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 Breslau Rally: Wetterkapriolen zum Prolog - erst Staub, dann Sturm - Sieger.
Pünktlich gegen 10:00 Uhr wurde am Samstag (30. Juni) die 19. Breslau Rally in Polen mit dem Prolog gestartet. Der Tag begann heiss, bereits gegen 09:30 Uhr zeigte das Thermometer satte 24 Grad...
Das neue Camp im Ort Borne Solinowo (ca. 50 Kilometer östlich vom berühmten Militärgelände Drawsko Pomorski) wurde auf einer grossen Wiese hinter einer Industrie-Ruine aufgebaut - eine interessante und anregende Kulisse.
Der Prolog war direkt neben dem neuen Camp gestaltet worden, nicht so hart wie in den Vorjahren, aber schnell, wellig, durch einen kleinen Wald und zu Beginn extrem staubig. Drei Runden á ca. 3 Kilometer musste jeder Teilnehmer, egal ob Auto, Quad, SSV, Motorrad oder Truck bewältigen.
Hintergrund: "Wir haben am ersten Rallytag nicht nur den Prolog, sondern ab ca. 14:00 Uhr auch gleich die 1. Etappe über knapp 60 Kilometer" erklärte ein gut gelaunter Veranstalter Henrik Strasser. "Daher haben wir den Prolog nicht allzu schwer gestaltet, da wir pünktlich in die 1. Etappe starten wollen."
Während die Motorräder, SSV (Side-by-Side), Quads und die ersten Autos Glück hatten und bei strahlendem Sonnenschein mit Massen an Staub zu kämpfen hatten, wurde es in der zweiten Hälfte der Autos stürmig - sehr stürmig. Dunkle Wolken türmten sich über dem Camp auf, binnen weniger Minuten prasselten massive Regenmassen herunter, verbunden mit einem kurzen Sturm, der schon zum Auftakt das eine oder andere Teilnehmer-Zelt vernichtete.
Sogar einen Verletzten gab es: Ein Catering Mitarbeiter wollte einen schweren Metall-Schirm retten, dabei brach der Schirm und traf den Helfer am Kopf. Binnen Sekunden waren die Sanitäter vor Ort, versorgten den Verletzten bei strömendem Regen - die gute Nachricht, es geht ihm wieder gut.
Genauso schnell wie der Sturm kam, war er auch wieder verschwunden. Und nach kurzer Zeit schien die Sonne erneut, hohe Luftfeuchtigkeit aber dennoch angenehme Hitze. Doch die Strecke hatte sich verwandelt. Aus losem Sand wurde Fester, aus kleinen Senken wurden kompakte Schlammlöcher. Die letzten Autos und die Trucks profitierten aber davon, denn die Strecke war schneller geworden, Überholmanöver wurden einfacher, kein Staub verhinderte mehr die Sicht.
Bei den Motorrädern gewann Marcin Kruger mit seiner Yamaha (7:26 Minuten) vor Beat Juen (7:56) und Oliver Post (8:01, beide KTM), bei den Quads Mikael Levievre (8:38, CanAm) vor Andrzey Pieron (8:42, CanAm) und Marek Gluszek (8:43, Yamaha) und bei den Side-by-Side das Team Chaskus/Colin (8:00) vor Meunier/Duttafoghi (8:11) sowie Pinchedez/Pinchedez (8:16, alle Polaris).
Bei den Pkw setzte das polnische Nissan Patrol Team Oleszcak/Chelmicki mit 7:28 Minuten die beste Zeit, gefolgt von der deutschen Crew Hähle/Braun (Toyota Proto, 7:53) und den ehemaligen Breslau Siegern Kufel/Samosiuk aus Polen (Grat 2 Proto) mit 8:41 Minuten.
Bei den leichten Lkw (unter 7,5 Tonnen) machte das Trio Töpfer/Budde/Heinzig mit ihrem Mercedes Unimog den Sieg für sich aus, genau 10 Minuten benötigten sie vor Günther/Irmscher/Günther (10:30) und Wemhoff/Hesselmann (10:35, beide ebenfalls Unimog).
Bei den schweren Lkw gewannen die ehemaligen polnischen Sieger Ostaszewski/Piasecki/Papas mit 10:20 Minuten im Mercedes Zetros vor Neubert/Neubert/Herbst (11:06, Mercedes SK 6x6) und Chemnitz/Beier/Möller (11:20, IFA L60).
2012/06/30 | 14:51 CET | ARTICLE: MR/HS








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