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 Balkan Offroad: Rally mit dem Prolog gestartet - 15 km-Waldstrecke.
Das ist das Schöne an Ländern, in denen man noch (fast) überall fahren kann: Man kann die Strecken so machen, wie man sie will. Beim Prolog der Balkan Offroad Marathonrally in Bulgarien schuf man eine 15 Kilometer lange Strecke mitten durch einen Wald, ein Mix aus Off-Road, engen Pfaden und Schotterpisten.
Das Wetter war heute wieder wechselhaft, durch die Höhe von 1.300 Metern auch kein Wunder. Der Tag begann eiskalt, gegen Mittag kam die Sonne durch, prompt waren es 26 Grad (im Tal 31). Nur kurze Zeit später zogen wieder Nebelwolken auf - wie in einem B-Movie, als wenn Jemand eine Nebelmaschine angeworfen hätte. Prompt sanken die Temperaturen auf 13 Grad. Aktuell ist es trocken, aber kühl.
"Das war heute sehr schnell, aber auch schon tricky zu fahren" berichtet der deutsche Mercedes-Pilot Rolf Blaess, "teilweise war die Strecke ziemlich eng." Sowohl Blaess als auch Hagemann/Elfenthal verfuhren sich einmal kurz. "Eigentlich kein Thema, aber durch die engen Wege konnte man nicht wenden, so haben wir 1-2 Minuten verloren" so Blaess.
Fies: Auf einem kleinen Teilstück musste man eine Strasse überqueren, hier waren nur 50 km/h erlaubt. Eigentlich kein Ding, aber wie sonst nur bei FIA-Veranstaltungen üblich werden Geschwindigkeitsüberschreitungen extrem hart bestraft - bereits ab 1 km/h. So kann man sich bei nur 5 km/h schon einmal den ganzen Tagesschnitt versauen...
Beginnen wir jedoch mit den Motorrädern und Quads, denn hier gibt es Gutes zu berichten. Der Österreicher Johannes Lukas fuhr dem Feld mit seiner KTM davon und machte den Tagessieg mit 14:18 Minuten, 20 Sekunden vor dem Bulgaren Zornitsa Todorova (KTM) und dem Tschechen Vlastimil Tosenovsky (KTM, 14:51).
Lukas´ Landsmann Georg Schoeninger fuhr ebenfalls ein sehr gutes Rennen, platzierte seine KTM mit 16:06 Minuten auf Platz 8. Torsten Altmann aus Deutschland benötigte 18 Minuten für den Prolog, erreichte Platz 21 (von 33 angetretenen Startern).
Bei den Pkw gingen anstatt der 31 gemeldeten Fahrzeuge nur 23 an den Start, ein Teilnehmer fiel bereits auf der Anfahrt nach Bulgarien aus. Den Tagessieg machte erwartungsgemäss das italienische Duo Camporese/Terranova mit ihrem FIA Isuzu D-Max Proto (15:04 Minuten) vor den Teamkollegen Cangi/Cavianto im FIA-Isuzu Trooper (15:41) und den Bulgaren Kolev/Kolev im Nissan Patrol (15:43).
Bestes deutsches Team wurden die Ladies-Crew Daniela Blaess und Alexandra Baur im ORC Mercedes G320, sie schafften die Strecke in 16:56 Minuten und belegten Platz 12. Nur drei Sekunden später folgte Daniela´s Ehemann Rolf Blaess mit Copilot Simon Garnham aus England auf Plart 13, Thomas Becher und Hans-Peter Wohlfahrt kamen auf Platz 18 (17:48), Thilo Hagemann und Heike Elfenthal auf Platz 20 (19:00).
Das Camp bleibt auch Montag und Dienstag noch hier in den Bergen, allerdings geht die erste grosse Etappe morgen auch ins heisse Tal. Wir melden uns morgen früh nochmals mit weiteren Details zu der ersten Etappe.
2010/09/05 | 18:58 CET | EDITOR: MR/HS


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