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 Baja Portalegre: FIA-Entscheidung und Keilriemen vermiesten SAM die Baja.
Die 25. "Baja Portalegre" in Portugal, gleichzeitig finaler Lauf zum FIA Marathonrally World Cup, ist Geschichte - und mit ihr der diesjährige Auftritt des deutschen SAM-Mercedes Teams. Durch eine späte Entscheidung der FIA musste das Team nicht wie gewohnt mit einem 35mm Restriktor, sondern erstmalig mit einem 34mm Restriktor antreten.
Die fehlende Power glichen Matthias Kahle und Navigator André Jockusch allerdings durch beherzten Mehr-Einsatz aus - und so fuhr man im Prolog auf den hervorragenden 5. Platz der Gesamtwertung. Damit war man zweitbester Benziner und bestes Fahrzeug ohne Turbomotor.
Vor tausenden Zuschauern starteten Kahle/Jockusch dann am Samstag bei bestem Wetter in die zweite und dritte Etappe der Baja. Auf der ersten sehr selektiven und steinigen Schleife, die über 172 Kilometer rund um die portugiesische Stadt Portalegre verlief, kam das Team auf Platz 6 liegend ins Ziel.
Nach einem kurzen Service ging es auf die dritte Wertungsprüfung über 253 Kilometer. Auch wenn bis dahin alles nach Plan lief, die Fahrt des SAM wurde in der Prüfung jäh durch einen gerissenen Keilriemen unterbrochen. Nach erfolgreicher Reparatur durch die Piloten konnte die Fahrt fortgesetzt werden, doch der just gewechselte Keilriemen sprang erneut aus seiner vorgegebenen Bahn und sorgte für eine weitere lange Standpause des Teams.
Die bis dahin verstrichene Zeit war zu lang, um den nächsten Checkpoint innerhalb der vorgegebenen Maximalzeit zu erreichen. Trotz grossen Einsatzes der Fahrer gibt es bei der diesjährigen Baja Portalegre kein positives Ergebnis für das Team.
"Wir sind sehr enttäuscht" berichtet Teamchef Sven Knorr. "Es heisst zwar, dass das zum Motorsport dazugehört, aber ich hätte mir für das Team nach der Arbeit der letzten Monate ein gutes Resultat gewünscht. Bis dahin waren wir mit unserem Auftritt hier sehr zufrieden. Wir haben gezeigt, dass der SAM im vorderen Feld eines Weltmeisterschaftslaufes bestehen kann. Wir orientieren uns nach vorn und hoffen nächstes Jahr ein fester Bestandteil des Cross Country World Cups zu sein."
Matthias Kahle: "Die letzten Tests haben sich hier bezahlt gemacht. Wir konnten trotz kleinerem Restriktor und damit weniger Leistung an der Spitze mitfahren. Leider konnten wir die tolle Performance nicht in ein Ergebnis umsetzen."
2011/10/30 | 23:32 CET | ARTICLE: MR/SY/ZEMANIK | PICS: CHYTKA, BAJA






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