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 Auto-Zulieferer ZF stellt Sprit-sparendes abkoppelbares Allradsystem vor
 |  | | Auto-Zulieferer ZF hat ein System für den Front-Quer-Einbau vor vorgestellt, das den bauartbedingten Mehrverbrauch von Allradantrieben wortwörtlich "abschaltet". Man nutzt dabei die Tatsache, dass beim Grossteil alltäglicher Fahrsituationen kein Allradantrieb notwendig ist: So stellt es bei einer konstanten Geradeausfahrt weder für die Fahrdynamik noch für das Handling einen Vorteil dar, wenn alle vier Räder angetrieben werden.
Allradfahrzeuge mit Front-Quer-Antrieb wie dem neuen 9-Gang-Automatgetriebe (9HP) von ZF eignen sich nach Unternehmensangaben besonders für ein solches abkoppelbares Allradsystem. Im 2WD-Frontbetrieb kommt der gesamte Allradantriebsstrang zum Stillstand - vom Winkeltrieb über die Kardanwelle bis hin zum Hinterachsgetriebe. Die automatische Abkopplung findet vorn direkt nach dem Hauptgetriebe und am hinteren Achsgetriebe über je eine Kupplung für das linke und das rechte Rad statt.
So treten an den Allrad-Komponenten keine verbrauchssteigernden Schleppverluste auf. Sprit sparend wirkt sich auch die gewichtsoptimierte Bauweise des Allradsystems aus.
Die beiden Kupplungen an der Hinterachse ermöglichen eine freie Querverteilung des Antriebsmoments zwischen linkem und rechtem Hinterrad. So ist es über das klassische Hang-On-Konzept (bedarfsgerechte Momentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse) hinaus auch möglich, den Effekt des Torque-Vectorings zu nutzen: Dabei wird das Giermoment des Fahrzeugs durch eine radindividuelle Ansteuerung der Hinterräder aktiv beeinflusst.
2011/04/18 | 12:32 CET | ARTICLE: MR/SY/AMPNET


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