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Baja Saxonia: Ostaszewski und Ott siegen bei den Trucks







Golden funkelte er vor dem Start in einer Ecke des Fahrerlagers - der Ural-Volvo des polnischen Spediteurs und Breslau-Siegers Krzysztof Ostaszewski, der in diesem Jahr erstmals mit seinem angehenden Schwiegersohn an den Start ging. Spätestens nach diesem Anblick war klar: Holt die Kinder rein und behaltet als Konkurrenten immer einen Blick in den Rückspiegel, denn der Pole ist mit seiner brutal-schnellen Fahrweise nicht immer unumstritten.

Ein weiterer Blick über den Platz machte klar, auch die "übliche" Konkurrenz Ostaszewskis war nicht zuhause geblieben. Peter Niedergesaess (Scania), Udo Heidenreich (MAN), Leon de Wit (Holland, Mercedes SK), Ton Stoker (Holland, Iveco), Frantisek Svoboda (Tschechei, Tatra), Thilo Süptitz (MAN Kat), Thorsten Holz (MAN Kat) oder Dieter Wollenberg (MAN Kat) waren nur einige der direkten Konkurrenten in der Klasse der ganz schweren Jungs über 7,5 Tonnen. Dazu kamen zwei neue, besondere Trucks: Der Finstral-Mercedes Axxor des Dakar-Teams Elfrink/Seesing aus Holland sowie der neue Mercedes Actros des Teams Kotterer/Kotterer.

Kaum losgelassen liessen es die Trucks auch prompt richtig krachen, vor allem zwischen den Teams Ostaszewski, Niedergesaess, Svoboda und Elfrink schenkte man sich nichts. Das Resultat der Sekundenhatz: Wie bei den Pkw eine Ausfallserie sondergleichen. Frantisek Svoboda zerlegte bereits im Prolog die hintere Achse seines Tatra, konnte sie aber bis zum eigentlichen Start wieder richten. Leon de Wit opferte den Motor seines Mercedes SK, Udo Heidenreich gab nach Motorproblemen ebenfalls auf, Thorsten Holz musste seine Stossdämpfer abschreiben und Ton Stoker versenkte seinen Iveco spektakulär gemeinsam mit dem Bergebagger über Stunden im Morast.

Auch wenn Ostaszewski nicht eine Sekunde daran dachte, sich überholen zu lassen - die Konkurrenz blieb dran. Das Resultat: Nach zwei harten Rallytagen gewann der Pole mit 07:12:55 Stunden die Baja mit nur 24 Minuten Vorsprung vor dem Cottbuser Peter Niedergesaess (Scania) verhältnismässig knapp, nur 18 Minuten hinter dem Scania beendete Frantisek Svoboda die Rally als 3. - noch knapper mit nur 4 Minuten vor Elfrink/Seesing im Dakar-Axxor aus Holland.

Erst dahinter wurden die Abstände grösser, Thilo Süptitz schaffte es mit seinem MAN Kat in 09:01:56 Stunden auf Platz 5 vor Dieter Wollenberg (MAN Kat), dem Team Pohle/Hanuschkäwitz/Hentschel im schnellsten IFA sowie dem Schlammsucher Ton Stoker im Iveco Trakker.

Achja, der "Goldene Reiter" und Truck-Gesamtsieger Krzysztof Ostaszewski blieb diesmal brav, die gute Streckensicherung sorgte für freie Strecken und nur ein Pkw ging diesmal auf sein Konto - der Pole konnte aber nichts dafür, merkte noch nicht einmal, das ein Suzuki im dichten Staub auf den Ural-Volvo auffuhr und mit einer 40 Zentimeter kürzeren Karosserie aufgeben musste.

Kontinuierlicher verlief es bei den leichten Lkw

Das Feld der leichten Lkw war mit 8 Fahrzeugen ein wenig kleiner besetzt, doch auch hier hatten sich einige Namen gemeldet. Prominentester Starter war unumstritten das Team Hellgeth/Hellgeth mit ihrem Doppel-Turbo Über-Unimog, die es als erster Lkw der Geschichte nach diversen Anläufen schafften, die Dresden-Breslau als Gesamtsieger (!) zu beenden. Auch die Unimog-Profis Klaus Malzer und Christine Hartwig liessen es sich nicht nehmen, es gegen die Hellgeths aufzunehmen, ebenso wie ursprünglich drei genannte Hummer H1 von Eugen Eble/Birgit Zeuch, Kai Reichert/Ralf Kahlo und Konrad Schmieder (der aber gar nicht erst antrat).

Das Starterfeld bei den leichten Lkw liess mit Ausnahme der Hellgeths eher ein geringeres Tempo erwarten - denn die meisten ihrer Klasse sind eher für eine kontinuierliche denn hetzerische Fahrweise bekannt. Entsprechend fuhren die Gebrüder Hellgeth mit ihrem Doppelturbo ersteinmal Allen davon - leider nicht lange. Schon nach wenigen Runden am Samstag das Aus - nun wurde es umso spannender.

Nachdem sich auch der Hummer H1 von Kai Reichert schon früh nach technischen Problemen verabschiedete, richteten sich alle Augen auf Eugen Eble, dessen Wüsten-Hummer schon die Erg Oriental Rally gewann. Doch die Tücken der Strecke und die Schlammlöcher wirbelten das Feld immer wieder durcheinander - und Kontinuität wurde von Runde zu Runde wichtiger.

Irgendwie unterschätzte man den IFA W50 Deutz des Teams Ott/Stier, die sich permanent nach vorne kämpften. Die Abstände zwischen den Teams wurden anders als bei den schweren Trucks immer grösser, das Ergebnis immer spannender. Am Ende war es tatsächlich der IFA, der die Baja für sich entschied: 08:46:42 brauchte das Team und war damit fast eine Stunde schneller, als der überraschte Zweitplatzierte Eugen Eble (09:42:48) und Klaus Malzer (11:03:07), obwohl dieser sich kurzfristig auch einmal im Schlamm versenkte.

Artikel vom 15.04.2009, Artikel: Redaktion/hs

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