Allgemeine News vor dem Rallystart

Tag 1) SA, Showprolog & Festival in Dresden

Tag 2) SO, 1. Etappe Dresden-Tropical Islands

Tag 3) MO, 2. Etappe Tropical Islands - Zagan

Tag 4) DI, 3. Etappe Rundkurs Zagan

Tag 5) MI, 4. Etappe "Hannibal" 580 km

Tag 6) DO, 5. Etappe Rundkurs Recz

Tag 7) FR, 6. Etappe Rundkurs Drawsko

Tag 8) SA, 7. Etappe - Abschlussetappe

Rückblende - Alle Reports aus 2007

















REPORT: Eine dritte Etappe mit viel Speed und noch mehr Staub.


Einen Tag vor der 580 Kilometer langen "Hannibal"-Marathonetappe am Mittwoch wollten die Veranstalter den Teilnehmern noch einmal "etwas Gutes tun" und arbeiteten eine schnelle und vor allem schöne dritte Etappe durch Waldlandschaften nahe der Stadt Zagan und der Neisse aus. Das Wetter tat sein Übriges: Durchgehend Sonnenschein und warme 25 Grad hebten die Stimmung.

Vorab: Die aktuellen Ergebnisse lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor, wir versuchen, diese nachzureichen. Die Ergebnisse der letzten Tage finden Sie mit Ausnahme der Gesamtwertung (liegt ebenfalls nicht vor) in der Rubrik "Results".

Der Dienstag begann mit einer interessanten Neuerung: Dem Showstart in der Innenstadt von Zagan mit einem City-Kurs über vier Kilometer. Mit grossem Aufwand hatte die Organisation mit Hilfe von Polizei und Militär einen Parcours mitten durch die Altstadt abgesteckt, viele Zuschauer staunten über das ungewöhnliche Treiben. Einige Teilnehmer trauten dem Kurs nicht ganz und fuhren eher manierlich durch die Stadt, andere traten das Gaspedal ganz durch und drifteten förmlich durch die Kurven.

Einen besonderen Gag hatte die Organisation dazu vorbereitet. In Absprache mit der örtlichen Polizei hatte man zum Ende des Stadtprologes eine mobile Blitzanlage aufgebaut und die Teilnehmer nicht informiert. Entsprechend sorgten sich einige Teilnehmer am Abend: "Mist, die haben mich mit 110 in der Stadt geblitzt" meint ein VW-Iltis Pilot. Am Abend klärte Veranstalter Klaus Leihener die Aktion auf: "Keine Sorge, alles ok" und präsentierte die Top 3 mit dem jeweiligen Foto. Der schnellste Truck wurde mit über 117 km/h erwischt, ein Pkw schaffte 141 km/h und ein Motorrad 128 km/h. Zu befürchten haben die Teilnehmer nichts, da die Strecke definitiv zur Wertung zählte.

Doch die eigentliche Wertungsprüfung lief weiter südlich ab. In drei Teilen sollten 174 Kilometer bewältigt werden - fast alles Waldstrecken, mal eng, mal weit, durchsetzt von langen und tiefen Sandfeldern. Schlammpassagen waren kaum dabei, von denen bekommen die Teilnehmer bis zum Samstag noch genug. Dennoch, zwei kleine Passagen entwickelten sich im Laufe des Tages und bremsten einige Teilnehmer aus.

Knifflig war zum Teil die Navigation. Gleich zwei CPs wurden gut versteckt: "Ich nehme an, das viele die heute nicht haben" berichtet René Pfister, der einen IFA-Lkw pilotiert. "Vor allem ein CP bei einer Kirche war sehr gut versteckt, die Spuren gingen alle falsch und man musste wirklich zweimal hinschauen." Er und seine IFA-Crew waren heute gezwungen Gas rausnehmen, nachdem ein kleiner Schaden am Renntruck entdeckt wurde. So nutzte man den Tag, um anderen Teilnehmern zu helfen und sich "ein wenig Freibier für den Abend zu verdienen". Sogar ein MAN Kat war zum Stolz der IFA-Crew dabei.

Auch bei den anderen Teilnehmern kam die Etappe gut an. "Hat mir heute sehr gefallen" berichtet Jens Mehlis, unterwegs mit einem ORC Mercedes G. "Eine schöne Abwechslung aus schnellen Strecken, Navigation, Gräben und ein wenig Wasser - ausser der Tatsache, das wir ein paar kleine Probleme hatten. Zuerst ist die Winde ausgefallen, dann hat eine Zündspule ihren Geist aufgegeben, somit sind wir nur noch mit vier Köpfen unterwegs gewesen. Cool war der Stadtprolog, endlich konnte man mal in einer Innenstadt richtig Gas geben."

Erneut Pech hatte heute der Vorjahressieger Hendrik Strasser, der bereits gestern in den Schlammlöchern viel Zeit verlor. Strasser pilotiert die berühmte "Lila Q", ein eigens für Trophy und Breslau umgebauter "Hardcore"-Toyota. "Wir sind als 17. gestartet, waren früh schon wieder an 2. oder 3. Stelle. Doch dann ist uns das vordere rechte Rad komplett mit der Radnarbe weggeflogen, dabei hat es auch die Bolzen abgeschlagen. Wir haben dann aus den anderen Achsen die Schrauben zusammengesammelt und sind dann weiter. Es hat uns ungefähr eine Viertelstunde gekostet, aber immerhin sind wir nicht ganz ausgefallen."

Die Strecke fand Strasser "nicht schlecht", die Navigation war gut und das Roadbook hat gestimmt, "hat echt Spass gemacht. Aber allgemein sind wir noch immer nicht so in Rallystimmung, wir haben geschraubt bis kurz vor der Rally und sind auch jetzt nur am Schrauben, da ist die Vorfreude ein wenig auf der Strecke geblieben."

Pech hatte auch "Breslau-Newbee" Malte Asmus, der mit einem Toyota Land Cruiser ins Rennen gegangen ist, der ansonsten eher auf Wüstenrallys eingesetzt wird. "Gestern platzte uns der Kühler, heute haben wir den Allradantrieb verloren. Wie es aussieht, können wir das nicht so schnell reparieren, daher hoffen wir, das wir irgendwie durch die morgige Etappe kommen. Vielleicht hilft uns der eine oder andere Lkw weiter. Heute ging es trotz fehlendem Allrad sehr gut, vielleicht lag das auch an unseren neuen Reifen, die sich bisher bestens bewährt haben." Kurz vor der Rally hatte Toyo Tires den Toyota neu ausgestattet, quasi als "Ultra-Test" für den neuen "Open Country Mud Terrain".

Wie wichtig die Reifen sind zeigte sich gleich zu Beginn der Strecke: "Ein Teil war Militärgebiet, an einer Stelle lag plötzlich Stacheldraht" berichtet Stephan Stensky, der mit seinem Vater in einem Mercedes G auf der Rally fährt. "Der Stacheldraht hat sich komplett um die Hinterachse gewickelt und wohl auch einen Reifen erwischt. auf jeden Fall mussten wir ihn später wechseln, was wieder Zeit gekostet hat."

Besonders glücklich mit ihrem neuen Auto sind "Offroad-Forum" Webmaster Andreas "Flashi" Pflug und Fahrer Patrick Wunsch. Sie haben sich vor der Rally einen Range Rover mit viel Mühe neu aufgebaut, dabei wurden sie mit Rat und Tat von der gesamten Forengemeinde begleitet. "Gestern haben wir drei Stossdämpfer von unserem Doppeldämpfersystem sowie ein Rad verloren" berichtet Andreas, "aber das ist verbessert worden und hält jetzt." Kurzfristig verbessert hat den Range ein professioneller Service, den die beiden in diesem Jahr gebucht haben. "Die Jungs sind klasse, machen sich Gedanken und einen guten Job. Die lassen uns auch nicht mitschrauben sondern bestehen darauf, das sie selbst schrauben. Wir hingegen sind ziemlich fertig, das liegt vor allem an dem vielen Staub. Ich hoffe, das der im Norden nachlässt" sagt Andreas.

Am Mittwoch startet das Highlight der 14. Dresden-Breslau, die sogenannte "Hannibal"-Etappe. Dabei geht es über 580 Kilometer in den Norden des Landes, laut Veranstalter Klaus Leihener sind auch einige neue Strecken dabei. Aus den Erfahrungen des Vorjahres - 2007 wurde die Marathonetappe zum ersten mal gefahren - werden die Teilnehmer frühestens am späten Abend erwartet, unter den Teilnehmern selbst spricht man schon von der "Nachtetappe".

Artikel vom 01.07.2008 I 20:05 Uhr







TEAMREPORT: Rally-Team MAN Gera/Rhino Team auf der dritten Etappe


Neues gibt es vom Rally-Team MAN Gera/Rhino zu berichten. Die dritte Etappe lief zumindest für den MAN Kat Dreiachser nicht so gut. 12 Kilometer hinter dem Showstart in Zagan hatte der MAN (Startnummer 318) keinen Vortrieb mehr. Nach kurzer technischer Durchsicht stellte die Besatzung fest, dass die Hauptantriebswelle zwischen Motor und Getriebe abgeschert ist. So musste der MAN die Etappe abbrechen und wurde durch die Organisation ins Camp geschleppt. Nach vielen Telefonaten konnten die Ersatzteile organisiert werden. Unser Service (Torsten, Michel, Matze und Schmaddel) konnte den erforderlichen Austausch der Teile in kurzer Zeit vornehmen. Dafür einen recht herzlichen Dank!

Hier ein kurzes Update unserer weiteren Trucks: IFA (Otti) 332: Die Etappe war in drei Einzeletappen aufgeteilt. "Otti" konnte die Etappen ohne weitere Probleme absolvieren. Highlight des Tages: Otti hat einen KAT aus dem Schlamm gezogen. IFA (Kai) 331: Kleines Pech: Das Roadbook fiel bei einer Schlammpassage in den Dreck... IFA 332 mit Otti konnte die beiden durch den Rest der Etappe lotsen. Unimog 336: Dank präzisem Roadbook stellte die Etappe für die Besatzung um Klaus und Christa keine größeren Probleme dar. Lediglich eine defekte Batterie musste am Abend ausgetauscht werden.

Morgen wird es ernst: Marathonetappe mit 400 km Wertungs- und 150 km Verbindungsetappe. Da mit ca. 20 Stunden Fahrzeit zu rechnen ist wird der Bericht am Freitag nachgeholt.

Die Ergebnisse von der dritten Etappe liegen noch nicht vor, nun aber die von der zweiten Etappe. Hier die Resultate unseres Teams (bei gestern 51 verbliebenen Lkw):

318 MAN KAT: Platz 12 LKW-Wertung
336 Unimog: Platz 20 LKW-Wertung
332 IFA Otti: Platz 25 LKW-Wertung
331 IFA Kai: Platz 26 LKW-Wertung

Artikel vom 01.07.2008 I 20:05 Uhr I Autor: MAN Gera/Rhino







TEAMREPORT: Klaus und Jens vom Team "Point S" auf der dritten Etappe


Heute gab es gleich drei Wertungsetappen und jede Stage hatte ihren speziellen Reiz. Natürlich gab es bei 26 Grad Aussentemperatur Staub im Überfluss und wir haben jetzt eine "Diesel/Staublunge".

Eine Überraschung in der 1. Stage war eine Sumpfpassage, die in einen Sandhang überging und fast alle Fahrzeuge zum Winschen oder Freiziehen gezwungen hat. Hier kamen bei uns die ersten Stresshomorne zum Vorschein, da ich (Jens) nicht schnell genug eine freie Matschstelle zum Winschen für Klaus gefunden habe - wie denn auch, wenn in allen Löchern "Mercedes G" hängen, die teilweise ohne Winsch unterwegs sind (sonst schaffen die ja gerne alles, aber hier waren wohl Grenzen gesetzt ;-)

Nachdem endlich ein Platz für uns frei war, zögerte Klaus für meinen Geschmack zu lange bei meinen Kommandos, so dass auch hier etwas Spannung aufgebaut wurde - aber letztlich wurde alles gut und wir meisterten die Passage.

Die anschliessende Verfolgungsjagd auf die Fahrzeuge, die uns an dieser Stelle mit einer unerlaubten Abkürzungsaktion überholt hatten, war dann ein eine echte Freude - wenn nicht immer der Staub wäre. Besonders die grossen Lkw sorgten für richtig Probleme, denn dahinter sieht man nullkommanix und man schluckt grammweise Staub. Zum Glück sind die meisten aber fair und machen Platz, wenn es geht.

Die zweite Etappe war ebenfalls spannungsgeladen, doch Klaus hat mir (teils widerwillig) gehorcht und somit haben wir an einigen Stellen einige Plätze gutmachen können.

Im dritten Abschnitt schwanden langsam die Kräfte und es gab zwei kritische Stellen, wo ich zugegeben Klaus zu früh bzw. zu spät in die Pampa geschickt habe ... doch mit einer beherzten Geländequerung waren wir dann schnell wieder auf Kurs. Auch hier hatten wir das Pech, gleich hinter zwei Lkw starten zu dürfen - die hatten wir dann fast den ganzen Rest der Etappe vor uns (mein Husten aufgrund des Staubes gleicht nun eher dem eines starken Rauchers).

Die Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber wir dürften einen kleinen Schritt nach vorne gemacht haben. Unser Toyota Land Cruiser hat prima gehalten, so das uns keine Schraubernacht bevorsteht.

Morgen geht es auf die Hannibal-Etappe, die durchschnillich über 20 Stunden dauern wird und über 500 km lang ist - mal sehen, wie wir unter diesen Extrembedingungen "funktionieren". Stress und Emotionen sind sicherlich dabei. Dann haben wir auch endlich einen Tripmaster, der uns hoffentlich das Navigieren erleichtern wird!

Artikel vom 01.07.2008 I 20:05 Uhr I Autor: Jens Eilert



















Copyright 2007 - 2008I marathonrally.com Germany I This is not the official dresden-breslau website I For the imprint and more informations click on "Infos"-button