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 Baja Saxonia: Vom Regen regiert - Teamreport vom Porsche-Team Walcher.
Von Markus Walcher/Teamreport* Das Wetter wollte in diesem Jahr nicht so richtig mitspielen, auf der Auftakt-Rally in die Saison 2010. Während im letzten Jahr dicke Staubwolken durch das Tagebaugebiet im sächsischen Profen wirbelten, dominierten in diesem Jahr nasser Sand und Matsch die Strecken der Wertungsprüfungen. Aber schliesslich waren wir ja auch nicht nach Profen gekommen, um uns dort in die Sonne zu legen.
Am Donnerstag wurde ledglich die Startaufstellung für das eigentliche Rennen ausgefahren - 16 Kilometer Eigenwöhnungsphase auf das, was uns noch auf weitern 380 Kilometer erwartete. Eine Mischung aus Schlamm, Sand und schnellen Schotterpisten - alles in allem sehr ausgewogen. Als Ergebnis gab es am Freitag einen 18. Platz von knapp 100 Pkw. Ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, auch angesichts der Tatsache, dass wir als seriennahes Fahrzeug in die gleiche Wertung fielen, wie die stärkeren Prototypen.
Von Startplatz 18 aus ging es also am Freitag auf die erste Wertungsprüfung, auf der ein 35 Kilometer langer Rundkurs fünfmal umrundet werden sollte - noch ohne Regen. Während die erste Runde perfekt verlief und wir schon einige vor uns liegende Fahrzeuge überholen konnten, wurden wir in der zweiten Runde durch einen platten Reifen aufgehalten, dabei setzte auch der Regen wieder ein. In der dritten Runde wurde das Rennen aufgrund eines Unfalls abgebrochen.
Durch den Reifenschaden in der zweiten Runde hatten wir bis dorthin aber schon relativ viel Zeit eingebüsst und beendeten die Etappe auf dem 30. Rang - gleichzeitig unser Startergebnis für die letzte Etappe am Samstag.
Diese war durch den anhaltenden Regen teilweise unbefahrbar geworden, die eigentlich 45 Kilometer lange Runde wurde vom Veranstalter auf 35 Kilometer gekürzt, musste dafür aber sechsmal umfahren werden. Beifahrer Alexander Weinmann musste entsprechend viele Änderungen im Roadbook vornehmen.
Weichsandfelder und Schlammlöcher wurden zur absoluten Herausforderung für Fahrzeug und Besatzung - Runde für Runde begann der Kampf um Vortrieb auf´s Neue - und endete für uns, wie kann es anders sein - genau am Zuschauerpunkt. Während wir alle schwierigen Stellen der Etappe wirklich gut gemeistert hatten, blieben wir genau dort, wo das meiste Publikum war, an einer eher einfachen Kontrollpunkt-Passage stecken. Man sollte die Strecke eben nie unterschätzen ...
Trotzdem, das Auto hat gehalten, wir hatten einen riesen Spass - und konnten uns trotz der Wiedrigkeiten und unter den vielen teueren Prototypen noch bis auf den 15. Gesamtrang nach vorne arbeiten. Ein erfolgreicher Einstand in 2010.
*Anmerkung der Redaktion: Ein Teamreport wird von einem teilnehmenden Team selbst verfasst und - wenn - nur geringfügig durch die Redaktion bearbeitet. Der Inhalt des Reportes muss also nicht unbedingt die Meinung der Redaktion darstellen.
2010/05/18 | 11:41 CET | ARTICLE: MR/HS/WALCHER


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