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 Breslau Rally: SS01 Aufwärm-Etappe - easy für die Einen, Horror für Andere.
Die 1. Etappe der "Breslau Rally" 2012 in Polen führte direkt nach dem Prolog das erste mal in die polnischen Wälder. Um den Tag nicht allzu lang und schwer zu gestalten, war die Strecke überschaubare 55 Kilometer lang - und anfangs vor allem schnell.
Viel Pisten, Schotter, hochgewachsenes Gras durchzogen von drei Wasserlöchern, die zu Beginn noch nicht einmal sichtbar, sich aber gegen Ende zu teils tiefen Löchern entwickelten. Für Einige war die Etappe schnell zu Ende, Andere werden noch am späten Abend von der Organisation geborgen. Es entwickelte sich... doch mehr dazu am Ende des Artikels.
"Für uns war es ganz easy, allerdings fahren wir ja auch nicht mit um zu gewinnen" berichtet Toyota-Navigatorin Carmen Hrup. "Es war sehr schnell, dazwischen die drei Wasserlöcher, wir sind einfach durchgefahren. Aber Andere hatten so ihre Probleme, neben uns hatte sich ein Teilnehmer derart eingegraben, das wir nicht mal mehr die Automarke erkennen konnten. Wir haben ihn dann mit unser Winde rausgezogen, so kamen wir wenigstens einmal zum Winschen" lacht die Schweizerin. "Aber es war ja auch der erste Tag, also gut so."
Wolfgang Braun, der mit Martin Hähle nicht nur ehemaliger Breslau-Sieger ist, sondern auch zu den Top-Kandidaten für einen erneuten Sieg zählt, sah es ähnlich. "Die Etappe war fast schon zu schnell für die Trophy-Autos, aber gut für die Racer. Wir sind mit unserem Toyota Trophy-Proto bis zu 150 km/h gefahren. Wir sind einfach durch, mussten einmal winschen - aber vor allem das letzte Wasserloch dürfte sich gegen Ende ziemlich fies entwickelt haben."
Sabine Trapp, unterwegs mit Oliver Vodusek in einem Land Rover Defender, fand die Strecke als Einstieg prima. "Hat mir sehr gefallen. Die ersten Wasserlöcher waren einfach, aber das letzte Schlammloch war doch etwas heftig. Zum Glück fahren wir im Team. Eines unserer Fahrzeuge hatte es geschafft, wir wollten es links herum versuchen, am Ende haben wir uns dann aber doch gegenseitig rausgezogen. Allerdings hatten wir technische Probleme, mussten die Kardanwelle ausbauen - und das mitten in einer Ameisenstrasse... das war nicht lustig!"
Spät am Abend kam Reporter Berthold Grings ins Camp - und war sichtlich beeindruckt. "Das war vielleicht ein Loch, teilweise haben bis zu 10 Autos und Lkw nebeneinander dringesteckt, noch jetzt am späten Abend stecken einige Trucks drin, auch ein 8x8 MAN Kat. Es hat sich wirklich entwickelt, eigentlich war es eher ein Sumpf-Bach, den man durch das hohe Gras nicht sehen konnte. Später ging es nur noch mit den Winde durch - oder eben gar nicht."
Für einen Quadfahrer war die Stage ebenfalls am letzten Schlammloch beendet - doch nicht wegen des Wassers. "Der kam mit einem abgerissenen Vorderrad an, nur durch die Gewichtsverlagung konnte er noch fahren. Angekommen fiel er völlig erschöpft von seinem Quad, wurde fast noch von einem Pkw erwischt" berichtet Berthold.
Eine kleine, aber feine Etappe zum Auftakt - und wie immer gilt der Spruch: Es gibt eine Breslau vor den Lkw - und eine Breslau hinter den Lkw. Wer schlau war, kämpfte erst gar nicht, liess sich "reinfallen" um sich dann bequem rauszuwinschen.
Die Ergebnisse lagen aktuell noch nicht vor, diese reichen wir nach, bzw. werden später auf der offiziellen Webseite [ www.rallye-breslau.de ] veröffentlicht. Am morgigen Sonntag bleiben wir im derzeitigen Camp, die Teilnehmer werden in drei Teilstages in einen Rundkurs über insgesamt 155 Kilometer geführt.
2012/06/30 | 22:02 CET | ARTICLE: MR/HS








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