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 Australasian Safari: Lowndes kämpft hart, Smith-Brüder fighten um den Sieg.
Das ist das schöne an dieser Rally: Bis zum letzten Tag kann alles offen sein - wenn denn die Teilnehmer auch wirklich mitspielen. Das peinliche (vorgeschobene) Ausscheiden von Cyril Despres macht die Runde, der Kampfgeist von Fahrern wie Craig Lowndes, Sam Sunderland, Annie Seel, Damien Grabham oder Manuel Lucchese zeigt den echten Motorsport. Keine "Geld-Diven", sondern echte Motorsportler, die bis zum Ende kämpfen, komme, was wolle.
Die Rally neigt sich dem Ende zu und vor allem Craig Lowndes´ Kampfgeist bei den Pkw könnte doch noch belohnt werden. Der Holden-Werksfahrer gab nach seinem Crash nicht auf, liess de kaputten Holden Colorado ins Ziel schleppen, machte das Auto dadurch noch kaputter - aber blieb in der Wertung. Das sollte belohnt werden. Andere Teilnehmer fielen heute aus oder rutschten nach hinten, so das Lowndes in nur einem Tag von Platz 7 auf Platz 4 vorpreschte. "Ein Platz auf dem Podium wäre schon klasse" - und deshalb kämpft er weiter.
Der Gesamt-Führende Steve Riley nahm heute Gas raus, liess die Konkurrenten fahren - aber nicht aus dem Auge. Fast zwei Stunden beträgt sein Vorsprung, da wäre es dumm, sich das Auto auf den letzten Metern zu zerstören. Doch auch der "Verlierer des Tages", Terry Connor (Nissan, Achsbruch, wir berichteten), bleibt weiter dabei - "auch wenn ich nur gewertet werde". Das ist Sportsgeist!
Drei Mitsubishi kämpfen gegeneinander und sind aktuell auf den Podiumsplätzen. Hinter Riley folgen Purshouse/McShane im Mitsubishi Triton/L200 nach einer nächtelangen Reparatur, dahinter der T2-Production Car Pajero Evo von Dilallo/Masi. Doch Lowndes und dem Holden fehlen nur noch 55 Minuten auf den 3. Platz - die Evo-Piloten stehen mächtig unter Druck.
In den hinteren Rängen gab es ebenfalls Veränderungen, die Isuzu-Crew Trairat/Suzuki rutschte von eigentlich Platz 7 wieder auf 8, mussten den Mitsubishi Challenger des "Mitsubishi Mining" Werksteams mit 13 Minuten Vrsprung ziehen lassen. Auch der Subaru von Herridge/Batten ist tapfer weiter dabei, Fahrwerk und Boxermotor halten erstaunlich gut.
Bei den Bikes hält nachwievor der Zweikampf zwischen den Brüdern Todd und Jacob Smith (beide Honda) an. Beide schenken sich nichts, liegen nach 6 Tagen Rally nur 18 Minuten auseinander. Rob Faggotter (Yamaha) folgt auf dem 3. Platz, hat bereits einen bequemen Vorsprung auf Damien Grabham (Bruder des Vorjahres-Siegers) und Ben Williams (Honda).
Beste ausländische Starter sind die Schwedin Annie Seel (Husaberg) auf Platz 15 vor Manuel Lucchese (Husaberg, Platz 30) und Sam Sunderland (UK / Duabai) auf Platz 33.
Bei den Quads führt der Austral-Grieche John Maragozidis (Can Am Interceptor) mit 37:26:25 Stunden vor Colin Lawson (Can Am Renegade) und Neville Yeatman (Can Am Outlander).
Am Freitag folgt die letzte Etappe, dabei geht es von Leonora in die etwas grössere Western-Stadt Kalgoorlie, etwas weiter südlich in Western Australia. Nach einer Rallyetappe folgt ein Epilog auf dem Golfplatz (!) von Kalgoorlie, danach gibt es die offizielle Siegerehrung.
2011/09/29 | 15:43 CET | ARTICLE: MR/HS


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