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Central Europe Rally: Christina Meier schafft es auf den letzten Platz



Die gute Nachricht zuerst: Die deutsche Christina Meier ist nicht ausgefallen, sondern kämpft sich als eine von zwei deutschen im Rennfeld verbliebenen Motorrädern tapfer durch. Die schlechte Nachricht: Frau Meier hat sich auf die letzte Position "zurückgekämpft". Das widerum hat zumindest den Vorteil, das auch Lkw-Fotografen gegen Abend doch noch ein Motorrad vor die Linse bekommen. Doch Spass beiseite. Christina Meier hat so ihre Probleme mit der Rally. Zu wenig Sprit, zu schnelle Konkurrenten, zuviel Flatterband. In einem neuen Blog-Beitrag schreibt die Hamburgerin über ihre Eindrücke auf der Rally:

"Folgt den Pfeilen heisst es sonst manchmal. Hier heisst es: Folgt den Flatterbändern, guckt ins nicht ganz fehlerfreie Roadbook und werft eine Münze, wenn es nicht zusammen passt. Manch einer der schnellen Jungs am oberen Ende der Wertung fährt gleich ganz ohne den lästigen Papierkram. Klappt offensichtlich auch ziemlich gut.

Am Freitag fahren wir wieder exakt die gleiche Runde wie am Donnerstag und Mittwoch. Damit es nicht langweilig wird, erfährt man das eigentlich erst, wenn man das alte Roadbook schon in die Tonne gedrückt hat. Auf den ersten Blick sieht es auch anders aus. Es hat ein neues Deckblatt. Also eigentlich WRC, Vollgas auf der ganzen Strecke. Ist ja auch nicht so lang. 157 km die lange Runde und 52 km die Kurze. Die meiste Zeit verbringen wir damit, uns am jeweils nächsten Start anzustellen.

Wenn die Orga nicht schon ein paar Rallye organisiert hätte könnte man denken, es handelt sich um einen Verein, der das zum ersten Mal macht. Die Gegend hier um auf dem Balaton gefällt mir super. Sicher koennte man mit ein wenig mehr Vorlauf auch für jeden Tag eine neue Runde zusammenstellen. Das Problem wird dann nur, vermutlich reicht das Flatterband nicht.

Bisher habe ich die Woche sturzfrei erlebt. Das geht leider nicht jedem so. Auf dem Weg zum Hotel sah ich den Besenwagen, der wieder einige Motorräder huckepack hatte. Zwei von den deutschen Teilnehmern auf den Motorrädern haben auch schon den Heimweg angetreten. Schade. Gute Besserung an euch.

Erlebnisse bisher: Ungeplante Stopps wegen vermutetem Spritmangel, der sich im Nachhinein als Vakuum im Tank durch ein geschlossenes Auslauf-Ventil herausstellte. Trotzdem, die zwei Liter, die mir die Forstarbeiter spontan spendierten brachte mich ins Ziel. Und das Ventil habe ich aussortiert.

Und am Donnerstag dann tatsächlich doch noch ein total leer gefahrener Tank 5 Kilometer vor dem Ziel. Mist. Meine "Kleine" hat richtig viel Sprit geschluckt und ich musste dann zu Fuss los, um an das ersehnte Ziel zu gelangen. Glücklicherweise fand sich am Wegesrand eine kleine Flasche Sprit, deren Inhalt mich nach einem Sprint zurück zum Bike (viel anstrengender als zu fahren) auch ins Ziel brachte.

Für die erste Etappe morgen früh habe ich vollgetankt. 27 Liter. Sicher ist sicher. Alte Wüstenregel: Wann auch immer es geht: Volltanken, Wasservorräte füllen und Essen wenn es etwas zu essen gibt. Das Ranking bei uns drei Mädels ist relativ einfach: Annie Seel ist weit an die Spitze vorgeprescht. Mirjam Pol und ich tummeln uns weiter hinten. Sie mit einigen Plätzen Vorsprung auf mich.

Die Autoprofis kann man live nur sehen, wenn man weit hinten fährt - und so komme ich vielleicht auch zu ein paar Bildern aus dem Helikopter Es ist irre, wie schnell die Jungs unterwegs sind und über die Piste fliegen. An der Spitze liegen nur Sekunden zwischen den Teams. Am Samstag geht es in die letzte 157 Kilometer-Speziale, dann wird sich zeigen, welche Farbe die Nase vorn hat.

Auch bei den Motorrädern ist es spannend. Einer der in die Top 10 gefahren ist, Rob Verstegen, hatte heute ein wenig Pech mit dem Sprit und fiel mit stotterndem Motor und wenig Leistung ein wenig nach hinten. Wie wir alle, die gemeinsam an der Tankstelle unsere Kanister gefüllt hatten. Bei den Jungs war das Mischungsverhältnis von altem und neuem Sprit gerade so, dass die Bikes auch in der zweiten Prüfung des Tages noch liefen. Ich dagegen hatte nach dem Tankstopp fast nur noch das schlechte Zeug im Tank und kam auf dem Weg zum Start in die zweite Speziale grade noch 100 Meter weit. Dann ging nichts mehr. Mist.

Richard hat sich ganz flink dran gemacht, den Fehler zu suchen. Kerze gewechselt, Vergaser ausgebaut und gereinigt - leider ohne Erfolg. Ich musste für Heute die Segel streichen. Eine Rückfrage bei der Rennleitung ergab die Startfreigabe für die letzte Etappe, wenn wir es schaffen, das Problem zu beheben. Und dann kam quasi als gelber Engel Rob in seiner gelben Suzuki Jacke und erzählte von seinem stotternden Motor. Yippie!!! Mein Motorrad ist nicht kaputt, es braucht nur den richtigen Sprit. Den habe ich vorhin auf dem Weg zum Hotel besorgt. Nun kann es wieder losgehen. Auf die Loesung wären wir in Afrika sicher schneller gekommen.

Rund 30 Motorradfahrer sind bereits ausgefallen. Da macht es mir nichts aus, am Ende der Wertung zu fahren. Hauptsache heil ins Ziel. Morgen überqueren wir nach der Runde am Morgen dann noch das Podium in Balatonfüred und dann ist die Woche auch schon vorüber. Vier verschiedene Strecken in 7 Tagen. Am Samstag fahren wir die Runde zur Abwechslung mal anders herum. Damit es nicht so langweilig wird.


Artikel vom 26.04.2008, Artikel: Redaktion/hs








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