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 Albania Rally: Letzte Etappe - und ein krasses Abenteuer des Pkw-Führenden.
Es ist vollbracht: Am Freitag wurde die letzte Etappe von Vlora an der Südküste in die Hauptstadt Tirana gefahren - und es wurde nochmals richtig hart. 450 Kilometer, Start gegen 5:00 Uhr am morgen - und das nach dem zauberhaften Ruhetag direkt am Strand südlich von Vlora.
Die Strecke war nochmals in zwei Stages inklusive Überführung aufgeteilt. Zu Beginn führte der Weg über sehr schnelle Pisten, erneut steile Pfade an Abhängen und zuletzt knapp 40 (!) Kilometer durch ein Flussbett.
Wer die Sieger sind, steht aktuell noch nicht fest: Aber es hat sich auch am letzten Tag noch viel getan. Die einen hatten Pech, die anderen vefuhren sich lange und widerum Andere fielen durch Unfälle aus. Zwei Pkw überschlugen sich am letzten Tag und würfelten die Ergebnisse nochmals stark durcheinander.
Das reichste und prominenteste Team ist "Japan Servis", die mit dem Ex-Mitsubishi Ralliart Pajero des polnischen Dakar-Piloten Kristof Holowczyc an den Start gegangen sind. Heute wurde das Team auf Position 1 liegend hart vom Schicksal getroffen. "Bei 120 km/h machte es Peng, es knallte, das Auto blockierte und ich habe mich heftig überschlagen" berichtet der Albanische Fahrer, hierzulande eine Motorsportlegende.
Das Differential hatte es zerrissen, also reparierte man, fuhr langsam weiter. "Aber wir haben 45 Minuten verloren, das war es mit dem 1. Platz und eventuell dem Podium. Shit happens." Aber schliesslich hatte man Glück im Unglück: Das Auto hielt bis zum Hotelparkplatz in Tirana. Beim Einparken (!) zerfetzte es nun das ganze Getriebe mit einem lauten Knall und verteilte sich auf dem Parkplatz. Immerhin, man hat es noch bis vor den Trailer geschafft.
Zufrieden sind die Österreicher Rainhard und Pauline Friedl, die heute eventuell nochmal einen dritten Platz einfuhren. "War eine schöne Rally. Gegenüber den Vorjahren hat sich in der Organisation viel getan, nur am Catering könnte man noch arbeiten. Aber alles zusammen war es eine gute Veranstaltung, tolle Landschaft, wilde Strecken, wenn auch schon eher wie eine Trophy - aber eben sein Geld wert. Mehr als maximal 100 km/h waren mit unserem Pajero einfach nicht drin."
Quad-Pilot Marko Jager ist schon ein alter "Albanien-Hase": "Ich fand es klasse, die Organisation hat sich deutlich verbessert und ist gut geworden. Die Strecken waren allerdings hart, so hart war es noch nie. Vor allem die letzte Etappe am Freitag war heftig. Aber es hat Spass gemacht."
Robert Visek aus Frankfurt/Main meinte, es sei seine bisher härteste Amateurrally gewesen. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Ultra brutale Strecke, Steine, Steine, Steine und viel Wasser, dazu eine anspruchsvolle Navigation. Heute war allerdings der Wurm drin. Es gab gleich zwei Roadbookfehler, die mich richtig Zeit gekostet haben. Vor lauter Wut über mich selbst war ich unkonzentriert und bin über den Lenker abgegangen, seitdem schmerzt meine Hüfte. Aber alles in Allem richtig hart die Rally."
Wir begeben uns jetzt zur Siegerehrung, die am Abend im österreichischen 5-Sterne Hotel "Rogner" mitten in Tirana im Garten gefeiert wird. Soweit wir es schaffen wird es noch einige Bildergallerien geben, zumindest melden wir uns an diesem Wochenende nochmals mit Fotos, einem Abschlussbericht und den finalen Ergebnissen zurück. Danke Albanien für eine klasse, interessante und irgendwie total ungewohnte Rally!
2012/06/15 | 19:32 CET | ARTICLE: MR/HS








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