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 Australasian Safari: Isuzu, Overdrive, Amarok, Nissan Oldtimer und Stars...
Es ist soweit: Die wohl am besten organisierte Marathonrally der Welt startet an diesem Freitag mit der offiziellen Start-Zeremonie in Joondalop nahe der Stadt Perth in "Western Australia", dem grössten Staat innerhalb Australiens.
In diesem Jahr ist das Starterfeld noch grösser und internationaler als in den letzten beiden Jahren: 24 Autos, 2 Side-by-Side, 6 Quads/ATV und 57 Motorräder haben sich zur Rally "down under" eingefunden.
Vor allem bei den Autos wurde fleissig aufgerüstet. Das grösste Starterfeld stellt Isuzu: Mit dem neuen D-Max Pickup sind sowohl das Werksteam aus Australien mit Dakar-Legende Bruce Garland und Harry Suzuki (die einst von keinem Geringeren als der deutschen Amateur-Legende Wolfgang Pasetti geteacht wurden) zwei Semi-Werksteams und ein privates Team aus Thailand am Start.
"Wir wollen in diesem Jahr den ersten Safari-Sieg mit einem Diesel einfahren" berichtet Bruce Garland, der hier erstmals den neuen D-Max Turbodiesel T1 präsentiert, mit dem man im Januar auch auf der Südamerika-Dakar antreten will.
Erstmals dabei ist auch ein Overdrive Toyota Hilux Pickup - und das ist auch noch ein prominentes Fahrzeug: Das Team Nunzio Coffaro / Daniel Meneses aus Venezuela startet mit dem Ex-Auto von Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz, das den 3. Platz auf der SA-Dakar 2012 einfuhr. Man ist noch ein wenig wortkarg, aber das wird sich mit den Tagen sicher erledigen...
"Es werden immer mehr Overdrive Toyota" berichtet Lokalmatador Geoff Oholm, der hier noch mit seinem "Australien-Auto", einem Mitsubishi Pajero V60 T1 mit Chevrolet V8-Motor an den Start geht. Der Australier, alles Andere als wortkarg, weiss wovon er redet: Für die Dakar 2013 hat er ebenfalls einen Overdrive-Toyota bestellt.
"Das wird dann mein Haupt-Auto. Es wird in diesen Tagen fertig" berichtet Oholm. "Im Oktober starte ich dann erstmals auf der NPO Marokko Rally, dann geht das neue Auto Richtung Südamerika. Danach wollen wir den Toyota nach Australien holen, der Air-Restriktor wird ausgebaut... Ihr werdet staunen, wie das Auto dann erst geht."
Oholm verriet noch ein Geheimnis: "Nach meinen Informationen hat Overdrive satte 7 Neukunden und wird damit X-raid bei weitem überholen. Kein Wunder, die Autos sind schneller und kosten nur einen Bruchteil der X-Raid Mini oder BMW."
Ein weiteres, kleines Highlight steht schwarz und eher unscheinbar in der Ecke: Ein Volkswagen Amarok Pickup T2 der Australier Sam Beck und Chris Kenny. "Nicht nur das Auto kommt aus Deutschland, auch der Umbau. Wir setzen überwiegend auf Original-Technik, ebenso die hinteren Blattfedern. Allerdings wurde das Fahrzeug mit Doppeldämpfern hinten und neuen Einzeldämpfern vorne verstärkt" berichtet Beck, der stolz auf seinen deutschen Nachnamen ist. Die Technik dazu stammt von VW-Allradspezialist Seikel aus dem niedersächsischen Hannover.
Das restliche Auto-Starterfeld besteht überwiegend aus Mitsubishi Pajero, Nissan Patrol und Toyota Hilux, allerdings alle mit grossen V8-Motoren. Für bunte Tupfer sorgen ein US-Protruck auf Basis eine Ford F150, ein nahezu originaler Subaru Forester SUV sowie - ja Sie lesen richtig - ein Nissan/Datsun 260Z Sportwagen-Oldtimer aus dem Jahr 1975 - ohne Allrad, "just for Fun", aber mit einem ganz lauten Motor.
Bei den Motorrädern und Quads sind es vor allem zahlreiche lokale Grössen sowie Dakar-Starter, die man an der Spitze sehen wird. Aber auch Europa ist besser vertreten als zuvor: Manuel Lucchese und Francesco Beltrami aus Italien, Alex van Ginkel, Simon van Schimmel, Melchior van Heertum und Antal Verschuuren aus Holland, Brett Cummings, Glen Grundy und Guy Henley aus Süd-Afrika, Jason Adams und Michael Johnson aus den USA sowie Craig Bounds und - als einzige Dame "Dakar Lady" Tamsin Jones aus England.
Kleiner Wermutstropfen zum Start: Waren wir bisher Hitze und Sonne am traditionellen Startort "Hillary´s Hafen" gewohnt, herrscht diesmal Sturm mit Regen - der nahezu quer steht. "Aber das Wetter wird besser" verspricht Organisator Justin Hunt. Die offizielle Start-Zeremonie verlief entsprechend nass und stürmisch, wurde extrem verkürzt.
Die Rally ist in diesem Jahr auf neuen Wegen unterwegs. Zuerst entlang der Westküste geht es dann ins Inland bis dicht an den legendären "Ayers Rock" - doch ganz kommt man nicht ran, denn der liegt nicht in "Western Australia" (deren Behörden die Rally unterstützen). Aber eines steht bereits fest: Weniger Wälder, dafür mehr Strände, Sand und Dünen - man kommt der Dakar-Rally immer näher.
Freuen Sie sich auf eine Woche lang spannenden Rallysport aus Australien - mit nicht nur der besten Organisation der Welt, sondern auch dem besten Catering, das wir jemals auf einer Rally kennengelernt haben. Aber zumindest das Catering lernen Sie nur kennen, wenn Sie selbst einmal dabei sind...
2012/09/21 | 16:16 CET | ARTICLE: MR/HS







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