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Central Europe Rally: Neuer Aufschwung in der Werksteam-Szene

Mit einem rauschenden Fest im "Club Hotel Tihany" am Balatonsee ist die 1. Central Europe Rally am vergangenen Samstag offiziell beendet worden. Die Bilanz: Der Veranstalter A.S.O. hat es erstmals seit Jahren geschafft, alle Werksteams und die meisten Semi-Teams sowie viele Privatiers in einer neuen Serie wieder unter einen Hut zu bekommen. Das Besondere dabei: Wie auf einer Baja hatte die Central Europe Rally eher WRC-Charakter - und das scheint den Werksteams zu schmecken.

Die neue "Dakar-Series" entstand nicht nur wegen der Absage der "Dakar 2008" - sie war seit langem in den Schubladen. Geplant war eine Gegenserie zum eingeschlafenen "FIA Marathonrally Worldcup", dessen Ernsthaftigkeit seit Jahren nicht mehr wirklich gegeben war. Der Automobil-Weltverband FIA hatte schlicht gesagt kein Interesse an einer ernsten Offroad-Weltmeisterschaft. Statt alle Teilnehmer, Werks- wie Semi- und Amateurteams an einen Tisch zu bitten, klare Presse- und TV-Deals auszuhandeln, das Reglement zu vereinfachen und Startgelder zu senken arbeite man contraproduktiv. Das Ergebnis: Der "FIA Marathonrally Worldcup" entwickelte sich zu einer "wilden Ansammlung einzelner Veranstaltungen", hatte kein schlüssiges Konzept und im FIA-Beirat zur Rennserie hatten einzelne (überwiegend französische) Meinungen mehr Gewicht als die von Fachleuten.

Das neue A.S.O. Konzept ist aufgegangen - und in der Marathonrally-Szene herrscht ein Optimismus wie schon seit Jahren nicht mehr. Doch nicht nur das: Mit dem Ergebnis des 1. Laufes zur neuen "Dakar-Series" beendete Volkswagen die jahrelange Dominanz der Marke Mitsubishi, Jean-Louis Schlesser liess sich (offiziell wegen einer Verletzung) nicht blicken und Robby Gordon dominierte somit als neue vierte (Buggy-)Macht hinter Volkswagen, Mitsubishi und X-Raid.

"Wir haben mit unserem Sieg eine neue Ära eingeläutet" freute sich Volkswagen-Motorsport Direktor Kris Nissen zum Ende der Rally. Und damit hat der Deutsch-Däne kein Unrecht. Noch nie war der Zweikampf zwischen Volkswagen und Mitsubishi so spannend, noch nie hielt der Zweikampf solange an, noch nie dominierten die Volkswagen derart die Spitze - und bewiesen am Ende, das sie diesen spannenden Zweikampf gewinnen können. Die Motivation bei den Wolfsburgern ist top, keiner spricht mehr über einen evntuellen Ausstieg, im Gegenteil. Stolz gibt man zukünftige Pläne bekannt.

So gibt sich auch Mitsubishi erstmals geschlagen. Und geht hinter vorgehaltener Hand noch einen Schritt weiter: "Die Zeit der Benziner-Mitsubishi ist wohl vorbei" meint Luc Alphand, "wir sind am technischen Ende, die Maschinen sind ausgereizt." So setzt auch Mitsubishi zukünftig auf Diesel-Technologie. Allerdings ist man damit der Konkurrenz hinterher: "Wir wissen, das wir im Diesel-Bereich gegen Volkswagen und BMW Nachholbedarf haben. So gehen wir auch davon aus, das wir jetzt ersteinmal testen und Erfahrungen sammeln müssen, ein erneuter Sieg auf der Dakar 2009 steht klar ersteinmal in Frage" meint Mitsubishi´s Motorsport-Direktor Dominique Serieys.

Deshalb wird auch schon laut gemunkelt, das Mitsubishi an der Transorientale im Juni diesen Jahres teilnehmen wird. "Es gibt mehr als Gerüchte, das Mitsubishi dort startet" berichtet ein Journalist. "Es wäre auch ideal. Bei keiner anderen Marathonrally hätten die Japaner derartig gute Chancen, ihre neuen Diesel zu testen." Offiziell ist Mitsubishi aber erstmal nur dort, wo auch "die Anderen" sind: Auf der "Transiberico Rally" in Portugal - sowie auf der "Baja Spain".

Neue Energie gibt es auch bei X-Raid BMW. Die Treburer Rennschmiede von Sven Quandt erlebt derzeit einen Kundenboom. Gleich zwei neue X3CC gehen nach Portugal, ein X5CC wurde jüngst ebenfalls nach Portugal, einer in die Tschechei verkauft. Doch die beste Nachricht: "X-Raid wird in diesem Jahr am FIA Baja Worldcup teilnehmen" bestätigt Sven Quandt auf Anfrage. Dabei soll Nasser Saleh Al Attiyah, derzeit führend nach der "Hail Saudi Baja" und "Italian Baja" die "Schäfchen für X-Raid ins Trockene bringen". Geplant sind vorerst Einsätze bis zur Hungarian Baja im August - dann hat man hoffentlich die benötigte Punktzahl für den Titel zusammen.

Einig sind sich alle Teams in einem Punkt: Man hält an der "Dakar-Series" fest. Mittlerweile kein Geheimnis mehr ist der zweite Lauf in Portugal (und eventuell Spanien), der im Spätsommer/Herbst diesen Jahres starten soll. Weil es noch keine offiziellen Bestätigungen gibt, wartet alles gespannt auf dem 13. Mai: Dann gibt die ASO in Paris erste Informationen bekannt.

Artikel vom 30.04.2008, Artikel: Redaktion/hs








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