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 Baja Saxonia: Teamreport Mercedes-Team Kotterer - Platz 3 hinter Bekx.
Von Klaus Peter Kessler/Teamreport* Braunkohletagebau Profen südlich von Leipzig; Himmelfahrtswochenende. 328 Teams aus 14 Ländern machen die dritte Auflage der Baja Saxonia zu Europas grösster Veranstaltung dieser Art in diesem Jahr.
In der grossen Truck Kategorie mit am Start eine ganze Armada von Dakar-Teams aus den Niederlanden. Angeführt vom erfahrenen und erfolgreichen DAF-Team von Hans Bekx mit dem werksunterstützten CF 75. Der "Fliegende Holländer" Bekx ist gerade erst Zweiter beim "Africa Race" von Marseille nach Dakar geworden.
Schon beim Prolog wurde klar, dass wir uns nicht verstecken mussten: Platz sechs liess alle Möglichkeiten offen. Noch besser: Kurt Gerstgrasser bei den kleinen Trucks. Er trieb unseren "Laubfrosch" (Mercedes Unimog) auf einen bärenstarken zweiten Rang - bei seiner allerersten Rally mit dem Team und dem ersten Wettkampf mit dem unbekannten Gerät. Da scheinen sich zwei gefunden zu haben...
Leider streikte der Unimog am folgenden Wettkampftag. Erneut auf Platz zwei liegend versagte das Getriebe den Dienst. Michael Kotterer lenkte den Axor auf Platz vier ins vorzeitige Ziel der Wertungsprüfung (WP). Die WP musste nämlich nach einem heftigen Unfall - auch infolge der inzwischen sehr schwierig gewordenen äusseren Bedingungen (Kälte, Nasse) - abgebrochen werden. Gewertet wurden nur die ersten beiden gefahrenen Runden.
Für den Folgetag veränderten die Veranstalter die Streckenführung. Steilfahrten (zu rutschig) wurden herausgenommen. Der jetzt von 40 auf 28 Kilometer verkürzte Rundkurs wurde jetzt dafür sechs statt fünf Mal umrundet.
Alles lief perfekt, na ja, fast. Denn mit zunehmender Renndauer haute der Axor hinten aus dem Aufbau bläuende Wolken raus. Gleichzeitig wurde der Diesel knapp. Grund war eine gelockerte Treibstoffleitung. Zwangstopp, Notreparatur und der Tank fiel wenige Meter hinter dem Ziel trocken. Puh! Das hätte daneben gehen können.
Fazit: Platz Drei nach drei Ereignis- und Konkurrenz-reichen Tagen. Das Auto hat sich erneut bewährt und das Team trotz Umbesetzung auf einer Position erneut toll harmoniert. Und die Erkenntnis, dass die Dakar-Jungs auch nur mit Wasser kochen.
Saisonauftakt geglückt. Doch nach der Baja ist vor der Breslau. Am 26. Juni wartet die Startrampe auf der Dresdener Augustusbrücke auf uns. Ziel: Das Ergebnis vom Vorjahr (Platz 6 über 7,5 t) toppen. Aktuell überlegen wir noch, auch den Unimog ins Rennen zu schicken. Das bedeutet aber eine komplette Umplanung der Logistik. Der Axor jedenfalls ist gerüstet. Zuletzt wurde noch eine leistungsstärkere Winde verbaut - mit Faktor fünf. Die 16. Rally Dresden-Breslau kann kommen!
*Anmerkung der Redaktion: Ein Teamreport wird von einem teilnehmenden Team selbst verfasst und - wenn - nur geringfügig durch die Redaktion bearbeitet. Der Inhalt des Reportes muss also nicht unbedingt die Meinung der Redaktion darstellen.
2010/05/26 | 18:57 CET | ARTICLE: MR/HS/KPK


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