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Breslau wettertechnisch "at it`s best" auf der ersten Polen-Etappe



Der Montag wurde für viele hart - nicht nur aufgrund der knapp 500 Kilometer langen Überführung von Hohenmoelsen (bei Leipzig) nach Recz (bei Stettin), sondern durch den plötzlichen Wetterumschwung, der aus einer "händelbaren" Strecke eine echte "Abenteuerstrecke" machte. Den ganzen Tag über war das Wetter angenehm, aus Bewölkung wurde Sonnenschein, die Strecke war überwiegend trocken, staubig und schnell zu fahren.

Die Etappe war gemixt gestaltet, nicht zu lang, nicht zu schwer - aber mit ersten Gemeinheiten gespickt. Die Strecke begann mit schnell zu fahrenden Sandpassagen im Wald, als erste Herausforderung folgte eine Brücke, die aber (bei den Pkw und Trucks) nicht überquert werden durfte. "Jahrelang sind wir darüber" berichtet Unimog-Pilot Holger Brauwers, "war irgendwie klar, das der neue Chef Henrik Strasser das schwerer machen wird."

Es wurde schwer. "Wir wussten, der Fluss ist an dieser Stelle extrem tief. Aber wie tief es wirlich wurde, Wahnsinn. Unser Unimog schwamm nach dem Eintauchen auf, obwohl wir hoch sitzen, ging das Wasser bis an die Knie. Da wurde einem echt Anders." Auch Stephan Stensky (Mercedes G) erinnert sich besonders an die Durchfahrt. "Wir haben erst beobachtet, dann haben wir gedacht, ok, das erste mal Winschen. Aber dann kamen wir so durch, aber der Motor erwischte Wasser. Eine Zeitlang liefen nur fünf Zylinder, wir dachten schon, das wär´s. Aber nach einigen Kilometern war die Leistung wieder da und es ging weiter. Schliesslich waren wir früh im Ziel, ganz ohne Regen."

Womit wir wieder beim Thema des Tages sind - dem Regen. Donner, tiefschwarze Wolken und heftige Boen kündigten das Unwetter an. Von einer Sekunde auf die Andere Daumendicke Tropfen, die Sichtweite im Regen bei 10 Meter, das Wasser gemixt mit Hagel, heftige Sturmboen. Im Camp lief das Wasser in Massen, riss tiefe Furchen in den Sand, einige Zelte wurden weggeweht. Das Wetter spaltete die Ergebnisse in zwei Lager. Die vorderen Teilnehmer bekamen Sonnenschein, der Rest "brutales Nass".

Die Stecke entwickelte sich zum Spektakel. Die ersten Teilnehmer kamen zügig durch, mussten neben schnellen Waldstrecken eine Wasserdurchfahrt und eine schlammige Wiese bewältigen. Doch die Hinteren hatten Pech. Die Strecke verwandelte sich in eine seifige Rutschbahn, Löcher füllten sich mit Wasser, Bäche stiegen an. Entsprechen waren und sind die Berger im Einsatz.

"Es war heftig" berichtet Helge Schönlebe von der Organisation. "Wir hatten gerade die Zelte aufgebaut, alle unsere Sachen darunter gestellt. Dann kamen die kurzen, heftigen Böen, in Sekunden riss es die Zelte weg, alle unsere Sachen waren klatschnass." Am Abend dann die besondere "Orga-Aufgabe": Neue Schlafsäcke, Decken und Betten organisieren. Breslau-live - mit seinen besten Wetter-Eskapaden.

Noch in der tiefen Nacht steckten mehrere Fahrzeuge in der Strecke, es wird wohl noch einige Stunden dauern. Umso mehr blickt alles gespannt auf den morgigen Tag: "Das Wetter könnte die Etappe leicht verändert haben" schmunzelte er bei der Fahrerbesprechung. Es wird auf jeden Fall feucht und matschig...

Artikel vom 30.06.2009 I 01:17 Uhr








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