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 Breslau Rally: Zweite Rally in Osteuropa, Kovatchev steigt ein, Speed-Klasse.
Die "Mutter aller Wüstenrallys" hat es vorgemacht: Aus der "Paris-Dakar" wurden die "Dakar" und "Dakar-Series" - mit Erfolg. Was bei der lizenzpflichtigen französischen Mega-Rally funktioniert, soll jetzt auch den lizenzfreien Amateursport bereichern. Die "Breslau Rally" erweitert ihr Angebot um eine neue Rally durch Ungarn, Rumänien und Bulgarien - sozusagen die "Breslau Series".
Ein mutiger Schritt für Europas älteste und erfolgreichste Amateur-Abenteuerrally, deren Namen ebenfalls längst ein feststehender Begriff in der internationalen Rallyszene geworden ist. Warum sollte dann eine Breslau nur in Polen bleiben? Ab sofort gilt für engagierte Offroad-Sportler: "Breslau ist überall".
Aber keine Angst, die traditionelle Breslau in Polen fällt nicht aus. Sie startet wie gewohnt am letzten Juni-Wochenende - diesmal aber in Breslau und endet in Dresden. Die Geschichte der Breslau wird nicht neu geschrieben, sie wird international erweitert - um neue, spannende Kapitel.
Kein Geringerer als Breslau- und Baja Saxonia-Sieger sowie "Gladiator-Offroad"-Boss Alexander Kovatchev aus Bulgarien steigt als neuer Partner in die Rally ein - dazu bildeten der bisherige Chef Henrik Strasser und Kovatchev die "Breslau International GmbH & Co KG".
Die "Zweite Breslau" (die ja eigentlich die 18. ist) soll keine an einen anderen Ort verpflanzte Kopie der klassischen Breslau sein, sondern einen eigenen, unverwechselbaren Charakter haben. Neben der klassischen Breslau - geprägt von Seilwinde und Wasserdurchfahrten - gibt es deshalb jetzt erstmals eine "Breslau Cross Country". Hier stehen Geschwindigkeit gepaart mit gutem Navigationsgeschick im Vordergrund.
Die Cross Country-Version der Breslau hat bestes Rally Raid Format, geprägt von langen, teils schnellen Etappen. Das Streckenprofil erfordert keine Seilwinde, bestenfalls einen Notanker. Zugelassen sind Rally-Raid Fahrzeuge, auch ohne FIA-Homologation. Damit wird diese Rally auch interessant für Teams, die zum Beispiel bei Bajas eher die schnelle Variante bevorzugen, nicht so sehr den "Trophy-Charakter" der klassischen Breslau. Auf gut Deutsch: Speed statt Schlamm.
Und auch das ist neu: Es sind auch "Touristen" willkommen, die in diesen Sport hineinschnuppern wollen. Mit Roadbook, Tripmaster und Helm steht dem nichts im Wege.
"Die Topografie in Polen ist eher zweidimensional: Der höchste Sandhaufen ist gerade mal 25 Meter hoch" erklärt Alexander Kovatchev. "In Rumänien und Bulgarien ist dreidimensionales Fahren angesagt. Das Rennen führt durch die schönsten Regionen mit unberührter Natur. Die fahrerischen Herausforderungen werden perfekt ergänzt durch die Lage der Camps an idyllischen Orten, um den besonderen Flair der Länder und der Bevölkerung mit zu bekommen. Berge, Donau, Schwarzmeerküste."
Die Länder im europäischen Südosten haben eine lange Tradition im Offroad-Sport. Erinnert sei an die sehr starke Meisterschaft in Ungarn. Oder Nachbar Rumänien: Seit 15 Jahren stark in der internationalen Trophy-Szene vertreten erinnern sich eingefleischte Offroader gerne noch an die "Carpat Trophy" und andere Events. Aktuell zieht die "Transilvania Adventure Trophy" (TAT) das Interesse auf sich. Alljährlich nehmen über 140 Starter aus mehr als 14 Nationen daran teil. Sehr starke nationale Meisterschaft.
In Bulgarien wird seit elf Jahren eine starke nationale Meisterschaft für Geländewagen und Enduro/ATV vom "Bulgarischen Motorsport Bund" ausgerichtet. International bekannt ist Bulgarien durch sehr gute Marathon-Veranstaltungen im Rally Raid und Enduro wie durch die "Balkan Offroad" Rally und den "Six Days Crazy Job". Bei der Breslau und der Baja Saxonia fällt das Motorsportland Bulgarien alljährlich durch topplatzierte Teams auf.
Vom 24. September bis 1. Oktober 2011 startet die 18. Breslau in Budapest. Dem Showstart folgt hier ein Prolog. Nach einer Verbindungsetappe findet die erste Wertungsprüfung ebenfalls in Ungarn statt. Unmittelbar nach dem Grenzübertritt nach Rumänien geht es über die Karpatenausläufer Richtung Sibiu, wo die Kings Road - die höchste offene Strasse (2300 Meter) über die Karpaten - und über die Donau in Richtung Bulgarien gefahren wird.
Nach zwei Wertungstagen in Bulgarien bis zur Schwarzmeerküste geht es über Rumänien wieder in Richtung ungarische Grenze, wo die Siegerehrung stattfindet.
Starter der klassischen Breslau erhalten einen Sonderbonus bei Pkw in Höhe von 300 Euro und bei Enduros in Höhe von 150 Euro. Als Gegenleistungen bekommen die Teilnehmer eine Woche Abenteuerrally in der schönsten Offroad Umgebung, die es gibt. Mit allen bekannten Standards: Vom medizinischen Service bis zu einer Woche Catering - angepasst an die lokalen "Schmankerln". Der Standard entspricht dem der bekannten Breslau.
Für Endurofahrer gibt es die Möglichkeit, die Motorräder an zwei Sammelstellen in Deutschland abzugeben. Diese werden mit dem Lkw zum Start gefahren und im Falle eines Defektes auf der Strecke verladen. Ebenso erfolgt der Rücktransport ab dem Ziel bis zu den Sammelstellen in Deutschland.
Im Preis von 490 Euro sind ebenso der Transport von zwei Alukisten mit Material und persönlichen Kleidungen, sowie Ersatzreifen und Reservekanister enthalten.
Für die Lkw-Fahrer gibt es erstmals auch die Möglichkeit, die Fahrzeuge über ein Ro-Ro-Schiff über die Donau bis Budapest zu verschiffen. Bei Interesse stellen wir gerne den Kontakt her.
Die "neue Breslau" bietet allen Interessierten eine neue Herausforderung: A New Challenge. Ein attraktives Angebot in reizvoller Umgebung mit den bekannten Standards, Konditionen und kalkulierbarem Aufwand; ausgerichtet von Persönlichkeiten, die für hohen Anspruch im Offroad-Sport stehen.
2011/04/07 | 13:30 CET | ARTICLE: MR/SY


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