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 Australasian Safari: Craig Lowndes und Ben Grabham die Australien-Sieger.
Wir nehmen alles zurück, was wir bisher über Rundstreckensportler im Rallyraid-Sport gesagt haben. Denn der grosse Sieger der "Australasian Safari" Rally, der wohl berühmtesten Marathonrally nach der Dakar und der Pharaonen Rally, ist V8-Series Rundstrecken-Star Craig Lowndes. Noch besser: Für den australischen Frauenschwarm war es das erste mal in einem Rallyraid-Fahrzeug - und die erste Marathonrally überhaupt.
Ihm zur Seite stand der erfahrene Navigator und Ex-Sieger Kees Weel, ohne den der Erfolg nicht möglich gewesen wäre. "Es war eine unglaubliche Rally" berichtet Lowndes, "wir sind sehr stolz, gleich bei unserem Debut gewonnen zu haben. Das erste mal bin ich mit einem Beifahrer gefahren. Und ich habe gelernt: Der Sieg gehört uns beiden."
Auf seine besondere Leistung angesprochen antwortet Lowndes simpel: "Ich habe es wie in der V8-Series angegangen. Einfach auf dem Gas bleiben, eine Ideallinie finden und nicht besonders viel nachdenken - denn das bremst nur. Dazu habe ich blind auf meinen Beifahrer gehört, das hat man mir vorher eingebleut. Es hat funktioniert, wahnsinn!"
Auf den zweiten Platz schaffte es die Nissan-Crew Darren Green und Wayne Smith mit einem 11 Jahre alten Nissan Patrol GR mit V8-Motor - vor den Dakar-Veteranen Bruce Garland (Australien) und Harry Suzuki (Japan) im neu aufgebauten FIA-Isuzu D-Max Diesel.
Die letzte Etappe führte durch die Dünen nahe der Küstenstadt Esperance - vergleichbar mit afrikanischen Etappen. Die lag vor allem der Isuzu-Crew, die hier ihren zweiten Etappensieg einfuhr. "Das war perfekt für unser Auto" berichtet Garland, "wie in Afrika. Wir wollten eigentlich die ersten Sieger mit einem Diesel-Fahrzeug sein, aber gegen die V8-Boliden hatten wir keine Chance. Aber nächstes Jahr sind wir wieder dabei."
Obwohl die Teilnehmer am Ende teils Stunden auseinander lagen, blieb es durch das ganze Rennen hinweg spannend. Erst auf der letzten Etappe zerstörte sich der Mitsubishi L200 des bis dato auf Platz 3 liegenden Teams Denham/Denham nach einem Sprung, das favoritenteam Owen/Cairns (Nissan Patrol V8) verlor wertvolle Plätze nach einem Überschlag. Von 23 gestarteten Pkw sahen nur 15 die Ziellinie - nur 5 Fahrzeuge fuhren noch um die Top-Platzierungen.
Mit "Ach und Krach" schafften es auch der US-Hummer von Rod Hall (pilotiert von neuen Eigentümern aus Australien) sowie die beiden Chang Feng Lizenz-Mitsubishi aus China ins Ziel. Alle drei Fahrzeuge mussten teils ganze Etappen aussetzen.
Bei den Motorrädern gewann der Australier Ben Grabham vor seinen Landsleuten Todd Smith und Mathew Fish, alle drei unterwegs mit einer KTM 530 EXC. Die Schwedin Annie Seel schaffte es als beste Europäerin auf Platz 15, Teamkollege Ze Helio aus Brasilien (beide Husaberg) auf Platz 18. Von 112 angetretenen Bikes erreichten nur 64 die Zielline.
Bei den Quads/ATV war die Entscheidung von Anfang an einfacher: Von den nur drei angetretenen Quads/ATV machte Paul Smith vor John Maragozidis und Colin Lawson das Rennen.
2010/09/29 | 13:23 CET | EDITOR: MR/HS


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