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Baja Saxonia Nachbericht: Nasser Auftakt der neuen deutsche Baja









Es tut sich was in der deutschen Rallyraid-Szene: Nach dem Auftakt der "German Offroad Masters" (GORM) im Herbst letzten Jahres kündigten sich mit der "Libya Rally Raid" und der "Baja Saxonia" gleich zwei neue deutsch-organisierte Veranstaltungen für 2008 an - und aus dem "Germany Rally Trail" der in Konkurs gegangenen "Offroad Pro GmbH" wird der "Rally Trial Germany" unter neuer Federführung des Trucktrial-Spezialisten Jörg Schumann - mit gleich zwei Veranstaltungen.

Während sich die deutschen Veranstaltungen bisher eher über das Jahr verteilten, wurde es in diesem Frühjahr erstmals eng. "Wir wollen über Ostern fahren" verkündete die Organisation der "Libya Rally Raid" bereits Anfang 2007, "damit ecken wir nicht an die Tunesien-Rallys "Grand Erg" und "Erg Oriental" an, zudem ist diese Jahreszeit in Libyen klimatisch sehr geeignet". Damit ging man allerdings dicht ran an die "Tuareg Rally" in Marokko, doch "die Tuareg ist seit Wochen ausgebucht und hat einen anderen Charakter".

Auch die neue "Baja Saxonia" zielte auf das Osterwochenende (21. bis 23. März), ansich eine gute Idee - doch leider zeitgleich mit der "Libya Rally Raid" und ebenfalls sehr dicht an der "Tuareg Rally". Zudem ist das Wetter Ende März in Deutschland nicht gerade eine sichere Bank...

Doch die Rallyszene hatte entschieden: Wir wollen eine neue deutsche Baja! Und so konnten sich die Leipziger Veranstalter der "Baja Saxonia" kaum vor Anmeldungen retten, vor allem das "Who-is-who" der Inlandsszene und zahlreiche - zumeist von der "Dresden-Breslau" bekannte - internationale Teams meldeten sich an. 35 Motorräder, 13 Quads, 58 Autos und 27 Trucks zählte die Starterliste - Rekord!

Da fast das gesamte Team von marathonrally.com die zeitgleiche "Libya Rally Raid" begleitete (bzw. Vertreter sich im Oman befanden), kam die "Baja Saxonia" in unserer Berichterstattung leider ein wenig zu kurz. Da eine derart erfolgreiche Veranstaltung eine Berichterstattung aber mehr als verdient hat, holen wir dies hiermit nach.

Hier die Zusammenfassung des Veranstalters (mit Dank an Karsten Mahlo):

Am Osterwochenende traf sich das who-is-who der europäischen Amateur-Rally-Szene in einem Tagebau nahe Leipzig. Ermöglicht wurde dieses Abenteuer durch die tatkräftige Unterstützung der Mitteldeutschen Braunkohlen AG (MIBRAG), zahlreicher Sponsoren und Mitgliedern des 4x4-Club Leipzig. Obwohl die drei Gründungsmitglieder der Baja Saxonia GbR, Karsten Mahlo, Karsten Dorn und Frank Süptitz, in den vergangenen Jahren schon viele ähnliche Events mit veranstaltet hatten, war die "Baja Saxonia" doch eine neue Herausforderung: 130 Teams, die mit grossen Erwartungen genannt hatten, waren gespannt auf dieses neue, in Deutschland im Amateurbereich einmalige Veranstaltungsformat.

Geplant waren ca. 400 schnelle Wertungskilometer auf teils sandigem, teils steinigem Untergrund. Die abwechslungsreiche Strecke sollte hohe Anforderungen an Mensch und Material stellen und einen perfekten Einstieg in die Saison 2008 bieten.

Doch die Vorbedingungen waren denkbar schlecht: Eine Woche Dauerregen weichten den Boden im zukünftigen Fahrerlager so auf, dass einige Teams schon Probleme bei der Einfahrt hatten. Hier wurde zum ersten Mal das Improvisations- und Organisationstalent der Orga auf die Probe gestellt. Ergebnis: Alle Teams schafften es trotz der teils widrigen Umstände pünktlich zur technischen Abnahme und somit auch zum Prolog am Freitag.

Pünktlich 14 Uhr startete das Entscheidungsrennen um die Startplätze für den nächsten Renntag. Die Prologrunde umfasste 15 Kilometer und konnte den Teilnehmern einen guten Eindruck über die Beschaffenheit des Geländes für die zwei Wertungsprüfungen geben.

Mit dem Sonnenaufgang begann der Renntag der Motorräder und Quads. Um 6 Uhr startete der Erste in einen 36 Kilometer langen Rundkurs, der an diesem Tag sechs Mal gefahren werden musste. Nach dem eher vorsichtigen Herantasten an die nun schon in weiten Teilen aufgeweichte und rutschige Strecke im ersten Durchgang steigerte sich das Tempo von Runde zu Runde merklich, so dass zwischenzeitlich sogar Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h erreicht wurden. Erschöpft, aber glücklich über das erreichte Ziel beendete die Mehrzahl der Teilnehmer spätestens um 11:30 Uhr (offizielles Wertungsprüfungsende) die erste Etappe der "Baja Saxonia".

Um 12 Uhr erfolgte der Start der PKW und LKW. Die Orientierung war für sie wegen der Spuren, die die Motorräder hinterliessen, einfacher. Das war auch an den Geschwindigkeiten erkennbar: Die Durchgangszeiten glichen denen der Zweiräder. Das in der LKW-Wertung mitfavorisierte Tatra-Team, das schon im Prolog Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h (!) erreichte, erlitt leider einen Reifenplatzer, der dem Fahrzeug einen zweifachen Überschlag mit Totalschaden und Fahrer und Beifahrer Arm- und Handverletzungen einbrachte. Der bereitgehaltene Rettungsarzt war sofort zur Stelle und somit konnte eine optimale Hilfe geleistet werden.

Leider sollte der Wetterbericht Recht behalten: Im Laufe des Nachmittags setzte wieder der Regen ein - und verwandelte die Strecke in ein noch unberechenbareres Terrain aus Matsch und Schlamm. Steckengebliebene Fahrzeuge konnten sich trotz des Wettbewerbs auf die Hilfe ihrer Mitstreiter verlassen: Alle konnten sich selbst bergen und waren nicht auf die von der Orga bereit gestellten Radlader angewiesen.

Als grosses Problem erwies sich die Streckenlänge in Kombination mit dem enormen Spritverbrauch einiger Fahrzeuge. Gegen Ende der Wertungsprüfung waren sie mit leerem Tank auf der Strecke zu finden und kassieren dafür einiges an Strafzeiten. Gegen 19.00 Uhr war für alle die Maximalzeit erreicht und während viele Teilnehmer im Fahrerlager schon am Schrauben waren, bereitete die Rennleitung die nächste Wertungsprüfung vor.

Voller Vorfreude auf den nächsten Tag ging alle Beteiligten zu Bett und schauten am nächsten Morgen nicht schlecht, als sich der Regen in der Nacht in Schnee verwandelt hatte. Eine geschlossene Schneedecke machte die geplante Durchführung der zweiten Wertungsprüfung aus Sicherheitsgründen unmöglich. Die Rennleitung blieb jedoch den Temperaturen entsprechend cool und präsentierte ihren Notplan: Der Start für die Motorräder / Quads wurde um zwei Stunden verschoben und die Gesamtstrecke halbiert.

Bei widrigsten Wetterbedingungen starteten die ersten Motorräder. Völlig unbeeindruckt vom Schneefall und den Minusgraden zogen sie ihre Runden und kämpften sich durch die Prüfung. Hatten am Vortag die schweren ATVs noch einen kleinen Nachteil, so schlug jetzt ihre Stunde. Mit Untersetzung und Allrad frästen sie sich durch den schweren Boden und hatten nun klare Vorteile gegenüber den nur heckgetriebenen Sportquads.

Als 12.00 Uhr die Autos und LKW auf die Strecke gingen, hatte der Schneefall nachgelassen. Trotzdem war der Streckenverlauf entschärft und die Wertungsprüfung verkürzt. Die meisten Teilnehmer begrüssten diese Entscheidung und lieferten sich auch am zweiten Tag ein spannendes Rennen. Ohne grössere Probleme und mit dem permanent freundlichen Lächeln der Streckenposten ging die Veranstaltung am Sonntagabend mit der Siegerehrung zu Ende.


Alles in allem zeigten sich die Veranstalter zufrieden mit der ersten Veranstaltung, eine Fortsetzung ist auf jeden Fall geplant. "Auch die 2. Baja Saxonia wird an Ostern starten, wir können nur an diesem Termin" so Karsten Mahlo von der Organisation. Allerdings fällt der Termin 2009 etwas später aus - vom 10. bis 12. April - mit hoffentlich besserem Wetter.

Artikel vom 07.04.2008, Artikel: Redaktion/hs/K. Mahlo

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