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Baja Saxonia: Rally-Nachbericht vom Mercedes-Team Müller/Peglow



Der Einstieg von Dr. Ulrich Müller in den Marathonrally-Sport begann mit einem Land Rover Defender 90 und der "Erg Oriental" 2006 - doch was fehlte, war Glück. Die Fahrleistungen waren top, einzig der Land Rover hielt nicht und so entschied sich der Norddeutsche, auf einen Mercedes G umzusatteln. Doch auch im Mercedes G sollte es nicht besser laufen, trotz klasse Fahrleistungen warfen Technische Schäden Müller immer wieder zurück. Auf der "1. Baja Saxonia" wollten es Müller und sein Beifahrer Kai Peglow nach der nun wissen: Hält unser Auto endlich? Schaffen wir es endlich mal ins Ziel? Hier der Teambericht von Dr. Ulrich Müller:

So besch... das Wetter, so viel Spass hat die Veranstaltung Kai und mir gemacht. Schon nach vier Kilometern im Prolog gab es ein erstes kleines Problem: 120° Grad auf der Wasseruhr. Die Diagnose war schnell gestellt, da wir als MAD (Master of Desaster)-Fahrzeug aus einem reichen Fundus schöpfen konnten: Doppelter Schraubenfederbruch, total demolierte Spurstange, geplatzter und versandeter Motor, all das kannten wir schon von früher.

Diesmal fing es an mit komplettem Kühlwasserverlust. Der Tuner MKB, der sich für Einbau und Tuning des Motors verantwortlich zeigte, hatte eine Kühlwasserschlauchschelle nicht richtig angezogen. Ein Streckenposten gab uns seine Colaflasche. Wir rannten im Tagebau herum und schöpften Wasser aus einer tiefer liegenden Abraummuldenpfütze - bis wir merkten, dass nur kurz daneben ein funktionstüchtiger Hydrant stand. Trotz dieser zeitaufwändigen Nummer waren wir schliesslich nicht Letzte im Prolog - sondern immerhin Vorletzte.

Entsprechend der Prologplatzierung starteten wir am nächsten Tag. Wir waren richtig gut drauf - und fuhren auf Platz 12. Unterwegs blickten wir gar nicht mehr durch, wen wir alles überholten, merkten aber, dass uns widerum nur ein Fahrzeug überholt hatte: Der "German Offroad Master" Steffen Beier, gleichzeitig späterer Gesamtsieger. Der Überholvorgang hat uns derart aufgeregt, das wir ihm nun im gleichen Tempo folgen wollten - aber unsere MAD-Kiste fing plötzlich an zu schlingern und wir dachten: "Thats the difference".

Mit einem satten Polster von ca. 20 Minuten vor dem Team auf Platz 13 ging es dann am Sonntag auf dem wegen Schneetreiben und Dauerregen verkürztem Parcours weiter. Auf der Strecke begann es nun bei Schlammlöchern und Sandauffahrten hektisch zu werden. In der ersten Kurve nach dem Start lag noch ein demolierter Tatra auf der Seite.

Nicht viel weiter stand steckte alles in einem Hohlweg fest. Wir frästen uns mit beträchtlicher Seitenneigung rechts vorbei, säbelten einige knüppeldicke Sträucher um (umweltpolitisch völlig inkorrekt, ich weiss), büssten dafür unser Nummernschild ein (Strafe folgt sofort), aber in der nächsten Runde stand alles immer noch an derselben Stelle. Diesmal zogen wir links hoch und vorbei, landeten aber auf einer knapp 40 Meter langen Kuppe einer Abraumhalde (Sand), in der wir nach der Hälfte komplett aufsassen. Glücklicherweise hatte ich von der letzten Wüstenrally noch die Sandbleche montiert (wir waren so ziemlich die einzigen mit Blechen), so dass wir wieder freikamen.

Aber irgendwie sah der rechte Hinterradreifen nun sehr platt aus...es stand also ein Radwechsel an. Das wäre auf der Kuppe allerdings sehr riskant gewesen. Also fuhren wir rechts den Steilhang wieder runter um im Gebüsch den Reifen zu wechseln (die Nummer kostete uns
30 Minuten).

Erneut auf der Piste, deckte uns ein vor uns fahrender Lkw komplett mit Schlamm ein. Normalwerweise kein Problem, aber unser Waschwasserbehälter war aus der Halterung gerissen und leer wie eine hohle Nuss (was wir allerdings erst später feststellten). Also Scheibenwischer auf vollen Anschlag, nach knapp 300 Metern tauchte die Landschaft wieder auf. Zwar nicht allzu lange, denn auch andere Lkw konnten gut einschlammen - aber dabei sollte es dann endlich auch bleiben.

Insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, die wir im nächsten Jahr garantiert wieder machen wollen. Wir möchten an dieser Stelle allen Orgaleuten vom 4x4 Club Leipzig herzlich danken. Hoffentlich kriegt ihr das nächstes Jahr wieder auf die Reihe...


Artikel vom 10.04.2008, Artikel: Redaktion/hs/Dr. Ulrich Müller

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