Allgemeine News vor dem Rallystart

Tag 1) SA, Showprolog & Festival in Dresden

Tag 2) SO, 1. Etappe Dresden-Tropical Islands

Tag 3) MO, 2. Etappe Tropical Islands - Zagan

Tag 4) DI, 3. Etappe Rundkurs Zagan

Tag 5) MI, 4. Etappe "Hannibal" 580 km

Tag 6) DO, 5. Etappe Rundkurs Recz

Tag 7) FR, 6. Etappe Rundkurs Drawsko

Tag 8) SA, 7. Etappe - Abschlussetappe

Rückblende - Alle Reports aus 2007

















REPORT: GORM auf der Breslau - Fairness-Skandal für ein Team.






Im Rahmen der ersten und zweiten Etappe wird in diesem Jahr der 2. Lauf der GORM (German Offroad Masters) ausgetragen. Für die Teilnehmer gab es zwei Möglichkeiten - GORM mit Breslau und GORM ohne Breslau. Alle Fahrzeuge, die nur die GORM fahren, starteten heute geschlossen nach dem letzten Breslau-Pkw Teilnehmer. "Ich bin mal gespannt, ob man Unterschiede zwischen reinen GORM- und Breslau-Teilnehmern sieht" freute sich spitzbübig Breslau-Veranstalter Klaus Leihener.

Man sah sie. Zwar nicht bei einigen Teilnehmern, aber wenn, dann deutlich. Zwar gaben die GORM-Teilnehmer genauso Gas wie die "Breslauer", aber die harte Strecke war schwieriger für die zumeist nur auf Speed konzipierten Rallyautos. So kippte ein Mercedes G in einer Senke um, ein nachfolgender Toyota rammte ihn während der Bergung (obwohl gelbe Fahnen geschwungen wurden).

Dennoch - oder gerade deswegen machte die "GORM auf der Breslau" ordentlich Gaudi - dafür sorgten auch die superschnellen Borossi-Buggys, die quasi "durch die Strecke" flogen und sich im Schlammloch jedesmal versenkten. Einen Buggy erwischte es hart - er riss sich gleich ein ganzes Rad ab.

Doch ein unsportlicher Skandal überschattete den GORM-Lauf. Die Teams "G-Shock/marathonrally.com" von Mario Humme und Andrejs Lazdins und "Taubenreuther" lieferten sich ein spannendes Duell, Team "G-Shock" führte. Das gefiel Taubenreuther anscheinend nicht. Man gab richtig Gas - bis man sich verbremste und heftig auf den G-Shock-Toyota aufprallte. Ein Unfall - kann passieren.

Was dann folgte, ist kaum erklärbar. Im Schlammloch blieb der G-Shock Toyota vor Taubenreuther stecken - Taubenreuther rammte ihn erneut mit voller Wucht. Nicht nur einmal, sondern mehrfach - jedesmal mit Vollgas und offensichtlicher Absicht.

Wie von Sinnen versuchte man nun, an der Seite vorbeizukommen. Das war (ohne Schäden) ebenfalls unmöglich und so rammte Taubenreuther den G-Shock-Toyota erneut. Beim zweiten Versuch (!) rutschte man weg und drohte in die Zuschauer zu fahren. Das reichte den Kulmbachern immer noch nicht, mit brutaler Gewalt drückte man sich an Humme/Laszdins vorbei. Dabei beschädigte man nicht nur den G-Shock-Toyota mehr und mehr, sondern zerdrückte sich auch die komplette Seite des eigenen Fahrzeuges.

Was sich beim Publikum abspielte, war pure Empörung. Taubenreuther wurde ausgepfiffen, hunderte Menschen protestierten mit Buh-Rufen und ausgestrecktem Mittelfinger, forderten die sofortige Disqualifikation des Teams. Als Taubenreuther dann fast in die Zuschauer driftete, schlug die Stimmung um - erste Gegenstände wurden auf den wie von Sinnen fahrenden Toyota geworfen.

Fassungslosigkeit in allen Ecken. Ein derart heftiges Verhalten hatte noch kaum einer erlebt. Eine Erklärung gab es nicht, nur Mutmassungen. Zudem handelte es bei dem "Attacke-Team" nicht um einen "wirren Neuling", sondern um den führenden Ausstatter für Offroad-Zubehör.

Nachdem eine Disqualifikation unausweichlich wurde, zog Fahrer Axel Taubenreuther die Notbremse und kündigte den Rückzug aus der Veranstaltung an. Am Abend entschuldigte sich Taubenreuther bei Mario Humme und Andrejs Lazdins und bot an, den kompletten Schaden zu ersetzen - zumindest ein Angebot der Wiedergutmachung. Den "G-Shock-Toyota" hat es nach einer ersten Sichtung hart getroffen: Heck eingedrückt, Seite eingedrückt, C-Säule krumm, Rahmen gestaucht. Dennoch ist der Toyota fahrbereit und wird das Rennen am Sonntag fortsetzen.

Am Sonntag wird die GORM erneut innerhalb der Breslau-Etappe gefahren - dabei allerdings nicht nach den Teilnehmern, sondern mitten drin...es zählt die bei der heutigen Etappe gefahrene Gesamtzeit.

Artikel vom 29.06.2008 I 01:02 I Autor: marathonrally.com/hs







REPORT: Action und tausende Zuschauer beim neuen Prolog.










Am frühen Abend ist der Prolog der 14. Dresden Breslau Rally auf dem Messegelände beendet worden. Die aktuellen Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor. Über Tage hinweg hatten die Veranstalter mit Baggern und anderem schweren Gerät aus einer Wiese einen spannenden Parcours gebaut. Darunter einige Steilkurven, fiese Verschränkungsstrecken, Hügel, ein Schlammloch. Als Gag ging es zudem mitten zwischen und durch einige Messehallen - der Prolog war gegenüber dem Vorjahr wesentlich länger.

Drei Runden musste jeder Teilnehmer bewältigen, dabei mussten jedesmal zwei CPs angefahren werden. Interessant war der Prolog nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die zahlreichen Zuschauer. Über einen längeren Zeitraum hatte man den Event in Dresden beworben, entsprechend viele Zuschauer kamen.

Die Motorradfahrer hatten es teilweise schwer. Die ausgebuddelten Löcher waren noch frisch, die Kanten hart. Viel Pech hatte die "Damen-Matadorin" Christina Meier, die nach einem Sturz lange in einem tiefen Loch festhing und nicht mehr aus eigener Kraft herauskam. Dadurch ging ihr "die Puste aus" und sie bekam die Yamaha nicht mehr angekickt. "Zu allem Überfluss lief die Maschine nicht rund, aber das haben wir für die erste Etappe in den Griff bekommen. Die Unterstützung durch die Anfeuerungen der Zuschauer war super" erklärt Meier.

Hart war es auch für die Quads, es gab gleich mehrere Umkipper und einen Überschlag - zum Glück ohne nennenswerte Verletzungen. "Die Strecke war sehr schön und im Vergleich zum Vorjahr wesentlich knackiger" berichtet Quadpilot Ralf Ruckstuhl (Suzuki King Quad). "Die Strecke war länger und breiter, vom Abspruch wirklich gut. Vor allem musste man dadurch nie lange warten. Schwierig war jedoch das Schlammloch, in dem fast jedes Quad hochgewinscht werden musste."

Auch seinem Teamkollegen Sebastian Mandler (Grizzly 660) gefiel der Parcours: "Nur geil, hat einen Riesenspass gemacht. Die Strecke war spürbar für mehr Teilnehmer ausgelegt, man konnte an einigen Stellen mal richtig Gas geben."

Die Action ging mit den Pkw weiter. Gleich in der ersten Runde legte sich die führende "Lila Q" (ein extrem umgebauter Mercedes G) auf´s Dach, zahlreiche Umfaller und Auffahrunfälle folgten. Aber auch hier blieb es nur bei Blechschaden. Starke Unterschiede gab es wie immer unter den Teilnehmern. Während der eine schnell und schmerzfrei durch die Strecke fuhr, taten sich andere teils unglaublich schwer.

"Wir sind an 32. Position gestartet und hatten es einfacher, weil die Strecke schon ein wenig rundgefahren war" berichtet Stephan Stensky, gemeinsam mit seinem Vater in einem Mercedes G unterwegs. "An einer Stelle führte die Strecke über einen kleinen Mauervorsprung, der mit jedem Auto weiter aufbröselte. Wir waren ein wenig schnell und haben uns die vordere Stosstange abgerissen, aber sonst war der Prolog super."

Selbst zwei Unimogs starteten zum Erstaunen der Zuschauer zwischen den Pkw. "Die sind so leicht, die gelten als Pkw" erklärte Streckensprecher und "Lkw-Guru" Klaus Kessler. Für Aufsehen sorgten vor allem einige "Monster"-Jeeps von einigen polnischen Teams, die ihre Fahrzeuge aufwändig und in gleicher Optik aufgebaut hatten. Da staunte sogar Orga-Chef Franz Aigner - und war wie viele verwirrt: "Der ist doch jetzt schon das fünfte mal durchgefahren" wunderte er sich - so stark ähnelten sich die Fahrzeuge.

Lautester Renner im Feld war ein Proto-"Madmax"-Buggy aus Polen, der einen krawalligen V8-Motor aus einer Corvette verbaut hatte und nur so über die Strecke flog. "Habt Ihr den gesehen" jubelten die Zuschauer - Rund um Runde präsentierte er eine erstklassige Show.

Bei den Trucks lief es überwiegend reibungslos, lediglich ein Truck schoss über das Ziel hinaus und driftete aus einer Kurve. Das war allerdings nicht Thorsten Holz aus Salzgitter, der mit einem MAN Kat 3-Achse dabei ist - auch wenn er einige Teilnehmer aufhielt. "Das ist mir schon peinlich, tut mir leid für die Kollegen" grinst Holz. "Ich habe am Start Vollgas gegeben und alle überholt, um mich dann in der ersten Steilkurve voll zu verrammeln. Die Kurve war eng und ausgefahren, zudem konnte man leicht kippen. Ich bin mit der Hinterachse hängengeblieben, hat ein wenig gedauert."

Auch in der zweiten Runde blieb er hängen, in der Dritten klappte es: "Ich bin einfach anders reingefahren, auch wenn mir das erst als Blödsinn erschien - aber es war der richtige Weg. Allgemein hat der Prolog mordmässig Spass gemacht, vor allem in den Hallen."

Am Abend startet gegen 22:00 Uhr die "Hella Speednight", ein "Viertelmeilen-Rennen" unter Flutlicht. Die Speednight ist offen für Jedermann mit einem Geländewagen - zusätzlich gibt es für die Gewinner jeweils Extrapunkte für die GORM.

Am Sonntag startet die 14. Dresden Breslau offiziell mit dem Showstart in den Innenstadt von Dresden, prominenter Starter ist Rallylegende Walter Röhrl. Im Anschluss geht es in eine Überführung zum "Tropical Islands" nahe Berlin, wo am Nachmittag die 1. Etappe startet.

Artikel vom 28.06.2008, Artikel: Dresden-Breslau Liveteam







TEAMREPORT: Team "Point S" - Klaus und Jens nach dem Prolog


Nach der genialen Marathonrally-Party auf dem Messegelände (wir haben mit einigen Anderen den Platz gegen 3:30 Uhr als Letzte verlassen) haben intensive 3 Stunden Schlaf (Klaus hat draussen geschlafen) geholfen, damit wir fit für den anstehenden Prolog waren. Die Prologstrecke machte am Morgen einen erschreckenden Eindruck, so dass wir schon fast "kneifen" wollten - wir wollten Klaus' "Point S" Land Cruiser nicht unnötig gleich zu Anfang beschädigen.

Die ersten Starter mussten wirklich leiden. Wir haben dank unserer späten "Spontan-Anmeldung" die komfortable Startnummer 247 - somit haben 240 Fahrzeuge vor uns schon gute Arbeit im Entschärfen der Strecke geleistet. Allerdings waren die Schlüsselstellen immer noch mit grosser Vorsicht zu durchfahren.

Jedes Fahrzeug startete mit drei weiteren Mitstreitern in den Prolog, drei Runden mussten gefahren werden. Die erste Runde fuhren wir an zweiter Stelle in die erste Steilkurve. Klaus fühlte sich gleich wohl im dem Gelände und konnte somit locker an dem Franzosen vor uns dranbleiben. Nach einem heftigen Verschränkungsstück setzten wir vorne rechts hart auf - dadurch "lernte" Klaus, wie er die Hindernisse anfahren durfte. Schliesslich wurde unser Rally-Toyota erst kurz vor der Rally fertig, viel Zeit zum Testen blieb da nicht.

Erstes und einziges Problem war für uns die Wasserloch-Durchfahrt, da wir beim Ausfahren nicht genügend Schwung hatten und in der tiefen Spur festhingen. Allerdings ging es noch rückwärts und der zweite Versuch wurde dann mit grossem Gejohle von den vielen Zuschauern geschafft. Erneut setzten wir heftig auf dem matschig-felsigen Untergrund auf und Klaus bemerkte eine ungewohntes Fahrverhalten. Somit machten wir kurz Halt um die Reifen und die Lenkung kurz zu checken - alles im Lot, also weiter!

Mittlerweile hatte uns ein Unimog überholt, der aber kurz später sehr fair Platz machte, da er unseren Speed nicht mithalten konnte. Dann gab es noch eine Wartezeit vor dem Schlammloch, in dem es zu der unsportlichen "Situation" (siehe GORM-Bericht. D.Red.) gekommen war.

Endlich im Ziel mit einer (für unser Gefühl) guten Zeit - und am Ende Platz 114 in der Gesamtwertung ist für den Anfang ein sehr guter Einstand! Morgen geht es mit dem Showstart in Dresden weiter, dann Richtung Berlin zum Tropical Island, wo unsere erste Wertungsprüfung auf uns wartet.

Artikel vom 28.06.2008 I 23:16 I Autor: Jens und Klaus / hs







TEAMREPORT: Kabel Eins Casting-Team gut durch den Prolog


Was für ein Hammereinstieg! Gestern noch Zuschauer, heute mittendrin. Typischer Anfängerfehler: Erst ewig viel Zeit gehabt zum Warten und dann "huschihusch" fast den Start verpasst. Zum mentalen Vorbereiten blieb da keine Zeit. Kalte Dusche par excellence.

Das Fahren selber war super, erst mal hinterhergefahren und die anderen beobachtet und dann selbst mal ein bisschen aufs Gas gestiegen. Im ersten Schlammloch hängen geblieben, weil zu langsam: Alle 4 Räder in der Luft, nix ging mehr. Iris durfte zum ersten mal Winchen. Hat wunderbar geklappt, etwas Zeit gekostet, aber egal ging ja um nix (Prolog: nur Festlegung der Startreihenfolge). Am Ende Platz 121 von fast 200 Fahrern. Toller Tag!

Artikel vom 28.06.2008 I Autor: M. Bemmer



















Copyright 2007 - 2008I marathonrally.com Germany I This is not the official dresden-breslau website I For the imprint and more informations click on "Infos"-button