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 Australasian Emotions: Rocker, Freundlichkeit, Trucks und deutsche Mädchen.
Australien - zumindest der Westen in dem wir uns befinden - überrascht immer wieder auf´s Neue. Vor allem die Freundlichkeit der Menschen ist begeisternd. Erst ein wenig Zurückhaltung, dann gibt man Vollgas. Besonders hier in der Pampa, sorry, Outback. Hier sind die Menschen hart, die Frauen bürstig, die Geschichten eine Nummer cooler.
Der Gruss im Supermarkt: "Guten Tag, wie geht es Ihnen" - hier selbstverständlich. Die Männer stammeln da eher ein: "Hmgrmbll... Howdy, waddsgoin on dude hmgrmbll"... Beliebt sind die örtlichen Kneipen - denn hier ist Alkohol im Gegensatz zu Supermärkten und Tankstellen noch bezahlbar. Da um Mitternacht Sperrstunde ist, fängt man schon früh mit dem Bier an.
Nach wenigen Minuten kommt man ins Gespräch und erfährt die spannendsten Minenarbeiter-Geschichten. Rauchen ist übrigens nur im "Garten" erlaubt. Damit ist der Hinterhof gemeint. In der Mitte ein grosses Lagerfeuer, daneben dutzende Monitore mit Pferde- und Hunderennen. Denn man wettet hier gerne.
Am Donnerstag gab es speziellen Besuch im Camp. Nicht die typischen "Miner"-Jungs, sondern "echte Rocker". Ein Trike-Club, der zufällig auf der Durchreise ist, gab sich ein Stelldichein im Fahrerlager. Zwischen all den Rallyfahrern machten die langhaarigen und langbärtigen Jungs einen coolen Eindruck. Vielleicht gibt es ja mal eine Trike-Klasse?
In Coolgardie (ja, die halbe Geisterstadt mit den vielen Bretterbuden vom Dienstag) gibt es nur einen Pub, der erinnert im Vergleich zu deutschen Kneipen eher an eine triste Bahnhofsgaststätte. Das tut der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Wir öffnen die Tür - und sind überrascht. Hinter dem Tresen zwei hübsche, junge Mädels. Zugegeben, die ersten hübschen Mädels zwischen den bisherigen, rauhen "Mannsweibern" der Region.
Schnell merken die Mädels, das wir keine Aussies sind. "Wo kommt Ihr her"? "Deutschland." "Prima, wir auch". Wir fassen es nicht. Die ersten hübschen Mädels inmitten einer halb-verlassenen Wüstenstadt - und die kommen aus Deutschland. Backpacker, die sich hier ihr Geld in Kneipen verdienen. Cool, Mädels!
Auf den Strassen und den Camps dürften - wer die beiden kennt - vor allem Stephan "Commander" Pees und MAN-Spezi Peter Ocker die Augen glänzen. Pees als alter Trucker-Freund hätte seine Riesenfreude an den "Road Trains", zumeist US-Trucks mit langen Hauben, tausenden bunten Lichtern und bis zu vier Trailern und einer Gesamtlänge von knapp 55 Metern. Überholen wird da manchmal lustig.
Peter Ocker würde sich freuen, wie seine Marke hier vertreten ist. Denn immer mehr MAN TGA und TGS verdrängen die US-Trucks, dienen als moderne Zugpferde der gigantischen Road-Trains. Ganz in australischer Manier ebenfalls mit tausenden bunten Lämpchen, bunten Bemalungen und gewaltigen Bullfängern - denn Unfälle mit Känguruhs sind nicht selten. Doch Ocker würde noch etwas freuen: Der offizielle Berge-Truck der Rally ist ein MAN. Kein KAT, nein, ein M2000 Doppelkabiner mit Rampen für die Pkw und einem Kran für die Bikes.
Deutschland ist irgendwie überall vertreten. Sei es mit qualitativen Trucks - oder hübschen Mädels. "In the middle of nowhere".
2010/09/23 | 11:11 CET | EDITOR: MR/HS


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