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 Abu Dhabi DC: X-raid und Schlesser kämpfen, Zeitstrafen statt Motorsport
Die "Abu Dhabi Desert Challenge" zeichnet sich vor allem für die Autos und Trucks immer härter ab - die Veranstalter melden Ausfälle über Ausfälle, darunter leider auch die Tschechen Miroslav Zapletal und Tomas Ourednicek im "B-Auto" Mitsubishi L200.
Vom Pech verfolgt werden auch die russischen Kamaz und G-Force Proto. Während Boris Gadasin und das zweite Kundenauto in Italien noch glänzten, will es in Abu Dhabi einfach nicht laufen - 12:45 Stunden (!) Zeitstrafe für beide G-Force und schlechte Ergebnisse im Mittelfeld machen alle Chancen auf das Podium kaputt. Ebenso die Kamaz, beide erhielten 12 bzw. 15 Stunden Strafe, fahren nur langsam im Mittelfeld und kommen mit dem weichen Sand in Dubai nicht klar.
"Die Strecken hier sind nunmal hart, das ist Teil der Challenge" erklärte Veranstalter Mohammed Ben Sulayem zum weit auseinandergerissenen Starterfeld. "Viele Teilnehmer sagten mir, wie schwierig die Strecke war. Sie forderte ihren Tribut an Mensch und Maschine."
In der Tat scheint die diesjährige Ausgabe härter als bisher. An der Spitze kämpfen lediglich Leonid Novitskiy, Stéphane Peterhansel und Jean-Louis Schlesser um den Sieg, bereits dahinter wachsen die Abstände. Novitskiy übernahm mit einem Etappensieg am Dienstag die Gesamtwertung, liegt nun 4:57 Minuten vor Peterhansel und 15:09 Minuten vor Schlesser.
Erstaunlich: Auf Platz 4 folgt tatsächlich ein seriennaher T2. Der Dubai-Franzose Laurent Rosso profitierte vom Ausfall Zapletals, liegt nun mit 03:13:20 Stunden Rückstand hinter Schlesser. Sein Vater Joseph im baugleichen Nissan Dessoude Pathfinder ist mit Platz 7 und 05:35:33 Stunden Rückstand ebenfalls in den Top 10. Insgesamt vier T2 finden sich an der Spitze - das gibt es auf keiner anderen Rally.
Die aktuelle Abu Dhabi Desert Challenge wird somit überwiegend durch Zeitstrafen bestimmt, die vor allem verteilt werden, weil Vorgabezeiten für knapp drei Viertel der Teilnehmer nicht machbar sind.
Nur 9 von noch 29 Piloten sind ohne Strafe, der zehntplatzierte Libanese Fady Melki (Range Rover, +14:17:50) hat schon 07:30 Stunden "Bonus", den Zeitstrafenrekord hält der letztplatzierte Nizar Al Shanfari mit 94:15 Stunden.
Bei den Motorrädern führt der Spanier Marc Coma (KTM) vor dem Portugiesen Helder Rodrigues (Yamaha) und dem Polen Jakub Przygonski (KTM). Der in Dubai lebende Deutsche Tim Trenker liegt mit 54:45 Minuten Rückstand auf Platz 11.
2011/04/06 | 14:36 CET | ARTICLE: MR/SY


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