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Dakar 2007: Ein spannend-spekulativer Ausblick auf die Dakar








Alle Teams testen, in allen Hallen wird fleissig geschraubt: Die Dakar 2007 kommt immer näher - und dürfte extrem spannend werden. Selten hat es in den letzten Jahren eine derart interessante Konstellation gegeben, sowohl bei den Werksteams, als auch bei den Semis - hier vor allem bei den Nissan-Teams. Mitsubishi und Volkswagen werden mit vier Fahrzeugen antreten, X-Raid als stärkster Konkurrent wird mit mindestens drei Fahrzeugen dabei sein.

Alle drei Teams sind am ehesten Anwärter für einen Sieg und die Unterschiede werden immer geringer. Jüngst beendeten alle Drei letzte grosse Tests vor der UAE Desert Challenge, auf der man zum ersten und letzten mal vor der Dakar vergleichbar aufeinandertreffen wird. Und bereits nach den Tests wird klar, warum es 2007 besonders spannend werden dürfte.

X-Raid ist trotz fehlender relevanter Rallyeinsätze in diesem Jahr mit der Entwicklung des X3 CC weit vorangekommen und hat mit Jutta Kleinschmidt, Guerlain Chicherit und Nasser Al Attiyah drei "bissige" Spitzenfahrer im Programm. Chicherit gilt als bedachter und kluger Fahrer, der sich ähnlich wie Michael Schumacher besonders für die Technik und Entwicklung des Fahrzeuges interessiert. Nasser Al Attiyah hingegen ist eher der Draufgänger, mutig - aber eben manchmal doch etwas zu risikoreich.

Jutta Kleinschmidt hingegen ist ein besonderer Fall. Ebenso wie Chicherit ist sie Technik-interessiert, beteiligt sich an der Weiterentwicklung des Fahrzeuges, kann ebenfalls sehr gut fahren und fällt ihre Entscheidungen bedacht. Auf Angriff dürfte Kleinschmidt vor allem gegen die Volkswagen gehen - schliesslich war sie es, die das Wolfsburger Team von Anfang an mit aufbaute und den Race-Touareg mitentwickelte. Ihr VW-Vertrag wurde Anfang 2006 jedoch nicht verlängert - die Begründungen widersprechen sich allerdings...

Was gut ist für X-Raid und BMW ist letztlich für Volkswagen zumindest medial in Deutschland ein grosser Rückschritt. Mit Jutta Kleinschmidt holte man sich einst eine Rallyraid-Ikone ins Haus, deren Bekanntheitsgrad hierzulande weitaus höher ist, als der so mancher Filmstars. Volkswagen puschte Jutta - und Jutta Volkswagen. Das zog viele Neulinge an und machte die Dakar in Deutschland populär.

Die Früchte dürften nun BMW und X-Raid ernten - wer drückt denn schliesslich noch einem deutschen Team die Daumen, das keine deutschen Piloten mehr beschäftigt? "Think Global" denkt man sich wahrscheinlich in Wolfsburg - denn im Ausland dürfte dies wohl tatsächlich kaum jemanden interessieren.

Aus sportlicher Sicht hingegen ist Volkswagen bestens besetzt, keine Frage. Mit Carlos Sainz/Michel Périn, Mark Miller/Ralph Pitchford und Giniel de Villiers gemeinsam mit dem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz stehen bereits drei Teams fest. Ein vierter Race-Touareg ist ebenfalls eingeplant, jedoch ist noch nicht klar, wer diesen pilotieren wird.

In Sachen Geheimniskrämerei ist Volkswagen in jeden Fall Weltmeister - und daher seit Jahren immer wieder für Überraschungen gut. Mehrfach testete bereits Rally-Legende und EU-Politiker Ari Vatanen für das Wolfsburger Team - und auch der deutsche Matthias Kahle pilotierte bereits einen Race-Touareg. Vatanen wäre für Volkswagen sicherlich ein neues grosses Aushängeschild, mit Matthias Kahle hätte man immerhin noch einen deutschen Piloten dabei. Und wer weiss, vielleicht sind am Ende sogar fünf VW Race Touareg im Rennen...

Volkswagen hat es in den vergangenen Jahren weit geschafft. Wenn auch nicht auf der Dakar, hat es zumindest in einigen FIA-Läufen zu einem Sieg gereicht. Das hat natürlich auch Mitsubishi mitbekommen - und sich erneut den Pajero Evolution vorgenommen. MPR13 ist der Arbeitstitel des neuen Evo, mit dem sich der japanisch/französische Dauersieger sein Abonnement sichern will. Seine Premiere feiert der neue Evo in Kürze auf dem Pariser Autosalon.

Glaubt man den Mitsubishi-Piloten, scheint der MPR13 ein wahres Wunderauto zu sein. "Ich war beeindruckt von den Veränderungen am Fahrzeug" berichtet Stephane Peterhansel nach jüngsten Tests in Marokko. "Besonders das Fahrwerk und der Schwerpunkt wurden stark verbessert. Bei den Tests bin ich nur so über die Dünen geglitten, der neue Evo lässt sich schneller und doch wesentlich sicherer fahren. Ich hätte nie gedacht, das man gegenüber dem Vorgänger MPR12 derartige Verbesserungen machen kann" so der Franzose.

Begeistert zeigt sich auch Joan "Nani" Roma: "Ich bin nicht gerade klein, doch mit dem MPR13 kommt auch ein grösserer Innenraum, der mir sehr liegt. Das neue Auto ist sehr gut ausbalanciert, der Schwerpunkt liegt tief und man hat ein Fahrgefühl wie in einem WRC-Auto" berichtet der Spanier begeistert.

Der neue Mitsubishi Evo ist eine Kooperation zwischen Okazaki R&D und Design in Japan und Ingenieuren von MMSP SAS (Mitsubishi Motorsport) in Pont-de-Vaux (Frankreich). Die Planungen für das neue Fahrzeug begannen bereits in Mai 2005, erstmals getestet wurde der MPR13 dann im Juni 2006. "Insgesamt haben wir jetzt über 11.000 Kilometer mit dem neuen Auto in Tests gefahren" berichtet Teamchef Dominique Serieys. "Alles verläuft bisher nach Plan und nun sind wir heiss darauf, das Auto endlich vorzustellen und einzusetzen. Der neue Evo ist auf jeden Fall dafür gebaut, einen weiteren Dakar-Sieg einzufahren" so der Franzose.

Neben Vorjahressieger Luc Alphand starten erneut Stephane Peterhansel, Nani Roma und Hiroshi Masuoka für das japanisch/französische Team. Neu an Bord ist der Spanier Lucas Cruz Senra, der ab sofort als Beifahrer für seinen Landsmann Nani Roma startet. Cruz Senra nimmt die Lücke ein, die Henri Magne nach seinem tödlichen Unfall auf der Orpi Maroc hinterlassen hat.

Es wird also spannend an der Spitze - zudem auch einige Semi-Teams in diesem Jahr wieder Druck machen dürften. Damit sind in erster Linie nicht die "Bekannten" von Schlesser-Ford oder SMG Gache gemeint, vielmehr rüsten vor allem die Nissan-Teams erstaunlich auf.

Allen voran prescht - zumindest nach technischem Standard - der ungarische Nissan von Sandor Kis, der seine Premiere jüngst auf der Hungarian Baja feierte. Denn sein Navara ist nichts anderes, als ein Nissan-Werksauto - Kis liess sich das Fahrzeug vom ehemaligen Nissan-Werksteam in Süd Afrika komplett neu aufbauen. Auf der Pharaons bietet sich für den Ungarn nun erstmals die Möglichkeit, das Fahrzeug längerfristig unter Dakar-Bedingungen zu testen.

Die Nissan-Konkurrenz hingegen schläft ebenfalls nicht, so setzt das italienische Tecnosport-Team auf seinen neuen Pathfinder (lief in ähnlicher Form schon auf der Dakar 2006), Nissan-Dessoude aus Frankreich baute einen neuen Pickup mit "Seat-Schnauze" auf. Eigentlich verbindet Seat und Nissan gar nichts, in Frankreich jedoch baut das Oreca-Team Motorsport-Seat auf - und hat sich nun am Dessoude-Nissan beteiligt. Auch hinter dem Lenkrad sitzt jemand Neues: Yvan Muller, bisher ebenfalls Seat-Tourenwagen Pilot, bestreitet seine erste Dakar im Nissan.

Weitere Informationen über die Dakar-Vorbereitungen - insbesondere der internationalen Teams - finden Sie laufend in der internationalen Ausgabe von marathonrally.com.

Artikel vom 26.09.2006, Artikel: marathonrally.com/hs








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