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 Baja Saxonia: Vierter Beier-Auto Sieg - und Beweis, das Speed nicht Alles ist.
Die Rallyszene blickt zurück auf eine schöne, heisse aber extrem staubige "Baja Saxonia", die vor allem mit ihren Ergebnissen überraschte. Wie selbst Hummer-Pilot Uwe Zirbes anerkennend feststellte: "Was bringt das schnellste Auto wenn man die CP´s nicht hat". Die Organisation hatte das bekannte Gelände erneut spannend gemacht - und vor allem mit dem CP1 bereits am ersten Tag das Feld ganz neu gemischt.
Dennoch, bei den (schnellen) Pkw gewann ein besonderes Team: Phillip und Steffen Beier mit ihrem Eigenbau-Mercedes G Proto. Für das Vater-Sohn Duo war es nicht nur der zweite Sieg nach der 1. Baja Saxonia 2008, sondern der insgesamt vierte Sieg mit einem Beier-Auto. Denn nach dem Sieg 2008 kaufte der Bulgare Alexander Kovatchev das alte Auto, gewann darauf zweimal 2009 und 2010.
"In diesem Jahr lief einfach Alles" freute sich Phillip Beier nach der Rally. Im letzten Jahr war man mit dem neuen Auto angetreten, doch technische Probleme liessen das Team weit zurückfallen. "Auto hielt, wir hatten die CP´s, perfekt."
Zwei Wüstenfüchse - und beide aus einem Team - machten Platz 2 und 3 sicher: Tuareg-Sieger Lee Amthor (mit Navigatorin Juhani Tammelin) sowie René Zeller und Bogo Vatovec hatten alle CP´s und waren zudem schnell mit ihren Range Rovern unterwegs. Auf Platz 4 folgt Wojtek Tolak im besten ORC-Mercedes (Rolf Blaess und Vitalij Ruf fielen aus) vor der Nissan-Crew Lange/Schindler.
Die Pkw hatte man nach Hubraum unterteilt, unter 2 Liter und darüber. Entsprechend gemixt waren die Fahrzeuge in der kleinen Klasse - hier fuhren Lada Niva gegen Suzuki SJ, Buggies und Side-by-Side. Das Rennen machten schliesslich die Brüder Steinbrecher mit ihrem Lada Niva vor Dakar-Profi Chris Leyds aus Holland im McRae Buggy und dem Suzuki des Teams Kammer/Piontek vor Bodzioch/Musial und Plötz/Schmitz in Polaris Side-by-Sides.
Bei den Trucks - unterteilt nach unter und über 7,5 Tonnen - durfte sich bei den "Grossen" das Team Chemnitz im IFA über den Gesamtsieg freuen. Auf Platz 2 folgte überraschend Hummer-Spezialist Eugen Eble, der das erste mal mit seinem MAN Kat bei der Baja Saxonia an den Start ging, vor dem hollämdischen MAN TGS des Teams Van den Oever/Schepens/Kluijtmans. Auf Platz 4und 5 folgen Leon de Wit im Mercedes SK und der österreichische Mercedes Axor des Team Kotterer.
Die leichten Trucks wurden klar von Mercedes Unimog dominiert - doch auch hier fuhren tatsächlich zwei Mercedes Axor - "die haben wir gewogen" meinte Veranstalter Karsten Mahlo zu der ungewöhnliche Einteilung. So werden gleich die Top 7 von Mercedes dominiert. Es gewann das Team Günther im superschnellen, selbst aufgebauten Unimog (und nicht wie berichtet das Ex-Heidenreich Auto) vor Finkel/Hölzlein (ebenfalls Unimog), Johan Elfrink im Axor aus Holland sowie den beiden Unimog der Teams Braun/Lehberger und der "Libya Rally Raid"-Crew Jäger/Gröger.
Mit den Mercedes wollten es Uwe Zirbes und Dr. Kai Reichert (beide Hummer H1) aufnehmen, dazu stiess erstmals Bettina Zirbes im Ex-Militär Steyr. Die Überraschung: Bettina Zirbes fuhr bei ihrer Truck- und Fahrerpremiere sauber und kontinuierlich, schaffte am Ende Platz 8 vor ihrem Ehemann Uwe und Reichert/Kahle auf Platz 10.
Bei den Quads machte Jürgen Schlachta das Rennen vor Rainer Hug und Dariusz Pieta (alle mit Can-Am). Bei den leichten Motorrädern (unter 180 kg) gewann Wüstenprofi Karsten Riemenschneider (Husaberg) vor Dirk Schuttel (Yamaha) und Hagen Maikranz (KTM). Die Klasse der schweren Motorräder gewann Robert Labinsky (KTM) vor Frank Kosmowski (BMW) und Ingo Zahn.
2011/04/26 | 15:49 CET | ARTICLE: MR/SY


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