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 Cooper 24H Greece TICKER: Showstart Athen, Show-Hund, Solyom-Pechvogel.
Das Rennen ist gestartet: Gegen 13:00 Uhr wurde in der Innenstadt von Athen nur wenige hundert Meter vom Parlament entfernt die "Cooper 24 Stunden von Griechenland" gestartet. Um es vorweg zu nehmen: Die Stadt pulsiert, nichts deutet auf eine Krise hin, die Polizei ist freundlich, nirgendwo sieht es auch nur annähernd nach Problemen aus.
Selbst wenn, die Rally hätte auch dann für Stimmung gesorgt. Wie in Deutschland liessen sich auch die griechischen "Normalbürger" nicht unbedingt für einen Rallystart begeistern, dennoch belagerten mehrere tausend Zuschauer das Show-Fahrerlager und die gross aufgebaute Bühne, auf der vor dem Showstart das offizielle Briefing abgehalten wurde.
Heimlicher "Star" war jedoch ein gepflegter, schon ziemlich grosser wilder Hund, der die Menschenmassen anscheinend liebt. Jeder Rallyteilnehmer wurde schwanzwedelnd empfangen, um ihn dann (sobald der Motor anwar) in Richtung Strasse zu "verbellen". Dem Publikum gefiel die Showeinlage, man steckte ihm Leckerlis zu.
Das gefiel dem Hund und er machte nicht nur weiter, sondern erklomm unter dem Lachen der Zuschauer schliesslich das Podium, bis der Moderator ihn wieder "des Platzes verwies". Brav kuschte er und gesellte sich erneut zu den Zuschauern. Das fällt auf, überall in der Stadt wilde Hunde, die aber erstaunlich Menschen-liebend sind - nahezu "freundlich aufdringlich".
Doch zurück zur eigentlichen Rally. Der "Pechvogel der Rally" war schnell gefunden: Oliver Solyom aus Ungarn. Schon kurz nach dem Start stotterte der "HawKia" (ein Kia Sportage Proto), nach 6 Kilometern Überführung stand man dann auf der Autobahn - Elektronikschaden. Man will aber reparieren und dann an einem Einstiegspunkt (gibt es Einige) wieder starten.
In einer Überführung ging es ca. 25 Kilometer aus der Stadt heraus in den Vorort Agios Stefanos, gleich in die Berge - hier wurde direkt an einem leichten Anstieg die erste von insgesamt 5 Etappen gestartet.
Nach nur wenigen Kilometern entpuppte sich Pechvogel Nummer 2: Die griechische Mitsubishi Pajero Crew "Free Sunday". "Unser Schalthebel ist abgebrochen, wir sind dennoch die halbe Etappe mit einem Schraubenzieher weitergefahren. Aber dann ging es nicht mehr und wir sind direkt in den ersten Servicepark gefahren" berichtet Fahrer Christos Anastasopoulos.
Apropos Servicepunkt: Das haben wir auch noch nicht gesehen. Eigens für die Rally wurde ein Autobahn-Parkplatz (!) gesperrt, hier trifft man sich zur ersten Pause / Reparaturen etc. Zwischen 1 und 1,5 Stunden können die Teilnehmer hier benötigen bevor es weiter in SS2 geht. Praktisch: Tankstelle, Catering (bezahlt) und Internet - dazu ist es schön warm.
Warm deshalb, weil das Wetter heute doch nicht so mitspielte. Zwar regnete es zum Glück nicht, aber es war kalt und der Wind pfiff - zudem war der Himmel derart stark bezogen, das die Kameras schon um 14:30 Uhr auf "Abend Modus" umschalten wollte. Immerhin, Sonntag soll Sonne kommen.
Der erste Abschnitt selbst war sehr schnell, überwiegend trocken aber sehr steinig bis felsig. "Die Etappe ist schon mal eine Herausforderung für das Fahrwerk" berichtet Mitsubishi-Pilot Anastasopoulos.
Gegen 17:07 Uhr sind gerade einmal ein Auto (Reparatur), ein Motorrad (No.3 Dimitris "Doc" Athanasoukupoulos) und ein Quad mit dem "alten Griechen" und Rallyprofi Chris "CBI" Stampoltzis im Servicecamp. "Geile Sache, geiles Rennen, wir sind als Erste durchgekommen" freut sich Stampoltzis im Camp. Ein Lob geht übrigens an die Veranstalter: "Egal was Andere sagen, das Roadbook stimmt perfekt. Nur bei der ersten Überführung haperte es ein wenig" so Stamboltzis.
Hier ist es mittlerweile stockdunkel, wir werden daher erst wieder in einigen Stunden (nach dem Start in SS02) in die Etappe fahren.
2011/11/26 | 17:07 CET | PICTURES: MR/HS






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