARTICLE: MR/SY/WALCHER


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