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Budapest-Bamako: Erste lange Sandpassagen in Mauretanien




Die erste Etappe in Mauretanien begann ein wenig holprig - denn die erste grössere Sandpassage vorbei an langen Dünengürteln und durch erste Tiefsandfelder musste gekürzt werden. Eigentlich wollte man 480 Kilometer Offroad pur von Nouadhibou nach Atar fahren, doch die Organisation verkürzte die Sandpassage auf Bitte der Behörden und führte die Teilnehmer über die einzige Strasse aufwändig zuerst in den Süden nach Nouakchott und dann wieder gen Norden nach Atar. Aus geplanten 480 Kilometern wurden so schnell 800 Kilometer, entsprechend spät kamen die Teilnehmer in Atar an.

Beim Camp in Atar hatte man diesmal nicht gerade eine glückliche Wahl getroffen, statt wie am Vorabend wunderschön in Dünen gebettet campierte man auf einem staubigen Hinterhof einer, naja, "Pension". Zu allen Überfluss war die Organisation auch noch von den Teilnehmern getrennt, da nicht für alle Fahrzeuge Platz war - so traf man erst am Dienstag Morgen wieder aufeinander. Geschäftstüchtig sammelten die Besitzer des Geländes dann auch noch frech 10 Euro "Kurtaxe" von jedem Teilnehmer ein, Ähnliches versuchte man an einem der "Schnitzeljagd"-Punkte in einer Oase.

Nachdem bekannt wurde, das die Touring-Gruppe, die bisher noch nicht auf die Racing-Kategorie traf, im knapp 370 Kilometer entfernten Nouakchott in einer schönen Bungalow-Anlage direkt am Strand einen Ruhetag beging (den die Racing-Kategorie nicht hat), nutzten ein paar Racing-Teilnehmer die Chance, einen Tag zu pausieren und ebenfalls nach Nouakchott zu wechseln.

Nach der Durchquerung von Marokko waren Viele auf Mauretanien´s Hauptstadt Nouakchott gespannt. Obwohl Mauretanien zu den ärmsten Länder Afrikas zählt, ist Nouakchott eine moderne und augenscheinlich wohlhabende Stadt. Auf den Strassen beherrschen alte Mercedes 190 das Strassenbild, überall kreuzen nagelneue Toyota Land Cruiser, Porsche Cayenne, Audi Q7, Mercedes ML oder BMW X5. Es gibt Alles zu kaufen, Internet-Cafés mit DSL-Geschwindigkeit, Supermärkte, Baumärkte und vieles mehr. Auch in Sachen Farbe ist man vielfältiger, viele Häuser sind in quietschbunten Farben bemalt.

Die Mauretanier haben die Rally sehr freundlich empfangen, überall reicht man freundlich die Hand, grüsst und winkt. Das Militär postierte überall Sperren, in denen die Teilnehmer regelrecht "abgezählt" werden - man tut alles für die Sicherheit. Die Dakar Rally hat hier eindeutige Spuren hinterlassen, überall sieht man Menschen mit Rally-Jacken, auf jeder Tankstelle kleben unzählige Sticker der Dakar-Teilnehmer.

Am morgigen Mittwoch fahren beide Gruppen nach Kiffa und treffen dort erstmals aufeinander. Damit es auch einmal Bilder von der vielseitigen und bunten Touring-Gruppe gibt, werden wir diese morgen bis Kiffa begleiten und dann wieder zur Racing-Kategorie wechseln.

Artikel vom 27.01.2009, Artikel: Redaktion/hs

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