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 | Budapest-Bamako: Dünen-Herausforderung und Get-Together |
 Am Dienstag erlebte die "Racing"-Gruppe ihr einziges Dünenabenteuer der gesamten Rally auf dem Weg von Atar nach Tidjikja. Weil auch ein Grossteil der Racing-Teilnehmer eher touristisch veranlagt ist und Geschwindigkeiten über 100 km/h scheut, wollte man ihnen nicht allzu viel zumuten und jagte sie nur wenige Kilometer durch die Dünen. Doch auch das war für einige der Amateure schon zu viel.
Während die Profis auf "normalen" Rallys pro Tag auch einmal 200 Kilometer Dünen und mehr an einem Tag schaffen, benötigten einige der Racing-Teilnehmer bis zu 1,5 Tage (!) für 20 Kilometer Dünen (!) - die es allerdings in sich hatten. Einige der Fahrzeuge waren einfach zu schwer für den Sand, so transportierte z.B. ein Teilnehmer von Ungarn aus (!) 160 Liter Wasser im Auto - weil er gehört hatte, das es in ganz Afrika kein Wasser geben soll.
Das Resultat: Die folgende Etappe von Tidjikja nach Kiffa wurde gecancelt, die Teilnehmer fuhren als Überführung in die letzte mauretanische Stadt, in der das erste gemeinsame Camp der Racing- und Touristik-Gruppe aufgeschlagen wurde.
Für das Camp hatte man sich richtig Mühe gegeben. Die Locals hatten einige Zelte in einem abgesperrten Gelände aufgebaut, das gesamte Camp wurde von Militär und Polizei bewacht. Im vorderen Bereich des Camps hatte sich der Reisebus der Touristik-Gruppe aufgestellt und sorgte mit DJ-Musik für gute Laune. Im hinteren Teil standen die Zelte, hier wurde am Abend die Fahrerbesprechung abgehalten, danach lud man noch zu einer gemütlichen Lagerfeuer-Runde ein. Endlich einmal die bisher so vermisste "typische" Campstimmung - entsprechend gut war die Laune.
In Kiffa warteten auch die beiden deutschen Trabis von D-Rolf und Willi Janke auf die Teilnehmer. "Wir waren erstmal überrascht, wie das hier abläuft" berichtet Willi Janke, der ansonsten auf "richtigen" Rallys unterwegs ist und 2008 den 3. Platz der Deutschen Rallyraid Meisterschaft GORM erreichte. "Der Start in Budapest war sehr professionell, danach hat eigentlich jeder nur noch sein Ding durchgezogen und wir sind auf Strassen durch Afrika gefahren. Hier ist vor allem "der Weg das Ziel" - ungewöhnlich aber OK. Die Ungarn stehen in jedem Fall darauf."
Das Trabi-Team hatte bereits in Spanien das erste grosse Erlebnis - der Motor von D-Rolf´s "Rennpappe" wollte nicht mehr. "Bei eiskalten Temperaturen mussten wir nachts den Motor wechseln" berichtet D-Rolf, "danach sind wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h der Truppe hinterhergerast." Immerhin, in Afrika halten die Trabis bisher. So sehr, das Willi Janke und sein Copilot Thomas Döring beschlossen, selbst von Bamako auf eigener Achse zurück nach Deutschland zu fahren. "Das Auto hat soviel tapfer mitgemacht, das will ich es nicht in Mali lassen - das hat der Gute nicht verdient."
Artikel vom 29.01.2009, Artikel: Redaktion/hs
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