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Central Europe Rally: Interview mit Kris Nissen zum Ende der Rally




Mit einem Sieg ist Volkswagen in eine neue Ära des Marathonrally-Sports gestartet: Das Werksduo Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankreich) siegte bei der Central Europe Rally durch Ungarn und Rumänien. Bei ihrem Wettbewerbs-Debüt im VW Race Touareg 2 eroberten die deutschen Dieter Depping/Timo Gottschalk Rang drei, die gute Teamleistung wurde von Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D) im Race Touareg des Kundenteams Lagos auf Rang fünf komplettiert.

MR: "Kris Nissen, was war die schönste Erkenntnis der Central Europe Rally?"

Kris Nissen: Ganz klar drei Dinge: Dass das Team hervorragend gearbeitet hat, der Volkswagen Race Touareg diese extreme Belastungsprobe mit Bravour überstanden hat und dass wir bewiesen haben, dass wir bestens vorbereitet in die Rally Dakar 2008 gestartet wären. Dort hätten wir ein ernstes Wort um den Sieg mitreden können - leider wurde sie abgesagt. Wir sind absolut konkurrenzfähig, die Performance stimmt - und dieses Ergebnis bei dieser so genannten Ersatz-Dakar auch."

MR: "Was bedeutet der Sieg für Volkswagen Motorsport?"

Kris Nissen: "Jeder bei Volkswagen Motorsport ist stets hoch motiviert. Doch ein Team, das mit Carlos Sainz auf Rang eins, mit Dieter Depping auf Rang drei und mit Carlos Sousa auf dem fünften Rang drei Spitzenpositionen geholt hat, hat Selbstvertrauen für kommende Aufgaben getankt. Wir können jetzt gestärkt in die Zukunft starten."

MR: "Wie ordnen Sie den Sieg bei der Central Europe Rally ein?"

Kris Nissen: "Nach dem zweiten Platz für Giniel de Villiers bei der Dakar 2006 ist der Sieg von Carlos Sainz hier bei dieser Rally der grösste Erfolg für uns. Dabei darf man nicht vergessen, dass wir von Anfang an konsequent auf ein Fahrzeug mit innovativem TDI-Diesel-Motor gesetzt haben. Jetzt ist die TDI-Technologie auch in diesem Sport das Mass der Dinge. Wir haben den Sieg bei der Central Europe Rally gegen sehr starke Konkurrenz auf der Strecke geholt, durch technische Kompetenz, fahrerische Klasse und eine Menge Teamgeist. Besser geht es nicht."

MR: "Die Zahlen sprechen für sich: sieben von sieben möglichen Etappen-Siegen, Gesamtsieg, zwei Podiumsplätze. Was war das Rezept zu diesem Erfolg?"

Kris Nissen: "Um im Marathonrally-Sport erfolgreich zu sein, ist von technischer Seite viel mehr nötig, als beispielsweise pure Motorleistung. Es geht hier - wie in den meisten Motorsport-Disziplinen - um Fahrbarkeit, Gewichtsverteilung, Abstimmung. Darüber hinaus hat man es aber auch mit extrem unterschiedlichen Bedingungen, verschiedenen Geländesituationen zu tun. Allein was die Zuverlässigkeit und die Laufleistung einzelner Komponenten angeht, braucht es jahrelange Erfahrung, die unsere härteste Konkurrenz seit mehr als 20 Jahren hat."

MR: "Im Team gab es kleine strukturelle Änderungen. Auf der technischen Seite ist Andreas Lautner dazugekommen, als Teammanager Andreas Hainke. Wie haben sich die "Neuen" eingefunden?"

Kris Nissen: "Ganz richtig. Andreas Lautner ist bei Volkswagen Motorsport seit diesem Jahr als Technischer Direktor für alle Chassis, im Marathonrally-Sport und im Rundstrecken-Programm, so auch für den neuen Scirocco für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, verantwortlich. Er kann sich auf die Erfahrung von unserem Technischen Leiter im Dakar-Projekt, Eduard Weidl, verlassen, der bei dieser Rally wegen einer Verletzung nicht dabei sein konnte. Beide, Andreas Lautner und Andreas Hainke, haben sich bestens eingefügt und wie alle im Team ihren Anteil am Sieg."

MR: "Was macht den Erfolg bei der Central Europe Rally besonders wertvoll?"

Kris Nissen: "Der Veranstalter A.S.O. hat mit der Dakar in den vergangenen Jahren für ein grosses Medien-Interesse gesorgt, beispielsweise mit einer Fernsehberichterstattung in 189 Ländern. Auch von ihrer neuen Rally, der Central Europe Rally, wurde in 160 Ländern berichtet. Ich bin für die Zukunft zuversichtlich, dass die A.S.O. und auch der Automobil-Weltverband FIA weitere attraktive Veranstaltungen integrieren können, um diesen Sport weiter zu fördern. Diese Rally war der Start in eine neue Ära im Marathonrally-Sport."

MR: "Sie haben die Leistungsdichte angesprochen. Mussten die Fahrer während dieser Rally ein höheres Risiko wählen als bei anderen Marathonrallys?"

Kris Nissen: "Die Mischung aus Weltklasse-Starterfeld und kurzen Prüfungen hat für die spannendste Marathonrally gesorgt, die wir seit unserem Einstieg 2004 erlebt haben. Sicher mussten die Fahrer dabei permanent ans Limit gehen um am Ende vorn zu sein. Wir haben mit den Unfällen von Mark Miller und Giniel de Villiers während der Rally zwei Fahrzeuge verloren, doch das ist sicher kein Ergebnis von zu hohem Risiko. Dass sich Giniel de Villiers und sein Beifahrer Dirk von Zitzewitz überschlagen haben, war ein Fehler im Roadbook, auf das man sich aber dank der guten Vorbereitung der A.S.O. ansonsten verlassen konnte. Dass die Fahrer unverletzt geblieben sind, ist der guten Sicherheit in unseren Autos zu verdanken."

MR: "Wie bewerten Sie den dritten Rang von Dieter Depping und Timo Gottschalk bei ihrer Wettbewerbs-Premiere im Race Touareg?"

Kris Nissen: "Dass Dieter Depping und Timo Gottschalk schnell sind, hat mich nicht überrascht. Genau deshalb haben wir sie als Fahrer/Beifahrer-Kombination ausgewählt. Die Frage war nur: Können sie dem Druck innerhalb dieses Weltklasse-Starterfeldes standhalten? Schliesslich sind hier unsere Mitbewerber der Dakar angetreten. Wie die beiden sich in diesem Umfeld bewährt haben, war wirklich stark. Dieter Depping hat im Zweikampf mit Luc Alphand, in dem es um Sekunden ging, souverän reagiert, hat im richtigen Masse gepusht und trotzdem Ruhe bewahrt. Sein Beifahrer Timo Gottschalk hat immer den richtigen Weg gefunden. Ein wirklich gelungener Einstand für die beiden."

Artikel vom 29.04.2008, Artikel: Redaktion/hs/VW

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