    |
|

 |



|

 Budapest-Bamako profitiert von Dakar-Afrika Absage.
Die Dakar-Rally geht nach Südamerika - die Marathonrally-Fans bleiben in Afrika. Nachdem Hubert Auriol mit seinem "Africa Race" mehr Ärger bekam als ihm lieb war, startet nun die unabhängige "Budapest-Bamako" durch. Nach der Dakar-Absage wuchs die ehemalige "Spass-Rally" von 34 auf über 620 Teilnehmer, alleine über 220 Pkw stehen am Start. Das beweist: Die "echten" Abenteurer leben noch - und fast ohne Werbung und Sponsoren startet die Rally von 0 auf 100 durch.
Die "Budapest-Bamako" will den einstigen Spirit der Dakar wieder aufnehmen - Dakar-Gründer Thierry Sabine würde jubeln, könnte er sehen, was seine Nachfolger aus Ungarn in diesem Jahr vormachen. Die BB fährt den Spirit nicht nur, sie lebt ihn auch. So werden unzählige Spenden nach Afrika gebracht, alleine der Organisator spendiert 7 Mercedes Sprinter Rettungswagen mit voller Ausrüstung.
Das hilft nicht nur der Rally - sondern auch den Menschen. "Wir sind bewusst nicht kommerziell, schreiben kaum Regeln vor und sind sehr günstig. Wir wollen die echten Abenteurer, Spassvögel, Rallyfahrer, was auch immer" berichtet Veranstalter Andrew Gál. Die Teilnehmer und Beteiligten geben ihm Recht. Am Vorabend des Starts stand der Rally-Chef fast neben sich: "Alles läuft - aber ich brauche Schlaf."
Dazu kommt: Die afrikanischen Länder profitieren auch finanziell von der Rally. "Bisher war der Januar immer eine gute Einnahme, denn die "Dakar" kam. Jetzt kommen eben wir" grinst Gál. Wie einfach eine gute Verbindung nach Afrika sein kann, beweisen alleine die Formalitäten. Alles läuft unkompliziert. Das Visum für Mali und Mauretanien gab es per Aufkleber in den Pass, ohne Behördengänge, ohne Probleme, ohne Anträge.
Auch aus Deutschland sind zwei besondere Teilnehmer dabei. Willi Janke, Dritter der Deutschen Meisterschaft GORM 2008 (Mitsubishi Pajero) startet in Budapest nicht mit einem Geländewagen, sondern einem Trabant. Inspiriert wurde er dabei durch den "Trabi-Pabst" Rolf Becker (alias D-Rolf), der seit Jahren mit dem Trabant Welterkundungen vornimmt. Beide starten gemeinsam mit zwei Trabant 601 Kombi als Team.
Aufgrund der Budapest-Bamako Berichterstattung können wir den Liveticker am 17. Januar nicht wie gewohnt bedienen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Dafür präsentieren wir Ihnen in den nächsten zwei Wochen keine "Königsklasse" wie auf der Dakar - aber echten und fairen Marathonrally-Sport aus Afrika.
Artikel vom 17.01.2009, Artikel: Redaktion/hs



|

|
|
|
 |
 
 |