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Dakar 2007: Kris Nissen "Wir konnten Mitsubishi in Schach halten"





Volkswagen setzt auf der sechsten von 15 Etappen die seit Beginn ununterbrochene Führungsserie des Race Touareg fort: Der Spanier Carlos Sainz und sein französischer Copilot Michel Périn liegen am vierten Tag in Folge an der Spitze. Sainz fuhr von Tan Tan in Marokko nach Zouérat in Mauretanien auf der extrem schnellen und mit 817 Kilometern längsten Etappe die viertbeste Zeit. "Die Prüfung lief für uns absolut tadellos, ich bin wirklich glücklich" meint der Spanier am Abend. "Es war nicht leicht, auf den Kamelgraspisten die Strecke zu eröffnen, da die Motorräder eine ganz andere Spur vorgelegt hatten, die für Autos kaum zu befahren war. Die ersten 180 Kilometer waren sehr schnell, dann folgten Sandpassagen, dann wieder Dünen. Ich hoffe, dass es so weitergeht für Michel und mich und natürlich für Volkswagen."

Die drittbeste Zeit sicherte sich Giniel de Villiers - damit verkürzte der Südafrikaner seinen Abstand in der Gesamtwertung um 25 Sekunden und liegt 3.11 Minuten hinter Sainz auf Position zwei. "Eine Etappe mit einem sehr schnellen Anfang und einer schnellen Schlusspassage, dazwischen ein technisch schwierigerer Abschnitt" sagt De Villiers. "Ich bin komplett alleine gefahren und lief auf niemanden auf. Erst am Schluss sahen wir in der Ferne eine Staubfahne von Stéphane Peterhansel. Die Navigation war heute sehr einfach."

Weiterhin Dritter ist das portugiesisch-deutsche Duo Carlos Sousa/Andreas Schulz in einem Race Touareg 2 des Lagos-Teams, dem die sechstbeste Etappenzeit gelang. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) aus dem Werksteam von Volkswagen absolvierten die Etappe mit 12.38 Minuten Rückstand als Neuntbeste und verbesserten sich auf der harten Etappe, die mehrere Spitzenteams zurückwarf, um zwei Positionen auf Platz acht der Gesamtwertung.

"An diesem langen und spannenden Tag können wir zufrieden sein, denn weiterhin liegen drei Race Touareg vorn" freut sich Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Die schnellen Streckenabschnitte waren wie gemacht für die Buggys, die mehr Leistung, mehr Federweg und weniger Gewicht aufweisen dürfen. Der Tagessieg von Robby Gordon vor Jean-Louis Schlesser zeigt diese Vorteile deutlich. Mit den Plätzen drei und vier in der Etappenwertung haben wir gezeigt, dass wir auch in Mauretanien Mitsubishi bislang in Schach halten können" so der Däne.

Als 56. erreichten Ari Vatanen/Fabrizia Pons (Finnland/Italien) das Ziel, nach dem sie dem verunglückten Guerlain Chicherit (Frankreich) geholfen und dessen BMW-Teamkollegin Jutta Kleinschmidt (Deutschland) ins Ziel geschleppt hatten, obwohl sie mit ihrem Race Touareg nur noch im zweiten Gang fahren konnten.

Der Belgier François Verbist, der einen der drei Race-Trucks des Werksteams pilotiert, ist mit 22 Jahren der jüngste Race-Truck-Pilot der diesjährigen Dakar. Für den Sohn des Fahrzeug-Ingenieurs von Ari Vatanen, René Verbist, ist es bereits der dritte "Dakar"-Einsatz im Werksteam von VW, nachdem er 2005 und 2006 als Mechaniker auf einem Race-Truck unterwegs war. Normalerweise ist Verbist junior auf der Rundstrecke zu Hause: In Belgien startete er bereits in verschiedenen Markenpokalen und mit einem Porsche in der heimischen GT-Meisterschaft.

Die 78 Teammitglieder von Volkswagen sind nach sechs Tagen trotz aller Strapazen physisch fit. "Es gab keine einzige nennenswerte Erkrankung oder Verletzung", betont Team-Ärztin Beate Zerbe. Die Anästhesistin zieht eine positive Bilanz: "Alle kamen gut vorbereitet zur Rally, unsere Verhaltensmassregeln vom Getränkehaushalt bis zur Hygiene werden sehr gut eingehalten und unnötige Risiken werden vermieden." Die bislang einzigen Versorgungen: Einige Erkältungen, die noch aus Europa mitgebracht wurden, sowie Durchfallerkrankungen und Pflaster für kleine Wunden.

Artikel vom 11.01.2006, Artikel: Dakar-Live-Team/hs








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