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 Baja Poland: Doppelsieg für X-raid Team - Stensky-Duo mit Top-Platzierung.
Vor seinem Heimpublikum sicherte sich der Pole Kristof Holowczyc im X-raid BMW X3CC am vergangenen Wochenende den Gesamtsieg bei der "Baja Polen", die in diesem Jahr als Kandidat für den FIA Marathonrally World Cup zählte. Zusammen mit seinem belgischen Co-Piloten Jean-Marc Fortin platzierte er sich vor dem französischen Duo Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret im Mini All4 Racing.
Mit Spannung erwartet wurde auch der Start der beiden Lennson CC der Deutschen Meister Frank und Stephan Stensky sowie Stefanie Manns. Nicht nur das Ergebnis war spannend, sondern vor allem die Frage, ob die Lennson diesmal durchhalten würden.
In der Vergangenheit waren drei von vier im Betrieb befindlichen Lennson umgekippt (Kaldarasch, Italian Baja) bzw. hatten sich überschlagen (Koepp und Manns, jeweils Silk Way Rally). Diesmal passte Alles.
Das Vater-Sohn Duo Stensky/Stensky, bisher als einziger Lennson ohne Unfall, hatte das Fahrzeug umgebaut und mit Stabilisatoren versehen. Das zeigte Wirkung: Ein sensationeller Platz 5 mit 06:17:15 Stunden - das bedeutet einen Rückstand auf den Sieger-BMW von lediglich 49:49 Minuten.
Stefanie Manns und Benjamin Zirbus im zweiten Lennson CC fielen hingegen aus - freundschaftlich half man aber der Stensky-Crew noch mit Teilen aus. "Allerdings war die Lichtmaschine schuld - Shit happens" meint Benjamin Zirbus.
Die Baja Polen forderte Pilot und Co-Pilot. Am Samstag bildete die Navigation die grösste Herausforderung: Viele Kreuzungen und zahlreiche Anweisungen im Roadbook verlangten den Co-Piloten alles ab. Lokalmatador Holowczyc kam als Sieger aus der ersten und zweiten Prüfung, doch Peterhansel konterte auf der SS3 und übernahm die Führung in der Gesamtwertung.
Der Sonntag forderte die Co-Piloten weniger, dafür waren die Streckenbedingungen durch den vielen Schlamm schwieriger. Die fünfte Prüfung brachte schliesslich die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg: Nach seinem ersten Platz bei der SS4 rutschte Peterhansel auf der SS5 zwei Mal in den Strassengraben und musste auf die Unterstützung der Konkurrenten warten. Holowczyc half ihm bei seinem ersten Ausrutscher, doch der zweite brachte dem Polen den entscheidenden Zeitvorsprung, den er auf den letzten beiden Prüfungen noch ausbauen konnte.
Nach der guten Leistung auf der Silk Way Rally bildete Polen für den dritten BMW von Alexander Mironenko und Sergej Lebedev kein gutes Pflaster. Speziell am Samstag war das russische Duo vom Pech verfolgt. Kurz vor dem Ziel der SS2 erlitten sie einen Differenzialschaden. Mironenko schafft es noch zurück in den Servicepark und konnte die Baja nach der schnellen Reparatur fortsetzen.
In der dritten Prüfung rissen durch den Aufschlag nach einem heftigen Sprung die Kabel der Benzinpumpe. Das Duo konnte mit telefonischer Unterstützung durch X-raid den Schaden reparieren. Am Sonntag lief es besser für die beiden Russen: Auf der SS5 nutzten Mironenko und Lebedev die Probleme der Konkurrenten und sicherten sich den Sieg. Trotz der guten Leistung am Sonntag erreichten sie nur den 16. Rang.
"Glückwunsch an Kristof, der sich nach der Silk Way Rally vor seinem Heimpublikum seinen zweiten Saisonsieg sichern konnte. Stéphanes Chancen auf den Sieg standen auch sehr gut, aber er ist zwei Mal steckengeblieben und Krzyzstof konnte dies nutzent", so Monster Energy X-raid Teamchef Sven Quandt. "Die Rally war kurz aber heftig. Am Samstag forderte die Navigation die Co-Piloten und am Sonntag erhöhte der Schlamm den Schwierigkeitsgrad."
2011/09/13 | 16:10 CET | ARTICLE: MR/SY/HS/X-RAID


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