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Baja Spain: Al Attiyah baut Vorsprung aus, Mitsubishi-BMW Duell

Bei strahlendem Sonnenschein und heissen 34 Grad starteten die Teilnehmer in die heutige erste Etappe der Rally. Als gut wurde von den Teilnehmern vor allem empfunden, das man gegenüber dem Vorjahr die Strecke umgebaut hatte, somit etwas Neues bot.

Erneut konnte sich der Qatari Nasser Al Attiyah mit seinem X-Raid BMW X3CC gegen die Mitsubishi Evolution durchsetzen und seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Joan "Nani" Roma auf 4:46 Minuten ausbauen. Dritter wurde der Portugiese Filipe Campos im privaten X-Raid X3CC vor Luc Alphand und Hiroshi Masuoka in den weiteren Mitsubishi.

Die Top Ten wurden heute komplett durcheinander gewürfelt. So schafften es auch einige Lokalmatadore zwischen die Profis. Drittbester BMW wurde der Russe Leonid Novitsky auf Platz 8, die Privatiers Bernardo Moniz (X3CC) und Rui Sousa (X5CC) schafften es auf Platz 15 und 17. Für Aufregung bei X-Raid sorgte heute die plötzliche Aufgabe von Bruno Saby. Nach der ersten Speziale stellte er seinen BMW im Fahrerlager ab und gab seinen Rückzug aus dem Marathonrally-Sport bekannt.

Al Attiyah kann es egal sein, er freut sich über seine Führung: "Ich war zu Beginn etwas unsicher, auch weil ich als Erster starten musste. Zu Beginn des Tages verlor ich 40 Sekunden, aber dann fand ich meinen Rhythmus, gab Gas und konnte den Mitsubishi davonfahren. Am Samstag werde ich nochmal richtig pushen und versuchen, den Vorsprung auszubauen ohne Fehler zu machen" so der Qatari am Abend.

Können die X-Raid BMW die Mitsubishi in Schach halten? Für Mitsubishi ist die Antwort klar: Die Reifen waren schuld. Jeder (!) Mitsubishi holte sich zwei Reifenschäden (BF Goodrich), bei jedem Mitsubishi war es vorne rechts, bei jedem Mitsubishi waren Steine der Auslöser, "in keinem Fall die Produkte unseres Partners BF Goodrich" versuchte Teamchef Dominique Serieys die Situation zu retten. Bereits auf der Central Europe Rally hatten die französischen Reifen ihre Probleme mit Stein und Schotter, waren z.B. bei Volkswagen schon nach 70 Kilometern völlig abgefahren bis zerfetzt. "Morgen werden wir angreifen" verspricht Serieys.

Trotz der Reifenschäden waren die Mitsubishi Pajero Evo, die bald in den Ruhestand gehen, sehr gut dabei. "Wir sind mit den Benzinern offensichtlich im Nachteil" vermutet Tages-Vize Nani Roma, "das bedeutet, das wir mit einem wesentlich höheren Risiko fahren müssen, wenn wir gewinnen wollen. Dafür muss man manchmal einen hohen Preis zahlen. Die Samstags-Etappe liegt uns besser und wir können sie schneller angehen. Also lassen wir die heutigen Probleme hinter uns und bleiben hochkonzentriert" so der Spanier.

So ist es eben, wenn man in der Weltliga fährt - da ist man auch schon bei minimalen Zeitverlusten unglücklich. Dabei haben die Piloten der roten Flitzer aus Japan eigentlich keinen Grund, unzufrieden zu sein. Das beweist auch Hiroshi Masuoka, der mit dem neuen Diesel-Prototypen unterwegs ist, der sich wacker schlägt. Obwohl er Speed rausnehmen musste, schaffte er es auf Platz 5. "Ich habe mir meine beiden Reifenschäden schon früh in der ersten Sektion geholt, das bedeutete, die anderen beiden Sektionen ohne Ersatzreifen zu fahren" so der Japaner am Abend.

Wer ist noch vorne dabei? Weltmeister Boris Gadasin hatte keinen guten Tag, platzierte seinen Overdrive Nissan Navara nur auf Platz 11. Der Holländer Tonnie van Deijne, seit der Central Europe Rally etwas schneller unterwegs, schaffte es mit seinem Mitsubishi L200 auf Platz 9 vor dem Italiener Maurizio Traglio im Nissan Terrano Proto.

Auch wenn es gemein klingt: Der Fornasari RR450 von Marc Blazquez ist bereits heute "wie erwartet" ausgefallen - nur selten sehen die leider sehr schlampig zusammengebastelten italienischen Sportwagen das Ziel. Heute war Blazquez allerdings ein wenig selbst Schuld: "Ich bin bei Kilometer 20 in einen Graben gerutscht und fast umgekippt" berichtet der Spanier. "Irgendwie muss es die Benzinleitung erwischt haben, auf jeden Fall fing es auf einmal an zu brennen. Es ist irgendwie der Wurm drin."

Am morgigen Samstag wird die letzte Etappe der diesjährigen "Baja Spain" gefahren. Der Tag beginnt mit einer 133 Kilometer langen ersten Speziale, es geht weiter mit der längsten Speziale über 238 Kilometer, gegen Ende gibt es noch einen 1-Kilometer lange Epilog - die "Colin McRae Memorial".

Artikel vom 18.07.2008, Artikel: Redaktion/hs

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