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Baja Spain: Erfahrungsbericht vom Unimog Racing Team





Endlose Felder, schnelle Pisten, tiefe Löcher und nahezu nicht enden wollende Staubfahnen - die Baja Spanien zählte auch 2007 ohne Zweifel zum Härtesten, was der FIA Baja Worldcup an Kurzstreckenrallys zu bieten hat. Eine Herausforderung, der sich das deutsche Unimog-Racing Team in diesem Jahr zum ersten Mal gestellt hat - mit Erfolg.

Dennnoch, auch die Schwaben blieben von technischen Problemen nicht verschont. Bereits kurz nach dem 4,5 Kilometer langen Prolog in Madrid, bei dem die Startreihenfolge für das eigentliche Rennen ausgefahren wird, gab es die erste Schrecksekunde: Druckabfall im Bremssystem des 400PS-Renners. Co-Pilot Stefan Niemz legte wie immer bei nächster Gelegenheit Hand, beziehungsweise Schraubenschlüssel an. "Wir haben festgestellt, dass eine Leitung des Kompressors verstopft war und haben diese gereinigt. Normalerweise sollte jetzt alles funktionieren," stellte er nach der Reparatur mitten in der Madrider City optimistisch fest. Und schon düste der rote Unimog samt Besatzung weiter in Richtung der ersten Wertungsprüfung.

Diese führte von Madrid nach Zaragoza im nördlichen Teil Spaniens, dem eigentlichen Austragungsort der Rally. "Noch ist Luft drin!" strahlte Fahrer Gerhard Walcher zweideutig, als er im Ziel die Treppen aus seinem Führerhaus herunterstieg. Nicht nur, das der Luftdruck im Bremssystem gehalten hatte - auch hatte sich das Team auf dieser Etappe vom fünften auf den vierten Platz vorarbeiten können.

Am nächsten morgen ging es früh los zur längsten Etappe der Rally - insgesamt 370 Kilometer Wertungsprüfung, unterteilt in zwei Etappen, sowie einige Kilometer Verbindungsetappe wurden in der Streckenbeschreibung angekündigt. Auf Hochebenen, teilweise gespickt mit Windkraftanlagen, Bergpässen und freien Feldern galt es nun, die gut 10 Minuten Vorsprung auf den Fünftplatzierten zu verteidigen - das Podest war angesichts der enormen Mehrleistung einiger Konkurrenten kaum noch zu erreichen. Doch schon 60 Kilometer nach dem Start machte erneut die Druckluftversorgung einen Strich durch unsere Rechnung.

"Normalerweise arbeitet das System in unserem Unimog mit 16 Bar Druck, bei einem Abfall unter 8 Bar löst zum Unfallschutz automatisch die Handbremse aus," erklärt Unimog-Lenker Gerhard Walcher. "Heute ist der Druck teilweise auf 6 Bar abgefallen und wir mussten anhalten, bis dieser sich wieder aufgebaut hatte. Schade, jetzt haben wir nur noch 2 Minuten Vorsprung - das wird knapp." Co-Pilot Stefan Niemz ergänzte: "Wir werden morgen nochmal alles geben - ganz so einfach geben wir den Platz nicht her."

Wie angekündigt ging das Team am vierten und letzten Tag der Rally nochmal richtig zur Sache. Auf der mit 254 Kilometer ebenfalls sehr langen Wertungsprüfung versuchten die drei Schwaben nochmal alles - ehe sie auf der Zeitjagd 20 Kilometer vor dem Ziel von einem Stahlrohr sprichwörtlich ausgebremst wurden. "Auf den letzten 50 Kilometern lagen immer wieder Stahlrohre auf der Strecke, eines davon hat sich beim Überfahren so blöd unter unserem Lkw verkeilt, dass dort vier Druckluftleitungen abgerissen wurden," berichtet Markus Walcher, der im Cockpit auf dem dritten Sitz Platz nahm. "Die pneumatische Handbremse hat sofort ausgelöst und die beiden Hinterräder verloren ihre Luft. Diese Reparatur hat uns gute 30 Minuten und somit den vierten Platz gekostet." Im Ziel dann die Auflösung des "Rohre-Rätsels". Ein anderer Renntruck hatte im Laufe der Etappe seinen kompletten Aufbau in Einzelteile zerlegt und auf der Piste verteilt - als Entschädigung gab´s eine extra grosse Zigarre für die Schwaben und alle lachten wieder.

Am Ende sind sich die drei verstaubten, aber strahlenden Jungs aus dem Unimog einig: "Das war geil - die bisher schönste Baja die wir bestritten haben und für uns ein Erfolg!" Welche Rallyepisten von den Schwaben als nächstes unsicher gemacht werden bleibt noch offen.

Artikel vom 26.07.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/mw

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