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 Breslau Rally: Hannibal-Etappe und vorletztes Camp versinken in Mega-Sturm.
UPDATE Die berühmte "Hannibal-Etappe", die in diesem Jahr aufgrund fehlender Gelände in 11 Teiletappen gestückelt wurde, ist am Ende sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Einige Passagen wurden abgebrochen, einige Teilnehmer brauchten die ganze Nacht um ins neue Camp nahe der Tschechischen Grenze zu kommen, die Berger waren im Dauereinsatz.
Auf der Überführung ein ähnliches Bild. Hagelkörner so gross wie Golfbälle, umgestürzte Bäume, wir trafen auf einen auf dem Dach liegenden Audi A4. Am Ende musste ein Unimog unser Pressefahrzeug ins Camp schleppen, da die Sichtweite gerade einmal 1-2 Meter betraf und wir bei der Einfahrt in einen Graben rutschten.
Entsprechend brach auch die Camp-Logistik zusammen, die Zelte konnten nicht aufgebaut werden, das Essen mussten im prasselnden Regen unter freiem Himmel - wenn überhaupt möglich - serviert werden. Teilnehmer-Zelte, die schon standen wurden durch starken Wind teilweise zerstört.
Schade: In der Nacht kamen Diebe in das Camp, stahlen zwei Teilnehmer-Motorräder und diverses loses Camp-Material wie Aggregate, Stühle etc. Eine Einfahrtskontrolle gab es nur zwischenzeitlich, da das Gelände ein öffentliches Gelände war.
Im Camp selbst versanken Autos bis zum Dach im Wasser, selbst der MAN KAT 6x6 von "Offroad Extrem" blieb stecken. Aus Protest baute ein französisches Team sein Camp auf der einzigen Asphaltzufahrt auf, was dann über zwei Stunden zum Totalchaos führte. Nur durch besonnenes Zureden wurde das Zelt verschoben, der Regen liess nach und ebenso das Chaos.
EIn Kritikpunkt waren die sanitären Anlagen. Seit Beginn der Rally gibt es für alle Teilnehmer nur ein paar Dixi-Klos, die nach wenigen Stunden kaum mehr benutzbar sind. Duschen gibt es auf einem mobilen Container - allerdings je nur vier Duschen für Männer und Frauen, die permanent seit einer Woche kalt sind. In diesem Punkt besteht dringender Handlungsbedarf auf der Breslau - Glück hat nur, wer mit einem Wohnmobil angereist ist. Zum Glück gab es zwischendurch Tankstellen, an denen man sich gegen ein geringes Entgelt duschen konnte.
"Das war so nicht geplant, eigentlich sollten die Duschen warm sein. Aber wir werden das System ändern und zukünftig eventuell einen Gasbrenner einbauen" berichtet Camp-Logistiker Dennis Koch. Auch bei den Toiletten will man zukünftig eventuell auf angenehmere Container setzen.
Die Strecke gestern verlief abwechslungsreich, erstmals waren auch die Cross-Country Fahrzeuge am Start, die die meisten Schlammlöcher umfahren konnten.
Aufgrund der Umstände konnte auch für die Presse kein Zelt aufgebaut werden, die eigene Logistik war aufgrund der langen Überführung verstreut, so das wir uns erst am Freitag Abend oder Samstag wieder mit "echten" Rallygeschichten melden können.
Am heutigen Freitag wird noch eine letzte Etappe in einem Tagebau auf polnischer Seite nahe der tschechischen Grenze gefahren bevor es am Abend nach Hohenmölsen in Deutschland geht, wo man die letzte Etappe startet. Ergebnisse lagen zum Zeitpunkt des Campwechsels leider nicht vor, diese können aber nach Veröffentlichung unter [ www.rallye-breslau.com ] eingesehen werden.
2012/07/06 | 10:20 CET | ARTICLE: MR/HS








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