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Central Europe Rally: Tusch - Eine extrem abwechslungsreiche Etappe







Nehmen wir es einmal vorweg. 140 Kilometer sind nicht wirklich eine "Marathonrally". Und auch der Untergrund sah zuerst nicht nach einer "Offroad-Rally" aus - doch die Teilnehmer selbst sorgten dafür, das es wirklich knifflig wurde. Ein typische Dresden-Breslau-Tag könnte man sagen, ok, "Breslau-light", denn mehr hätten die hochgezüchteten FIA-Autos nicht vertragen.

Der Tag begann mit einer ersten Speziale über 76 Kilometer, die in einem wunderschönen Gebirgsgebiet nahe der Stadt Baia Mare ausgetragen wurde. Als erstes überraschten die Wetterunterschiede. Waren es in der Stadt noch sommerliche 22 Grad, kühlten die Temperaturen in den Bergen auf bis zu 15 Grad ab. Sogar Rest-Schnee, stellenweise bis zu 40 cm tief, fand sich in den Bergen. Der war zwar nicht frisch, aber unter der Oberfläche trotz des Frühlings teilweise noch gefroren.

Je mehr Teilnehmer kamen, je mehr Schmelzwasser die Hänge herunterlief, desto schlammiger und nasser wurde die Strecke. Auf der grösstenteils schotterigen Oberfläche war das noch händelbar, doch ein Teil der Etappe bestand auch aus Sand - und der wurde schnell zu Schlamm.

Es wurde der "Tag der Überschläge". Bowler und Desert-Warrior lagen in den ungewöhnlichsten Stellungen mal neben, mal auf oder sogar unter der Fahrbahn (man hatte eine Brücke knapp verpasst), Nissan-Pilot Acz aus Ungarn legte seinen Nissan Navara showreif in der Zuschauerträchtigsten Kurve auf das Dach (und blieb eigentlich unverletzt, bis er unbedacht den Gurt öffnete und sich beim "Runterfallen" an der Schulter verletzte) - und auch den Deutschen Stephan Schott erwischte es, als er auf einen Drift hoffte, doch schliesslich vom plötzlichen Grip eines Besseren belehrt wurde.

Nachdem aber der Brasilianer Jean de Azevedo mit seinem Tatra 815-Truck im zweiten Abschnitt der ersten Stage umkippte, staute sich das Teilnehmerfeld vollends. Nichts ging mehr. Aus diesem Grund kürzten die Veranstalter die zweite Runde, statt erneut 76 Kilometer auf der gleichen Strecke zu fahren, ging es nur noch 35 Kilometer über die Schotterpassagen. Die Berge-Aktion des Tatra sowie Ausweichversuche der hinteren Teilnehmer hatten die Strecke unfahrbar gemacht.

So wurde der Tag letztlich doch ein wenig WRC-ähnlich, nicht nur bei den wenigen Kilometern, sondern auch in der Beschaffenheit der Strecke. Das lag dem VW-Re-Newcomer Dieter Depping aus Niedersachsen, bisher im "normalen" Pkw auf Rallys erfolgreich und bei Volkswagen eher für einen satten Überschlag (Volkswagen Tarek 2003) bekannt, richtig gut. Depping zog alle Register und strich als Belohnung am Ende den Tagessieg mit seinem Race-Touareg ein. Da staunte selbst WRC- und FIA Marathonrally-Weltmeister Carlos Sainz nicht schlecht.

Überhaupt wurde die Gesamtwertung kräftig durcheinandergeschüttelt. Robby Gordon, der gestern noch auf sandigem Untergrund glänzte, kämpfte mit dem Tücken des Schlammes - und seine Technik mit den Tücken der Feuchtigkeit. X-Raid BMW hingegen stand wieder besser da, auch wenn man Guerlain Chicherit (fiel wegen eines technischen Schadens weit zurück) einen Kandidaten für das Podium verlor. Und Mitsubishi? Ja, Mitsubishi übernahm die Gesamtwertung - auch wenn der Führende Stéphane Peterhansel die heutige Etappe nur als Dritter beendete.

Am Dienstag (22.04.) wird die Strecke nochmals gefahren. Wieder zwei Runden, diesmal aber umgekehrt. Bis zum Abend liess die Organisation offen, ab man nur die gekürzte, oder doch die lange Version fahren wird - es wird also wieder spannend. Im Anschluss an die Etappe geht es zurück nach Ungarn in die Stadt Debrecen, dort wird eine Nacht campiert bevor die Rally am Mittwoch an den langersehnten Balaton-See führt.

Artikel vom 21.04.2008, Artikel: Redaktion/hs








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