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 Australasian Safari: Honda dominiert Moto-Führung, KTM weiter abgeschlagen.
In den letzten Tagen vor der Rally hatte es in Western Australia heftig geregnet, was auf der positiven Seite für eine grüne Wüste mit vielen Blumen und Vegetation sorgt, auf der negativen Seite aber die Strecken extrem und teils gefährlich verändert hat. Auswaschungen, freigelegte Steine, ausgespülte Wadis. Diese sind dann nicht in den Roadbüchern verzeichnet - und Änderungen werden kaum vorgenommen.
Daher gab es auf der 3. Etappe viele Stürze und Unfälle, die teils auch die Top 10 durcheinanderwürfelten. Doch auch technische Probleme und zahlreiche Zeitstrafen sorgten für ihr Übriges. So fiel der Vorjahressieger Ben Grabham (KTM) nach technischen Problemen aus, es gab umstrittene Zeitstrafen, weil einige Biker im dichten Staub ein Stop-Zeichen übersahen. Viele der Zeitstrafen wurden nach Protesten aber zurückgenommen.
Todd Smith (Honda) verteidigte seine Gesamt-Führung knapp vor seinem Bruder Jacob (Honda), gefolgt von Shane Diener (Yamaha), Rod Faggotter (Yamaha) und Damien Grabham (Husaberg), dem Bruder des Vorjahressiegers Ben. Cyril Despres schaffte es in der Tageswertung nur auf Platz 10, liegt aber Gesamt weiter auf Platz 6.
Auch Grabham hatte seine Erfahrung mit dem Tag: "Mein Roadbook-Halter wollte nicht mehr, ich schaute kurz nach unten, erwischte irgendwas und stürzte. Dann haben wir uns total verfahren, ich traf Cyril Despres, der hatte das gleiche Problem. Gemeinsam haben wir 20 Minuten den richtigen Track gesucht."
Erstaunlich: Die Rally wird aktuell von Honda, Yamaha und Husaberg dominiert, Dakar-Sieger Despres ist die eizige verbliebene KTM in den Top 10. Ob das die "Strafe" für die "KTM Safari Party" war? Erstmals in der Geschichte von MR erlebten wir, das ein Konzern zu einer Party in einen recht teuren Luxus-Club einlud, man aber die Rechnung am Ende selbst bezahlen durfte...
Annie Seel aus Schweden, grosser Fan der Australien Rally, zeigte sich ein wenig enttäuscht von den Strecken und den fehlerhaften Roadbüchern. "Stumpf einfach nur Speed, den ganzen Tag lang, das schlaucht. Aber wenn man so eine schnelle Rally macht, müssen die Roadbücher perfekt sein. Es gab einige sehr gefährliche Stellen, die noch nicht einmal vermerkt waren - aber es hätte drei Ausrufezeichen gebraucht. An einer Stelle habe ich einen unmarkierten Stein in einer Kurve erwischt, mich hat es ausgehebelt, aber ich konnte die Maschine einfangen."
Allgemein ist sie mit der Rally aber sehr zufrieden. "Die Organisation ist klasse, die Landschaft grandios. Aber man sollte die Strecken ein wenig variieren, mehr Offroad, mehr Kompasskurse - dann haben auch die nicht so schnellen Teilehmer eine Chance. Wie im letzten Jahr, das war perfekt!"
Unglücklich war auch KTM-Fahrer Matt Fish, bisher in den Top 10 unterwegs. "Mein Mousse des hinteren Reifen explodierte, ich bin dann viele Kilometer auf der Felge gefahren. Beim Refueling habe ich dann das Rad gewechselt und habe dafür alerdings eine Stunde Zeitstrafe bekommen." Nach einem Protest soll die Zeitstrafe allerdings ebenfalls zurückgenommen worden sein, das ist allerdings noch nicht bestätigt.
Nur noch 38 Biker sind im Rennen, darunter auch der Brite Sam Sunderland. Nach seinem Crash mit einem Känguruh am Sonntag kam er am Montag Abend erneut etwas mitgenommen im Camp an. "Ich hatte einen weiteren Crash, aber nichts Besonderes" lachte er.
Italien´s Talent Manuel Lucchese machte sogar einen sensationellen 6. Platz des Tages, erhielt aber eine Zeitstrafe von 45 Minuten wegen eines nicht sichtbaren Stop-Zeichens im Staub. Da er heute allerdings als 6. starten durfte, wurde auch diese Strafe vermutlich zurückgenommen.
2011/09/27 | 04:18 CET | ARTICLE: MR/SY


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