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Budapest-Bamako: Ral-li, Ral-li hallt es in Malis Dörfern

Am Donnerstag früh hat der Rallytross das Camp in Kiffa verlassen und gen Mali aufgebrochen. Die mauretanischen Behörden hatten einen Extra-Service eingerichtet: Da die Racing-Gruppe über die grüne Grenze nach Mali einreiste, wurden die Ausreiseformalitäten bereits in Kiffa erledigt, wie schon bei der Einreise ungewöhnlich schnell und freundlich.

Die Landschaft wechselte bereits im Süden Mauretaniens von Dünenschwerer Wüste über Felsgebiete zur langsam immer grüner werdenden Savanne, die Temperaturen stiegen enorm an. War es in Marokko vor allem Nachts noch eiskalt, freut man sich jetzt über 35-40 Grad am Tag und 20 Grad in der Nacht - natürlich bei strahlendem Sonnenschein.

Die Etappe vom Donnerstag sollte über "einfache" 320 Kilometer quer durch die Savanne ins erste Camp in Mali führen. "Prima, mal ein schneller Tag" freuten sich die Teilnehmer - zu früh gefreut. Die wunderschöne Strecke führte auf engen Sandpfaden kreuz und quer durch die Savanne, vorbei an den berühmten "Affenbrotbäumen" mit ihrem teils bis zu 4 Meter breiten Stämmen.

Viele Löcher und Wellen nahmen das Tempo aus der Strecke, die immer gleiche Landschaft aus gelbem, trockenen Gras und kleinen Bäumen und Sträuchern machte eine einfache Navigation sehr schwierig. Nachdem sich die tschechische Hummer-Truppe auf der vorherigen Dünen-Etappe bereits als professionell erwies und dort als schnellste durchkam, bewies man auch auf der Savannen-Etappe, das man doch aus dem Profi-Lager kommt. Während die Hummer bereits nachmittags im Camp ankamen, sollten die letzten Teilnehmer erst gegen 2:00 Uhr nachts auftauchen.

Vor allem die letzten 5 Kilometer hatten es in sich. Die meisten Teams erwischten die letzten Kilometer in der Dunkelheit, die Navigation wurde fast unmöglich, da die wenig ausgefahrenen Pisten teils im Nirvana endeten. Manch Teilnehmer ging es auch zu unbedarft an, so landeten Einige in einem ausgetrockneten, aber butterweichen Wadi und mussten von anderen Teilnehmern geborgen werden. Rettung bot schliesslich das Quad der Medicals, das mutig vorausfuhr und den richtigen Weg suchte.

Überall in den Dörfern war die Rally wohl das Highlight des Jahres - wann sonst passiert hier mal was. Überall zwischen den Lehmhütten sammelten sich die Kinder des Dorfes, riefen immer wieder "Ral-li, Ral-li", tanzten und lachten. Viele Rallyteilnehmer hielten an, verteilten kleine Geschenke. Die Hummer-Truppe hatte sogar einen halben Kleintransporter voller Bekleidung dabei, wurde überall zum Mittelpunkt des Dorfgeschehens.

Die Veranstalter wollten den Teilnehmern ein echtes Gefühl von Mali geben und leiteten die Fahrzeuge teils mitten durch die engen Dörfer. Das war manchmal sogar derart eng, das man wenden und drumherum fahren musste. Die Dorfbewohner hatten damit zumindest kein Problem, im Gegenteil. So endete der Tag für die Teilnehmer erschöpft aber ohne weitere Zwischenfälle.

Artikel vom 31.01.2009, Artikel: Redaktion/hs

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