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Baja 500: Schwarz und Kahle erneut gegen die besten US-Offroader




Jetzt geht’s richtig ab: Am kommenden Samstag steigt auf der mexikanischen Halbinsel Baja California die gleichnamige BAJA 500. Der legendäre Geländeritt über 500 Meilen (knapp 800 Kilometer) gilt neben der über die doppelte Distanz führende BAJA 1000, als ultimativer Härtetest für Mensch und Maschine.

Dem automobilen Hardcore-Abenteuer stellt sich diesmal nicht nur die versammelte Offroad-Elite aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Nach ihrem furiosen Debüt bei der BAJA 1000 im vergangenen November geht Rally-Crack Armin Schwarz und sein Teamkollege Matthias Kahle mit einem neu aufgebauten "Unlimited"-Buggy (Class 1) an den Start. Aber nicht nur die beiden Top-Asse des kalifornischen "All German Motorsports" (AGM) Team sprechen deutsch: Erstmals schickt Volkswagen zwei von der Dakar bekannte Race-Touareg ins Rennen. "Das unterstreicht nur den Stellenwert dieses außergewöhnlichen Rennens", freut sich Schwarz über die zusätzliche Konkurrenz.

Viel Feind, viel Ehr: Die BAJA 500 glänzt mit einem Rekordstarterfeld von über 450 Teilnehmern. Beim "Draw", der so genannten Ziehung der Startplätze, wurde dem Duo Schwarz/Kahle die Startnummer 127 zugeteilt. Schwarz geht in der am stärksten besetzten Topklasse für "Unlimited"-Buggys (Class 1) als 27. auf die Strecke. "Alles andere als optimal. Davor starten die beiden VW sowie 39 Trophy Trucks", erklärt der 43-jährige Vollprofi, der zuerst im Cockpit sitzt und das Steuer später an den 38-jährigen Deutschen Rekord-Rallyemeister Kahle übergibt. "Wir werden wohl viel Staub schlucken und im Blindflug überholen müssen."

AGM-Teamchef Martin Christensen, ein langjähriger Kenner der US-Szene, bleibt cool: "Das wird schon schief gehen. Es ist der erste von drei Starts in diesem Jahr. Zudem ist Armins Premierenritt bei der BAJA 1000 hier allen noch in bester Erinnerung. Egal in welchem Gelände, er war von Anfang an ganz vorne dabei. Wir haben das Auto weiterentwickelt und Armin hat beim Testen im April eine prima Fahrwerksabstimmung erarbeitet. Unser Manko: Im Gegensatz zur Konkurrenz gehen wir ohne einen "Spotter"-Helikopter, der aus der Luft Informationen über den Rallyeverlauf geben kann, ins Rennen."

"Wir sind mitten in der Lernphase und dies ist erst unsere zweite Lektion", sagt Schwarz und erklärt: "Wir haben Lunte gerochen und wissen, wo wir hin wollen. Das AGM-Team ist bestens aufgestellt und mit Herzblut bei der Sache. Auf der technischen Seite haben wir zusammen mit unseren Technikpartnern viele neue Ideen erarbeitet. Einige davon, wie zum Beispiel unsere Schnellhebeanlage zum zeitsparenden Reifenwechsel, werden wir schon in diesem Wettbewerb ausprobieren. Andere wie ein leistungsfähigeres Getriebe kommen im weiteren Saisonverlauf zum Einsatz. Fest steht nur, dass wir auch künftig einen "Unlimited"-Class-1-Buggy mit einem rund 700 PS starken Achtzylinder einsetzen werden."

Noch wichtiger als die Technik sind in dieser Disziplin jedoch die Piloten. Schwarz und Kahle haben sich mit intensivem Ausdauer- und speziellem Krafttraining auf den Kräfte raubenden Marathonritt vorbereitet. Schwarz analysiert: "Wir sind fit und fahrerisch auf den superschnellen Vollgas-Passagen schon recht nahe an der Spitze. In den kurvigeren Streckenteilen sind wir europäischen WRC-Piloten den Amerikanern sogar überlegen. Nun wollen wir uns noch in den brutalen und für uns ungewohnten Singletrails steigern. Matthias und ich müssen lernen, dort die extremen Federwege und Verschränkung des Buggy-Fahrwerks optimal zu nutzen, dabei unnötige Reifenschäden zu vermeiden und schnell möglich durchzukommen."

Am späten Samstag Vormittag fällt im Zentrum von Ensenada die Startflagge für Armin Schwarz und seinen amerikanischen Copiloten Brian Lyttle. Läuft alles nach Plan, werden nach ungefähr sechs Stunden Fahrzeit Matthias Kahle und sein US-Beifahrer Chris Chaparro den AGM-Buggy übernehmen und zurück in die mexikanische Küstenstadt zum Ziel donnern.

Kahle kann es kaum erwarten: "Endlich wieder ein Wettbewerb und dann gleich in so einem Powergerät. Das ist der pure Wahnsinn. Anfang der Woche haben Armin und ich bei den so genannten "Pre-Runs" jeweils unsere Streckenabschnitte besichtigt. Am Donnerstag werden wir den Buggy noch einmal bei einem abschließenden Test ausführen. Am meisten gespannt bin ich darauf, wie es sein wird, mit so einem Auto im Dunkeln zu fahren. Nachts im Renntempo durchs offene Gelände gilt schließlich auch unter den US-Cracks als die Königsdisziplin jeder BAJA."

Artikel vom 29.05.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/Reiner Kuhn

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