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 Australasian Safari: Schnelle und harte 3. Etappe - T2 Sonderlösung, Subaru.
Sonntag sowie Montag war die "Australian Safari Rally" wieder schnell, sehr schnell. 560 Kilometer mussten am Montag in Wertung gefahren werden, aber es fehlte ein wenig der Offroad-Ausgleich, um eine Balance zwischen den Fahrzeugen herzustellen.
Gut für die V8-Fahrzeuge, schlecht für alle anderen, denn die Strecken sind insbesondere für die T2-Fahrzeuge kaum machbar, es sei denn, man geht auf volles Risiko. Das eh schon dünne Starterfeld lichtet sich immer mehr, nur noch vier T1-Fahrzeuge sind im Rennen, der Rest läuft als "Production Car" mit verschiedenen Aufteilungen (ähnlich wie beim Rally Trial).
Erneut setzten sich die "Vier Wilden" mit ihren V8-Autos, Craig Lowndes (Holden), Steve Riley (Mitsubishi), Terry Connor (Nissan) und Geoff Olholm mit weitem Vorsprung an der Spitze ab. Lediglich der fünfte "Prototyp", der Mitsubishi L200/Triton von Purshouse/McShane konnte das Tempo halbwegs mithalten, dahinter passierte lange - nichts.
Doch auch zwischen den Führenen lichtet es sich langsam. Geoff Olholm wollte sich eigentlich sich auf den dritten Platz vorkämpfen, aber eine defekte Lichtmaschine bremste ihn aus, die zweite Etappe konnte nicht angetreten werden. Davon profitierten die Nissan Crew des Vater-Tochter Duos Connor und der Triton Mitsubishi, beide rutschten eine Position auf. Olholm selbst startete am Dienstag nicht mehr: "Ich will hier siegen, alles andere ist uninteressant. Wir bauen noch ein Auto für die Dakar, da brechen wir lieber ab und widmen uns dem Dakar-Projekt."
Ein einziges T2-Fahrzeug konnte halbwegs mit den T1 mithalten - der Mitsubishi Pajero Evo des Teams Dilallo/Masi. Kurz zum Hintergrund: Auch wenn offiziell nur ein T2-Fahrzeug im Rennen ist (Isuzu D-Max) gelten auch weitere Fahrzeuge als "Production Cars", nur hat man hier unterschiedliche Bezeichnungen (wie z.B. Showroom-Car) dafür.
Die "Production Cars" wurden zu deren Unmut gestern ausgebremst, durften nicht mehr in die zweite Etappe starten. "Zu gefährlich, da es ja bald dunkel wird." Auf die Proteste hin, das es ja an den Strecken liegen würde und nicht an den Fahrern, setzte man sich in der Orga zusammen und fand eine Lösung: Alle Nicht-angetretenen Fahrzeuge (bis auf den Evo alle T2-Autos) bekommen eine Durchschnittszeit, basierend auf der gefahrenen Zeit der vorigen Etappe. Damit waren alle zufrieden, die Zeiten waren fair berechnet.
An der "Front" also erneut das übliche Bild, dafür wird der Wettkampf bei den T2-Fahrzeugen umso interessanter. Ein besonderes Fahrzeug ist ein Subaru Forester, der eher an ein WRC-Auto erinnert. Das kommt nicht von ungefähr: "Wir fahren für Subaru im Pkw-Rallysport, mein Sohn Dean ist australischer Meister" berichtet Fahrer und Teambesitzer Robert Herridge stolz.
"Es waren Kunden, die mich gefragt haben, ob denn ein Forester auch wirklich was taugt. Wir sollten doch eine Offroad-Rally damit fahren. So war die Idee geboren. Es stellte sich die Frage, T1 oder T2? Wir entschieden uns für T2, da man hier besser Erfahrungen sammeln kann."
Und das macht man fleissig. Hauptproblem ist das hintere Fahrwerk. Bereits in der ersten Etappe setzte man so hart auf, das das eigentliche Sport-Fahrwerk nicht mehr ausfederte. "Wir haben Ersatz eingebaut, hielt auch nicht" so Herridge. Die Idee: Aus dem privaten Begleitfahrzeug das Serien-Fahrwerk ausbauen und damit testen. Nun sieht das Begleitfahrzeug wie eine Banane aus, das Serien-Fahrwerk im Rally-Subaru hielt. Aber: "Die Aufhängung war dem nicht gewachsen, schlug durch das Metall. Jetzt haben wir die Position der Reifen verändert, alles vestärkt - uns es hält" freut sich Herridge. Wir bleiben dran.
Die heutige Etappe, ein grosser Rundkurs um Leverton der bis in die Victoria-Desert reicht, ist mit 662 Kilometern die längste Etappe der Rally. Drei Stages werden in unterschiedlichem Terrain gefahren - am heftigsten ist die Wüsten-Etappe, da diese für Service und Presse kaum erreichbar ist...
2011/09/27 | 04:18 CET | ARTICLE: MR/SY


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