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 Australasian Safari UPDATE: Pkw werden noch spannender, Cyril Despres raus.
10:00 Uhr in Europa, 16:00 Uhr in Australien. Zeit für ein Update, denn über die heutige 6. Etappe, ein Rundkurs in zwei Stages rund um die Minenstadt Leonora, gibt es Spannendes zu berichten.
Bei den Pkw musste Terry Connor (Nissan Patrol V8), seit gestern Abend mit heissester Anwärter auf den Titel bei den Pkw, seine Siegträume vorerst begraben. Die hintere Achse seines Nissan brach, er konnte die zweite Stage nicht fahren und kassierte eine Zeitstrafe.
Somit führt Steve Riley (Mitsubishi Pajero) nun mit 29:09:59 Stunden vor dem gelben Mitsubishi L200 Triton Turbodiesel des Teams Purshouse/McShane (30:59:28) und dem seriennahen Mitsubishi Pajero Evo des Teams Dilallo/Masi (32:35:58).
Interessantes gibt es auch bei den Motorrädern zu berichten. Dakar-Sieger Cyril Despres aus Frankreich zeigte sich schon die ganze Woche nicht zufrieden, erst waren es die englischen Roadbücher, dann Fehler in der Strecke, dann "fehlende Erfahrung" in Australien - kurz, es gab immer einen Grund, warum er ständig von den jungen Australiern (zumeist auf Honda, Husaberg und Yamaha) geschlagen wurde.
Schon zu Beginn der Rally gab es Wetten: "Was passiert, wenn er hier nicht auf das Podium kommt?" Naja, heute kam die Lösung: Nach zuerst widersprüchlichen Meldungen kam die Aussage: "Cyril Despres hat sich am Fuss verletzt, musste ins Krankenhaus. Es konnte aber kein Bruch festgestellt werden, der Fuss sei aber geschwollen. Aus diesem Grund zieht sich Despres aus dem Rennen zurück."
Naja. Eilends reiste man ab, er und sein Manager buchten hektisch die nächste Maschine nach Paris... "Nicht gerade eine Glanzstunde für Despres" tuschelten die Journalisten. Noch schlimmer: Nach 6 Tagen Rally plus Prolog ist nun keine KTM mehr in den Top 10 vertreten, bester Vertreter der österreichischen Marke ist nun Troy O´Connor mit seiner KTM EXC 530 auf Platz 12 der Gesamtwertung.
KTM´s Tochterfirma Husaberg aus Schweden steht hingegen besser da, speziell Werks-Fahrer Manuel Lucchese aus Italien. Er hat keine Star-Allüren, auch wenn er ebenfalls nicht immer glücklich mit dem Roadbook ist. Aber wer schon einmal den 3. Platz in der "Albanien Rally" gemacht hat, ist tougher als so mancher Dakar-Sieger (Kenner wissen was wir meinen).
Lucchese stürzte gestern (wir berichteten), schlief die Nacht kaum und trat heute mit grossen Schmerzen erneut an. "Ich wollte unbedingt - und ich habe die erste Stage geschafft" freut sich der 23-jährige Italiener. "Aber ich hatte solche Schmerzen, konnte nach erneuten Stürzen das Bike nicht mehr aufheben. Andere mussten mir helfen. Dazu wurde mir schwummerig, ich konnte kaum noch geradeaus fahren." Am Ziel haben dann die Ärzte seinen "letzten Ritt" beendet - sonst hätte er weitergemacht.
Oder der australische Superstar Craig Lowndes. Er beteiligt sich aktiv am Campleben, macht abends seine Runden, steht für Fotos, Interviews und Autogramme parat und kämpft tapfer weiter, auch wenn er keine Chance mehr auf den Sieg hat. Heute liess man ihn als Erster starten, da er ja sowieso alle überholen würde. Un prompt zeigte er erneut, was er kann - wenn alles gutgeht: Zwei Etappen, zwei Etappensiege.
2011/09/29 | 10:20 CET | ARTICLE: MR/SY


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