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Baja 500: Schwarz und Kahle donnern erneut ins Rampenlicht




Das bekannteste Offroadrennen der Welt boomt weiter. Die 39. Auflage der berühmt-berüchtigten Baja 500 glänzte am vergangenen Wochenende mit einem Rekordstarterfeld von 492 Teilnehmer, davon 273 Autos. Erneut vorn dabei, statt nur mittendrin, waren die beiden deutschen Rally-Asse Armin Schwarz und Matthias Kahle. Mit ihrem rund 700 PS "Unlimited"-Class-1-Buggy des "All German Motorsports" Teams (AGM) knüpfte das schnelle Doppel an den bravourösen Geländeritt bei ihrem BAJA-Debüt im vergangenen November an. Der kleine Unterschied: Diesmal konnte Nichts und Niemand die Zieleinfahrt der Beiden verhindern.

In der mit über 40 Fahrzeugen am stärksten besetzten "Class-1"-Topklasse belegten Schwarz/Kahle nach zwischenzeitlicher Führung den fünften Rang. Im Gesamtklassement landete die Deutschen auf dem hervorragenden 16. Gesamtrang und damit knapp vor Volkswagen Werkspilot Giniel De Villiers im VW Race-Touareg (18.), dessen VW-Teamkollege Mark Miller Elfter wurde.

Ton, Steine, Beben. Der Mittelmotor-Achtzylinder des "Unlimited"-Buggys schmettert sein kerniges Lied und Schwarz tobt vom Start weg durchs Feld. Position um Position macht er gut und übernimmt von Startplatz 77 kommend zwischenzeitlich gar die Führung in seiner Klasse. "Der Wahnsinn", sagt der 43-jährige Vollprofi und erklärt: "Erst machte ich mir etwas Sorgen wegen unserer schlechten Startposition. Ich dachte ohne einen "Spotter"-Helikopter, wie ihn sich potentere Konkurrenten und Werksteams leisten können, haben wir bei der extremen Staubentwicklung nichts zu bestellen. Aber wir haben uns Auto für Auto durchs Feld gearbeitet. Mein Co Brian Lyttle machte dabei einen tollen Job."

Bei ihrer sehenswerten Jagd nach vorn konnte Schwarz unter anderem auch den vor ihm gestarteten VW Race-Touareg von Werksfahrer Giniel De Villiers überholen. "Einfach super. Bis auf die extreme Staubentwicklung hatten wir keine Probleme. Ich glaube, alles in allem bin ich vielleicht 50 meiner 400 Kilometer bei ordentlicher Sicht unterwegs gewesen." Einmal hatte auch Schwarz Pech: "Kurz vor dem Fahrerwechsel hatten wir einen Plattfuss, mussten ausserplanmässig stoppen und haben wieder ein paar Plätze verloren. Ohne den Reifenwechsel hätten wir Matthias und seinem US-Beifahrer Chris Chaparro den Buggy in Führung liegend übergeben können."

Blindflug und Manschetten. Auch Matthias Kahle kämpfte vor allem mit dem feinen Sandstaub. "Fürchterlich. Manchmal mussten wir meilenweit hinter einem langsameren Konkurrenten herfahren und auf eine gute Gelegenheit zum Überholen warten. Geduld ist bei der BAJA 500 mindestens ebenso wichtig, wie ein schwerer Gasfuss."

Der 38-jährige deutsche Rekord-Rallymeister blieb cool und lies sich auf seinem Weg nach vorne ebenso wenig beirren, wie zuvor Teamkollege Schwarz. 80 Meilen (rund 120 Kilometer) vor dem Ziel machte dem "All German Motorsports"-Team eine defekte Achsmanschette an der linken hinteren Antriebeswelle zu schaffen. "Wir musste Tempo rausnehmen und mehrere Zwischenstopps einlegen, um die sich auflösende Schutzhülle zu kontrollieren und sichern", erklärt Kahle. "Wir waren uns bewusst, dass wir damit aus den Podiumsrängen rausrutschen. Aber was bringt die beste Teamleistung, wenn wir am Ende mit leeren Händen da stehen." Sagte es und steuerte den angeschlagenen Power-Buggy unter dem frenetischen Beifall der mexikanischen und US-amerikanischen Fans über die Ziellinie in Ensenada.

"Great Job - eine tolle Leistung", lobte Sal Fish, Boss und Übervater der amerikanischen Offroad-Szene Kahle am Ende seiner Extremtour. Lohn der Mühe: Schwarz/Kahle ereichten bei ihrem erst zweiten Start als Fünfte der "Class-1"-Topklasse für "Unlimited"-Buggys (Gesamt 16.) das Ziel. Die Action geht weiter: Als nächstes gehen Armin Schwarz und Matthias Kahle bei der "Las Vegas PRIMM 300" (7. - 9. 9.), dem fünften von sechs Läufen zur US-amerikanischen SCORE-Offroad-Meisterschaft an den Start.

Im November folgt dann der Saisonabschluss beim 40. Jubiläum der legendären BAJA 1000, der grossen Schwester des soeben erfolgreich beendeten Geländeritts über die mexikanische Baja California.

Artikel vom 04.06.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/Reiner Kuhn

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